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Kategorie: Politik
Meinungen, Ansichten jenseits des Mainstreams. Worte zu Ende denken. Was sagt der Politiker, was meint er? Was wollen uns die Medien sagen? Und was meinen beide wirklich.
Nachrichten aus dem RSS-Feed: heut schon gedacht?
Wo stehen wir?02.09.2010, 12:42 | vor 4 Stunden
Das
Hamburger Abendblatt kommt in meinen Augen zu absonderlichen Aussagen bezüglich Sarazzin (jetzt hab ich den Kerl mal richtig geschrieben).
Viele Menschen in unserem Land teilen still die Übereinkunft, dass man, anders als beispielsweise Amerikaner, Franzosen oder Dänen, positive Heimatgefühle zu verleugnen hat. Weil Hitler "Doitschland" schrie und 60 Millionen Menschen dafür sterben mussten, tun wir heute bei jeder Auslandsreise so, als kämen wir aus Schweden, Irland oder Holland.
Also ich habe noch nie negative Erfahrungen als Deutsche im Ausland gemacht. Es kommt natürlich darauf an, wie man den Menschen in anderen Ländern gegenübertritt. Wenn man als Großmann ihnen deutsche Segnungen aufdrängen will, muss man sich nicht wundern, wenn man unbeliebt wird. Oder wenn man meint, nur in Deutschland wird alles richtig gemacht, dann ebenso wenig. Wieso sollte ich verleugnen, dass ich Deutsche bin? Ich bin kein Duckmäuser, wie wahrscheinlich die Redakteure des Hamburger Abendblattes.
Wäre es nicht wünschenswert, Gesetze, wie wir sie über Menschenrechte und Staatsgewalt kennen, würden auch in Syrien, Iran oder Somalia gelten?
Sicherlich, aber muss deshalb unsere Regierung die Menschenrechte von bestimmten Schichten und Personengruppen verletzten, nur weil anderswo die universellen Menschenrechte nicht so anerkannt werden, wie wir das jeden Menschen wünschen würden? Müssen wir uns deshalb auf andere berufen? Schauen wir nicht auf andere, machen wir es selbst besser.
Und dass unsere Kultur eine Leitkultur sein könnte, das weisen wir laut entrüstet weit von uns. Wieso eigentlich?
Wieso sollte überhaupt irgendeine Kultur "Leitkultur" sein? Jede Kultur hat etwas Fantastisches einzubringen. Vieles wäre in unserer westlichen Welt OHNE den Orient nicht denkbar. Wir sollten uns alle, auch die Menschen des Orients, daran erinnern und stolz darauf sein.
Und wenn ich an Kultur im engeren Sinne nachdenke. Auf Comedy bin ich wirklich nicht stolz. Auf Telenovelas und Dokusoaps auch nicht. Und das wird uns ja jetzt als Kultur vermittelt. Das brauchen wir nicht. Auf der anderen Seite geht Kultur an uns vorüber, weil Theaterstücke, egal ob Schauspiel oder Oper, in die neue Zeit adaptiert wird und dadurch aus einem logischen Zusammenhang herausgerissen werden. Das zeigt uns wiederum, dass diese Art Kultur und deren Kulturschaffende uns nicht zutrauen, selbst Schlüsse und Parallelen zu ziehen für unsere heutige Zeit.
Kultur und die Deutschen. Schafft unsere Regierung - egal auf welcher Ebene - sie nicht gerade ab, indem sie mit ihrer Schuldenbremse der Kultur die Gelder entzieht? Besudelt nicht unsere Regierung - egal auf welcher Ebene - nicht gerade unsere Kultur, weil sie sie dem Profitgedanken unterzieht? Kultur ist kein Auto!
