Operationen bei Pferden - Pferde OP´s



Operationen an Großtieren, wie Pferden, haben einen etwas anderen Ablauf wie herkömmliche Tier-OP´s und bergen andere Risiken. Einerseits können Operationen an Pferden auch Vorteile mit sich bringen, die durch eine Alternativbehandlung nicht oder nur schwer erreicht werden können, andererseits sind diese oftmals sehr Kostenintensiv.

Pferde-OPs sind aufwändiger, komplizierter und aus diesen Gründen meist auch kostspieliger als Operationen an Kleintieren. Es gibt Kliniken, die sich auf die Behandlung von Pferden spezialisiert haben und dementsprechend ausgerüstet sind. Für eine Pferde-Operation wird das Pferd zunächst einmal mithilfe von Infusionen stabilisiert und anschließend narkotisiert. Danach wird das Tier in Schlaufen eingehangen und mittels eines Krans auf den OP-Tisch befördert.

Unter ständiger Bewachung durch einen Narkosearzt wird das Pferd zunächst positioniert und dann nach entsprechender Vorbereitung operiert. Anschließend wird der "Patient" mithilfe des Krans in eine speziell gepolsterte Aufwachbox gebracht, wo er sich von den Strapazen der Operation erholen kann. Jedoch ist hier Vorsicht geboten, da stressbedingte Erkrankungen und Beschwerden bei Pferden nach einem operativen Eingriff auftreten können; beispielsweise Darmentzündungen oder Hufrehe.

Anders als beim Niederlegen zu Beginn der Narkose müssen die Pferde nach erfolgter Operation selber aufstehen. Dies geschieht in einer extra dafür konstruierten Box, die mit gepolsterten Wänden und abgerundeten Ecken ausgestattet ist. Ein zusätzlicher Kopfschutz minimiert Verletzungen im Kopfbereich.
Die Verletzungsgefahr wird allgemein als gering eingeschätzt, trotzdem besteht ein gewisses Risiko.

Andererseits kann eine Pferde-OP bei gewissen Erkrankungen sehr vorteilhaft sein und gegenüber alternativen Behandlungsmethoden einen schnelleren und besseren Erfolg versprechen; beispielsweise bei einer Kolik. Diese zum Teil lebensbedrohliche Erkrankung kann sowohl medikamentös behandelt werden als auch operativ; eine Operation sollte bei einem schweren Kolik-Verlauf in jedem Fall in Betracht gezogen werden.

Auch bei verschiedenen Verletzungen an Sehnen und Gelenken kann sowohl eine medikamentöse Behandlung durch einen Tierarzt oder Heilpraktiker zum Erfolg führen, als auch eine Operation. Die letztere Methode ist sicherlich kostenintensiver, führt aber eventuell zu einem größeren Heilungserfolg.

Die Entscheidung für oder gegen eine Operation sollte in jedem Fall genauestens durchdacht werden und vom jeweiligen Patienten individuell in Hinblick auf das Schmerzbefinden und die Heilungschancen abhängig gemacht werden; ein kompetenter Tierarzt mit dem Fachbereich Pferdemedizin wird hierzu im Einzelfall hilfreiche Ratschläge erteilen.

Operationen an Pferden sollten im Vorfeld genau durchdacht werden; in jedem Fall sollte man einen versierten Spezialisten hinzuziehen, der die Entscheidung für oder gegen eine Operation genau abwägen kann; weiter sollte eine Fachklinik mit der Durchführung der Operation beauftragt werden, damit ein guter Operationserfolg garantiert werden kann.








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