Internetbandbreite - Regional sehr unterschiedlich!



Welche Internetbandbreite eine Haushalt bzw. Unternehmen zur Verfügung steht, hängt von der jeweiligen Netzanbindung ab. Höchste Bandbreiten bieten nur VDSL sowie Internetzugänge über das digitale Fernsehkabel. Selbst das normale DSL steht aber nicht flächendeckend zur Verfügung.

Laut der offiziellen Statistik der Bundesregierung besteht für 98 Prozent der deutschen Haushalte die Möglichkeit, einen Breitband Internetanschluss zu nutzen. Allerdings sind in dieser Statistik alle Anschlüsse berücksichtigt, die eine Internetbandbreite von 384 Kbit pro Sekunde erlauben. Eine sehr weite Auslegung des Begriffs "Breitband".

Die größten Internetbandbreite können die Kabelfernsehprovider ihren Kunden bieten, und dies sogar zu sehr günstigen Preisen. Dabei profitieren sie davon, dass aus ihrer Sicht das Internetgeschäft lediglich eine Art von Resteverwertung überschüssiger Bandbreite darstellt. Im Gegensatz zum Glasfasernetz der Deutschen Telekom wird das Breitbandnetz direkt in jedes einzelne Gebäude geführt. Im derzeit am besten ausgebauten Netz von Kabel BW in Baden Württemberg bedeutet dies beispielsweise, dass in der Wohnung des Kunden ein Anschluss mit einer Bandbreite von 4000 MBit pro Sekunde zur Verfügung steht. Es ist einleuchtend, dass es für Unternehmen, die hunderte von digitalen und analogen Fernsehkanälen in jede Wohnung liefern, relativ unproblematisch ist, einige MBit pro Sekunde an Bandbreite für eine Internetverbindung abzuzweigen. Kabel BW bietet Internetanschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde an. Insbesondere Kunden, die ohnehin schon die TV-Angebote der Kabelprovider nutzen, profitieren auch in der Preisgestaltung von dem geringen Mehraufwand, den der Internetanschluss für den Provider bedeutet.

VDSL kann mit den 100 MBit pro Sekunde derzeit nicht mithalten, die schnellsten in angebotenen Anschlüsse bieten eine Internetbandbreite von 50 MBit pro Sekunde. Die Glasfasernetze könnten deutlich mehr, aber zwischen ihnen und den Hausanschlüssen der Kunden befinden sich Kupferleitungen, die den Flaschenhals dieser Technologie darstellen. Bereits nach ca. 900 Metern bleibt von der ursprünglichen Bandbreite nur noch ungefähr die Hälfte übrig. Häufig sorgen alte Telefonleitungen auch dafür, dass überhaupt kein DSL Anschluss verfügbar ist. In etwas mehr als 50 Städten kann heute VDSL genutzt werden, wobei es von Haus zu Haus unterschiedlich ist, wie viel von der theoretisch möglichen Internetbandbreite von 50 MBit pro Sekunde tatsächlich zur Verfügung steht.

Wo weder Internet via TV-Kabel noch VDSL verfügbar ist, bleibt nur DSL. Abhängig von der geografischen Lage ermöglicht dies Internetbandbreiten zwischen 2 und 20 MBit pro Sekunde. Versorgungslücken, in denen heute nicht einmal DSL verfügbar ist, werden sehr wahrscheinlich demnächst mittels DSL via Funk geschlossen werden. Die Versteigerung der dafür frei gegeben Funkfrequenzen soll voraussichtlich Anfang 2010 erfolgen.









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