Thilo Sarrazin hat ein Buch zum Thema Deutschland und seine (muslimischen) Einwanderer veröffentlicht, hat Statistiken interpretiert und Thesen entwickelt, die diskutiert werden sollten und müssten. Und hat damit einen heftigen öffentlichen Diskurs ausgelöst. Empörung, so haben wir gerade erneut gelernt, tritt immer dann ein, wenn Tabus gebrochen werden. Wenn Themen angesprochen werden, die besser ein untergründiges Dasein führen sollten oder über die man nur in genau festgelegten Worten reden darf. Wenn Fakten auf den Tisch kommen, die zwar lange bekannt sind, die Gutmenschen oder Erregungsdemokraten - wie sie gestern die "Süddeutsche Zeitung" nannte - jedenfalls Menschen, die von der Warte moralischer Überlegenheit aus die Welt beurteilen, sofort als Stammtisch einordnen und die deshalb nicht ausgesprochen werden dürfen. Es sei denn, man wolle in die rechte Ecke gestellt werden. Was für ein Totschlagargument! Zudem, wenn Stephan Kramer, der dem Zentralrat der Juden in Deutschland angehört, sekundiert und dem Urheber und Provokateur Sarrazin rät, er möge "in die NPD" eintreten. Schlimmer geht's nicht.
Das Hamburger Abendblatt unterschlägt wohlweislich, dass Sudel-Sarrazin oft mit falschen Zahlen herumjongoliert. Das Hamburger Abendblatt unterschlägt wohlweislich, dass Sarrazin genau das vorschlägt, was der "Lebensborn" im 3. Reich war. Und ja, Sarazzin schlägt faschistische Töne an.
Ich würde dem Schreiberling mal empfehlen, in Dokumenten des 3. Reiches herumzustöbern, in den Asozialen Gesetzen, in den Rassegesetzen. Es ist schon schlimm genug, dass Deutschland in einigen Gesetzen sich diese zum Vorbild genommen hat. Aber das scheint einem Sarzzin noch nicht genug zu sein.
Das Hamburger Abendblatt spricht immer von Menschenrechten. Wie wär's, wenn diese auf alle angewendet werden, auf alle in Deutschland lebenden Menschen. Es gibt keine geteilten Menschenrechte.
Sicherlich, es gibt Probleme, auch mit Einwanderern, die man aber nicht dadurch löst, dass man ganze Schichten und Bevölkerungsgruppen beleidigt und das auch noch mutig nennt.
Und ja, ich fühle mich durch Sarazzin beleidigt und genau an dieser Stelle, schäme ich mich, dass er ein deutscher Landsmann ist. Ich schäme mich weiterhin dafür, dass deutsche Journalisten so schlecht ausgebildet sind und so doof sind, Zusammenhänge zu erkennen und zu hinterfragen. Ich schäme mich für deutsche Journalisten, dass sie keine mehr sind, sondern nur Lohnschreiberlinge, ohne ein eigenes Hirn.
Ach, was ist mir neulich passiert: Im Einkaufscenter sagte mein Mann etwas lauter, als eine aufgetakelte Toussi aus einem Geschäft mit Einkaufstüten herauskam und sofort an ihrem Handy herumfingerte: Hirn ausschalten, Handy einschalten. Daraufhin die Frau: Ich habe kein Hirn! (Das ist wahr)
Ist das nicht bezeichnend für unsere Gegenwart?
20 Jahre Wiedervereinigung?02.09.2010, 10:04 | vor 7 Stunden
20 Jahre - das schon. Aber Wiedervereinigung? Das eher nicht. Das uns Wesensfremde kam über uns wie ein Tornado und hat alles das weggefegt - unwiderbringlich - was ich damals nicht so sehr geschätzt habe und heute vermisse.
Ich leiste der DDR-Kartoffel Abbitte. Was habe ich über deren schwarzen Flecke geflucht, über all das was ich immer wegschneiden musste.
Was habe ich heute? Eine geschmacklose Industriekartoffel, die hohen Ertrag bringt, weiter nichts. Die vielleicht gut für Pommes ist, für anderes nicht. Eine gelbe, mehligkochende, schmackhafte Kartoffel? Wo gibt es die noch. Und - die schwarzen Flecke sind immer noch dran. Und das Schönste: Die winzigen Futterkartoffeln werden als Gourmetkartoffeln angeboten.
