Abitur erlangen am Abendgymnasium



Sein Abitur zu machen ist durch das Abendgymnasium auch neben einer beruflichen Tätigkeit und noch Jahre nach dem Schulabschluss möglich.

Das Abendgymnasium bietet Interessierten die Chance, ihre Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg zu erreichen. Diese Form des Gymnasiums ist speziell an die Bedürfnisse von Werktätigen angepasst, die tagsüber keine Zeit haben, die Schulbank zu drücken. Je nach Bundesland und den lokalen Gegebenheiten werden dabei verschiedene Modelle angeboten.

Einige Gymnasien bieten zum Beispiel an einzelnen Wochentagen Abendunterricht an, an anderen findet der Unterricht täglich am späten Nachmittag oder frühen Abend statt. Zusätzlich zum Abendgymnasium gibt es in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auch den Schulversuch Abitur-Online des Ketteler-Kollegs. In Bremen wird ein E-Learning-Programm angeboten, in dem man nur zwei Präsenztage "absitzen" muss, der Rest des Unterrichts findet über eine Internetplattform statt.

Um zum Abitur auf dem Abendgymnasium zugelassen zu werden, müssen nur wenige Voraussetzungen erfüllt werden: Man muss mindestens 18 Jahre alt sein, seit mindestens drei Jahren berufstätig sein (Erziehungszeiten, Arbeitslosigkeit, sowie Wehr- und Zivildienst eingerechnet) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, und einen Schulabschluss vorweisen können (In einigen Bundesländern reicht die Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht).

Man unterscheidet beim Abendgymnasium zwischen privaten und staatlichen Schulen. Am privaten Abendgymnasium wird eine Gebühr für den Besuch des Unterrichts erhoben, während das staatliche Abendgymnasium in der Regel gebührenfrei ist. Allerdings fallen oft indirekte Kosten an: Einige zukünftige Abiturienten müssen wegen der Doppelbelastung durch Job und Abendgymnasium ihren Arbeitsumfang einschränken und daher mit weniger Gehalt auskommen.

Ab dem vierten Semester kann man, so eine persönliche Berechtigung besteht, Schüler-BAföG beantragen. Diese Förderung muss nach dem Abschluss nicht zurückgezahlt werden. Einzig in Baden-Württemberg sieht die finanzielle Situation anders aus: Hier wurde der zweite Bildungsweg fast komplett privatisiert. Schüler am Abendgymnasium müssen also grundsätzlich Gebühren zahlen. Beim günstigsten Anbieter waren das bis zum Schuljahr 2004/05 etwa 15 Euro pro Monat. Danach wurden die Mittel für private Schulen gekürzt, was zu einem Kostenanstieg führte. Nun zahlt man durchschnittlich 50 Euro.

Von solchen Kosten sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen, denn abgesehen vom finanziellen und zeitlichen Aufwand bietet das Abendgymnasium eine großartige Chance für das berufliche Fortkommen oder eine komplette Neuorientierung.


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