Ich leiste dem DDR-Apfel Abbitte, allen Sorten außer dem Gelben Köstlichen! Es gab ihn nicht so oft. Es gab ihn im Prinzip nur während seiner saisonalen Zeit. Er hatte auch Flecken und manches Mal eine Made. Es gab verschiedene Sorten, die auch unterschiedlich schmeckten.
Was habe ich heute? Einen geschmacklosen Industrieapfel. Er sieht rund, groß und gut aus. Er glänzt, hat keine Flecke, keine Maden. Manches Mal gibt es auch noch Kornäpfel aus Frankreich, die nicht wie Kornäpfel schmecken und manches Mal gibt es noch die Goldparmäne, die nie und nimmer wie eine schmeckt. Sie sind wässrig und fad. Es gibt auch verschiedene Sorten - Standardsorten, die irgenwie alle gleich schmecken. Gottseidank gibt es auf unserem Bauernmarkt Anbieter, die die alten DDR-Sorten noch im Angebot haben, fleckig und hin- und wieder mit einer Made.
Ich leiste der DDR-Tomate Abbitte. Es gab sie nur zur Tomatenzeit. Sonst nicht. Dann hatte man sie uns hinterhergeschmissen. Aber sie schmeckte nach Sonne und nach noch viel mehr.
Was habe ich heute? Täglich Tomaten im Geschäft. Täglich rote Dinger, die nur so tun, als ob sie Tomaten wären, aber nur den Namen und das Aussehen vortäuschen, egal zu welchen man greift. Bio schmeckt auch nicht besser.
Ich esse kaum noch Äpfel, seltener Obst. Das unreif geerntete? Es konnte nie Geschmack entwickeln. Wieso boykottieren die Menschen das Zeugs nicht? Wissen sie nicht mehr, wie gutes Obst schmecken muss?
...
Ich vermisse meine Sprache. Man redet in süddeutschen Begriffen seit 20 Jahren bei uns. Die Verkäuferinnen wissen nicht, dass es in Leipzig nie Zwetschgenkuchen gab. Hier hieß er immer bodenständig: Pflaumenkuchen und war immer mit Streußeln. Die Zwetschge war hier immer die Hauspflaume.
Welche Verkäuferin kennt heutzutage noch einen sächsischen Bienenstich? Den gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch den Wessi-Bienenstich, der überhaupt nichts mit einem sächsischen gemein hat. Einzig die Eierschecke hat überlebt.
Rinderhack ist Geschabtes, Schweinehack ist Gehacktes. Welche Verkäuferin weiß das heute noch? Nicht mal die Älteren wollen sich daran erinnern. Bei uns heißen Brötchen weder Semmeln noch Schrippen, es sind Brötchen! Nichts anderes.
Wieso hat man das geändert?
Wieso schämt man sich bodenständig zu bleiben? Nur, weil es eine neue Zeit ist? Muss ich mich dieser auch sprachlich anpassen?
Wir sind das Volk29.08.2010, 11:00 | vor 4 Tagen
Das stimmt schon. Nur wem interessiert's? In Stuttgart wird gerade wieder von den Herrschenden demonstriert, dass ihnen das Volk egal ist.
Sollen die nur demonstrieren, sich aufregen, mit Abwahl der Landesregierung drohen ... Wen interessiert's? Die Gewinneeinstreicher gewinnen immer, egal, wer an der Regierung ist.
Da soll nun ein DENKMALGESCHÜTZTER Bahnhof abgerissen werden. Man beginnt schon damit. Wen interessiert's, dass der denkmalgeschützt ist? Den Gewinneeinstreichern ist's total egal.
Nur wenn in der DDR irgend etwas abgerissen wurde. Dann wird's interessant. Dann waren das die bösen Kommunisten, die Stalinisten, die Diktatoren, die keine Achtung vor nichts haben. Die keine Kirchen dulden, die Kirchen abreißen müssen.
1968 war's in Leipzig, als eine große Masse von Leipzigern den Abriss der alten Universitätskirche missbilligten. Die Kirche wurde abgerissen! Egal wie die Leipziger darüber dachten.
Der Stuttgarter Bahnhof wird abgerissen, egal wie die Stuttgarter darüber denken.
Wo liegt jetzt der Unterschied?
Ganz einfach. In Leipzig hat das die DDR verbrochen. Und jetzt muss mit 400 TEUR aus Steuermitteln dafür ein Denkmal her, dass die Kommunisten sich den Abriss einer Kirche erlaubt haben.
Und in Stuttgart? Da sind es die Deutschlandbesitzer, die einen Reibach erwarten. Die wieder mal Steuergelder für sich reklamieren. In Schulen? Kindergärten? In marode Straßen? Na soweit kommt es noch, dass Steuergelder für Krethi und Plethi eingesetzt werden. Die Besitzer wollen alles, bekommen alles. Das ist doch etwas völlig anderes. Die können doch nicht mit der DDR gleichgesetzt werden.
Achja? Warum nicht? Wenn zwei das gleiche tun, ist es dasselbe!
Und die Politiker? Die machen mit, wollen Ruhm ernten. Sie wollen sich wie Sonnenkönige verewigen. Sanierte Schulen bringen keinen Ruhm, meinen sie. Da muss schon etwas Spektakuläres her.
Da muss eine Frauenkirche in Dresden wieder aufgebaut werden. Aus Spendengelder, wie man uns Sachsen suggeriert hat. Wenn sie wirklich aus Spendengelder wieder aufgebaut worden wäre, würde sie noch nicht fertig sein. Das beste Beispiel hierfür ist in Barcelona die Gaudi-Kirche "Familia Sagrada", die wirklich nur mit Spendengeldern gebaut wird. Man hat lange vor der Dresdener Frauenkirche an ihre gebaut und man baut immer noch und wird noch viel länger an ihre bauen.
Da muss in Leipzig ein City-Tunnel her. Ein Faß ohne Boden an Kosten. Herr Tiefensee wollte sich damit ein Denkmal setzen. Er klopfte sich an die Brust und meinte, dass er das vollende, was frühere Generationen träumten. Nur, frühere Generationen wussten um den Untergrund in Leipzig und bauten deshalb den City-Tunnel nicht. Sie kannten noch das Verhältnis Aufwand zu Nutzen.
Da soll in Berlin ein preußisches Stadtschloss wieder aufgebaut werden. Ein Stadtschloss! Das ist ja nun wirklich etwas Innovatives, ein in die Zukunft zeigendes Projekt.
Es ist die Spitze dessen, was sich Absolutismus nennt. Unsere Politker träumen von Ludwig XIV. Sie wollen auch so wie er sein. Und Absolutismus will missionieren. Deshalb werden in der ehemaligen DDR Kirchen mit Steuermitteln gefördert. Dieses mehrheitlich atheistische Volk muss wieder heimgeholt werden in den Schoß der Kirche.
Was sind dagegen schon renovierte Schulen, erbaute Kindergärten, mehr richtige Jobs im öffentlichen Dienst? Damit kommt man nicht in die Geschichtsbücher. Und sie wollen damit in die Geschichtsbücher, die Politiker. Ihre wurmähnliche Existenz aufwerten.
Und die Geschichte? Die wird über die Narren laut lachen.
Den Deutschlandbesitzern ist's egal. Sie wissen wer sie sind, sie wollen nur verdienen. Sie sind nur Kofmichs, mehr nicht.
Und wir? Wir wurden zum Bodensatz degradiert. Über unseren Willen kann man lächelnd drüberweglatschen.
Ich hoffe, die Stuttgarter haben eine lange Puste.
Hörbücher unserer Zeit28.08.2010, 15:47 | vor 5 Tagen
Bei Vorleser-Net kann man kostenlose Hörbücher herunterladen.
Ich möchte heute auf Samuel Meffire aufmerksam machen. Er beschreibt in seinen Büchern eine vielleicht nicht allzuferne Zukunft Deutschlands, dann wenn Deutschland den Bach heruntergegangen ist. Seine Sprache ist direkt, hart und doch fantasievoll sowie gegenwartsbezogen. Er spinnte den Faden einfach weiter, was wird, wenn unsere Regierung den eingeschlagenen Weg weitergeht. Einfach mal reinlesen.
Samuel Njankouo Meffire, geb. 11. Juli 1970 in Zwenkau bei Leipzig. Nach Leistungssport und sozialem Engagement Fachschulaus- bildung Kriminalistik und Arbeit für die Polizei in Sachsen, wurde zum landesweit bekannten Gesicht einer Werbekampagne gegen Ausländerfeindlichkeit. 1992 quittierte er desillusioniert den Polizeidienst, beging mehrere Raubüberfalle und wurde zu fast 10 Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Haftentlassung engagierte er sich mehrere Jahre in der Arbeit mit schwerstauffälligen Jugendlichen und wurde zum Protagonisten der international erfolgreichen Film-Dokumentationen "Dreckfresser". Heute sieht er sich selbst als "Ex-Held, Ex-Knacki und sprachbegabten Autodidakten".
Der Westen war das andere deutsche Universum geworden. Hinter der Interzonengrenze, hinter einer sechs Meter hohen Mauer aus Beton, hinter Stacheldrahtverschlägen und Sperrlinien mit Kettenhunden ... lag eine Welt ohne Flüchtlingsmassen und Bürgerkriegswahnsinn. Im Westen der Republik lebte man in einem anderen Jahrhundert, in einem anderen Jahrtausend. Doch es war ein brüchiger Frieden … Willkommen in meiner Welt!
UNSEREFEINDE - Der geheime Krieg
… die Kanzlerin erklärte übernächtigt im Frühstücks-Fernsehen die Sparguthaben wären sicher. Darauf gäbe sie ihr Wort. Sie persönlich. Sie beschwor den Moderator. Dann die Kamera. Versuchte zu lächeln. Der Versuch wurde zu einer Fratze. Alles klang nach einem dieser Front-Erfolgsberichte aus Irgendwo, wo sich unsere Truppen siegreich aus umkämpften Gebieten umformierten. Waffen, Gerät und gefallene Kameraden zurücklassend. Gebiete, zweimal so groß wie Belgien …
UNSEREFEINDE - Der Preis der Freiheit
Unruhen im Ruhrpott. In Aachen. Unruhen in Köln. … Im Newsflash zeigen sie brennende Barrikaden und Steinewerfer … unsere Feinde tragen keine Uniformen, folgen keiner Flagge, fühlen sich frei. Frei von jeder Regel … Wie lange wird das alles so gehen? Marodierende Vielvölkerbanden von Halbstarken und Vorstadt-Hooligans gegen den hilflosen Kleinbürger-Spasmo. Sie führen ihren pseudoheiligen Vernichtungskampf gegen die längst besiegte Demokratie …
UNSEREFEINDE - Die Bruderschaft
… In umgebauten Fabrikanlagen warten auf die Besucher üppige Mahlzeiten. Und klassische Musik. Wundervoll. Und dann grillt ihnen eine Hochleistungsmikrowelle das Leben aus dem Schädel. So wird aus dem Fleisch von Band-Arbeiter Wolfgang und Lotte-Oma wieder etwas von Wert gemacht. Aus kleingehackten Armen, Beinen und Mösen werden nun Diesel und Straßensalz. Der Tod ist zu einem Topunternehmer geworden. …
UNSEREFEINDE - Das Tribunal
… Eine pilzartige Aschewolke stieg 60 km in die Höhe … und jeder Atombombentreffer hätte sich daneben ausgenommen wie ein Kindergeburtstag. Es war ein Tag im April. Ein Sonnentag. Sonne schien auf das Ende aller Dinge. Bis die Asche sich über den Tag legte. Und der Tod begann mit einer sehr langen Nachtschicht. …
Der gewöhnliche Rassismus25.08.2010, 09:22 | vor 8 Tagen
"Also, der Facharzt bei dem ich gestern war, war so kurz angebunden und so desinteressiert."
"War's ein Ausländer?"
- Mund auf, Mund zu, Stille, Sprachlosigkeit - Kein erfundener Dialog -
Wieso kam die Frage nach dem Ausländer? Sind alle Deutschen Ärzte so wie die in der "Sachsenklinik" oder in anderen Arzteserien?
Ausländer drängen uns Deutsche an den Rand. Die wissen ganz genau, was sie sich vom Staat holen können.
Nun das liegt wohl nicht an dem Ausländer, sondern an jeden Einzelnen selbst, wie gut er sich kundig über die geltende Gesetzeslage macht und seine gesetzlichen Rechte wahrnimmt.
Die sind bei uns, weil sie in ihrem Land einen deutschen Schäferhund hatten. Letzteres sagt man den Russlanddeutschen nach.
Ausländer lungern abends am Bahnhof herum, so dass man als Deutscher Angst haben müsse und sich im eigenen Lande bedroht vorkäme.
Man muss nur nachfragen und dann kommt raus, dass nichts dahinter steht, dass noch nie ein Ausländer diesem Deutschen zu Nahe gekommen ist, nicht annähernd in seinen Fluchtbereich.
Ausländer nehmen uns unsere Betriebe/Arbeitsplätze weg.
Nun, der Türke von nebenan oder der Russlanddeutsche kann wohl nichts dafür, dass das Kapital global ist. Er leidet ebenso darunter. Und der Tscheche, der Pole oder der Chinese bei dem die vernichteten deutschen Arbeitsplätze auferstehen, kann es nicht ändern und muss selbst überleben.
Lieber Deutscher, die Zielrichtung war wohl falsch. Der Verursacher steht auf der anderen Seite, auf der Kapitalseite. Er missbraucht dich als Humankapital und wirft dich weg, wenn er es für richtig hält. Nationalitäten spielen für ihn keine Rolle.
Ausländern sieht man es schon an, dass sie gar nicht arbeiten wollten und dass sie nur hier seien, weil sie hier wie die Made im Speck leben könnten.
Mit H4 wie die Made im Speck. Ach wie beneide ich die Made, der geht es besser.
Es gibt keine Arbeitsplätze? Nun das stimmt schon, aber wer qualifiziert sei, der bekäme immer Angebote. Es gibt ja so viele Stellenanzeigen in den Zeitungen und Fachkräfte werden doch gesucht. Das höre man immer wieder.
Und wenn man es bei Lichte betrachtet: Der Sarazzin hat doch Recht. Ich habe das schon so lange auch gesagt. Das musste doch mal öffentlich gemacht werden.
Was? Hitler hat Ähnliches gesagt? Was? Das wäre Faschismus? Nun, dann bin ich eben ein Faschist.
Und das kommt heutzutage manchen recht leicht von den Lippen. Ist das nicht erschreckend
Ausländer sprechen so laut. Der öffentliche Raum gehört nur ihnen. Sie rotten sich in Grüppchen zusammen und machen Lärm.
Lärm. Das ist das schlimmste für viele Deutsche. Lärm machen!
Nur wenn man selbst lärmt, dann ist das in Ordnung, z. B. in einem Plattenbau in den Abendstunden weit nach der öffentlichen Bohrzeit, wenn man aus seinen Wänden Schweizer Käse macht, dann ist das richtig. Schließlich rücken Ausländer früh um 7 auch schon Möbel in ihrer Wohnung. Man stelle sich das mal vor. Früh um 7 - Möbelrücken und das als Ausländer! Also, da kann ich als Deutscher doch allemal das ganze Haus und die Nachbarhäuser rechts und links beim Abendbrot nerven. Das steht mir schon rangmäßig zu. Schließlich bin ich Inländer.
Sie saugen uns aus. Wir verdienen das Geld und die nehmen es sich. Holen ihre ganze Sippe zu uns und wir ernähren sie, wir die Deutschen!
Nein, gegen Ausländer habe ich wirklich nichts. Das habe ich nie gesagt. Wenn sie sich angepasst haben - man meint assimiliert - dann ist nichts gegen die einzuwänden.
Aber man stelle sich vor. Die nehmen im Supermarkt immer keinen Einkaufswagen, halten alles in den Händen und lassen es dann einfach auf's Band fallen. Nun, das gehe doch wohl wirklich nicht.
- Zusammenzucken - ich mache das manches Mal auch - bin ich noch Deutsche? -
Gegen Ausländer? Iwo, gegen die habe ich ganz sicher nichts. Sie müssen nur Deutsche sein. Ich passe mich doch im Urlaub auch deren Landessitten an.
Ach ja? Wirklich? 14 Tage oder kürzer oder länger in einem fremden Land. Hut ab vor denjenigen, der niemals in ein Fettnäpfchen tritt, der immer weiß, was dann die dortigen Inländer für Sitten und Gebräuche haben, was sie schicklich und unschicklich finden. Mal von den Ballermännern ganz abgesehen.
Sicherlich ist das Zusammenleben zwischen verschiedenen Kulturen nicht immer einfach. Man ist anders aufgewachsen, hat andere Ideale, andere Vorstellungen vom Familienleben und ... und ... und ... Dann kommen oft noch religiöse Dogmen ins Spiel, die ein Zusammenleben auch nicht gerade förderlich sind.
Aber letztendlich sind wir alle Menschen! Wir wollen alle mehrheitlich in Ruhe und Frieden leben, unser kleines Glück suchen und finden. Und ja, wir sind alle verschieden. Nur jeder muss sein eigenes Leben leben. Ich muss meines leben und finde andere oft unverständlich und irgendwie komisch sowie mich andere unverständlich und vielleicht irgendwie komisch finden, egal ob Deutsche oder Nichtdeutsche.
Und wenn wir ganz ehrlich sind: Ist es nicht nur Zufall, dass wir gerade hier zusammenleben in einem Land, was sich zufällig Deutschland nennt? Uns eint doch eigentlich nur der Pass. Sind unsere Wurzeln alle gleich? Woher stammen wir? Sind wir ein Völkerwanderungsüberbleibsel einer anderen Ethnie? Wer kann das schon wissen? Wer kennt schon seine Ururururur-Ahnen?
Letztendlich sind wir alle Afrikaner!
(Die Vorurteile gegen die Nichtdeutschen wurden so alle mir gegenüber geäußert)
Lachnummer SPD24.08.2010, 11:55 | vor 9 Tagen
Die Medien überschlagen sich mit ihren Meldungen wegen einer Kursänderung der SPD in Sachen Rente mit 67. Sie sehen gar einen Kompromiss zwischen dem "linken" und dem rechten Flügel der SPD. Lächerlicher geht es nicht mehr.
Der "Kompromiss" sagt, dass, wenn wir zum Nordkap fahren wollen, wir uns nicht mehr in Deutschland ins Flugzeug setzen und nach Norwegen düsen, sondern wir machen erst einen Abstecher in Spanien. Das Ziel bleibt gleich - Nordkap. Ähm, Rente mit 67.
Der größte Schenkelklopfer ist dabei, dass eine Bedingung der Rente mit 67 ist, dass eine bestimmte Anzahl von Älteren auch Arbeit finden.
Nun gut, das ist wohl die leichteste Übung. Man sollte mal Frau von der Leyen fragen, wie sie die Statistik getrickst hat. Sie kommt ja schon auf eine überwältigende Zahl von berufstätigen Senioren. Welche Berufstätigkeit wird dabei geflissentlich verschwiegen. Ein Stundenjob wird wohl den Älteren nicht helfen. Da wird nichts in die Rente gezahlt und wir sind wieder auf dem Armutsast, auch wenn wir bis 70 irgend etwas dämliches Schaffen, z.B. Prospekte austragen, die eh niemand braucht und sofort entsorgt oder gar nicht erst annimmt.
Die SPD ist heilfroh, dass sie nicht ihre hirnrissige "Kursänderung" in der Regierung umsetzen muss. Sie denkt, Kosmetik hilft und die Leute jubeln ihnen jetzt zu. In Wirklichkeit will sie doch gar nichts ändern, was sie einmal für richtig angesehen hat - die Rente mit 67.
Überlegen wir mal weiter. Ein Grund, warum das Dogma Rente mit 67 nicht abgeschafft werden wird, sind anfallende Rentennachzahlungen. Es ist ja nicht so, dass die Rente mit 67 erst ab einem bestimmten Datum plötzlich greift, wie man das immer so hört. Wer jetzt in Rente geht, ist schon stufenweise je nach Jahrgang hochgestuft worden. Niemand kann mehr mit glatt 65 Jahren offiziell in Rente gehen. Jeder hat, je nachdem, wann er geboren worden ist, ein paar Monate länger bis zur Rente. Da die Wenigsten bis zur offiziellen Rente arbeiten können, haben die Mehrzahl der Rentner auch mehr Abschläge zu verkraften. Schafft man die Rente mit 67 wieder ab, muss man dementsprechend die Abzüge vergüten, die dann unrechtmäßig einbehalten worden sind.
Also, alles nur Theater. Die SPD geht auf Stimmenfang. Hoffentlich fällt niemand darauf rein.
Nun wissen wir es wieder ganz genau23.08.2010, 08:30 | vor 10 Tagen
Wir haben es doch immer gewusst und die Wahrheit darf ja mal gesagt werden.
Es ist richtig, dass nun auch diejenigen Erziehungsgeld erhalten sollen, die zu ihren Minilöhnen noch durch uns einen Betrag erhalten - die Aufstocker. Wo kämen wir denn hin, wenn wir diese fleißigen Menschen "Hauptsache Arbeit" mit dem faulen Pack der Hartzis gleichstellen wollten.
Die haben sich doch in ihrer Faulheit eingesponnen, liegen fett und träge auf dem Sofa vor dem Fernseher und sehen das für sie bestimmte Programm, genehmigen sich dazu ihren Alk und futtern Pommis. Die kommen nicht vor Mittag aus dem Bett (der größte Vorwurf, dass sie ausschlafen können, als ob dass das Wichtigste der Welt wäre). Deren Kinder sind auch nicht viel besser. Schauen Sie sich doch mal deren Brut an. Hocken nur vor der Spielekonsole und ballern den ganzen Tag herum. Für so etwas ist ja bei denen immer Geld da. Man sieht es den Kindern regelrecht an. Sind selbst fett geworden. Keinen müden Euro haben deren Eltern für die übrig, damit sie Klavier spielen könnten. So, wie das brave Bürger ihren Kindern angedeihen lassen. Neee, es muss eben eine Konsole und ein Ballerspiel sein. Dazu mampfen die nur Chips.
Nein, die fleißigen, braven, die für 2,50 EUR in der Stunde 40 Wochenstunden schruppen, die Deutschland dienen, denen gehört unser Mitgefühl. Es wäre ja noch schöner, wenn die mit dem Pack gleichgestellt werden würden. Wir geben Geld nur den Fleißigen, den Propperen, den geduldigen Malochern. Richtig so!
Was sagen Sie? Sozialfaschismus? Das ist gar kein Pack, die HartzIV bekommen? Gut ausgebildete Leute wären das in der Mehrheit?
Ach, unsere Regierung sagt das aber anders. Und soll ich meinen Volksvertretern etwa nicht mehr glauben können?
(Frei bearbeitet nach einer Bemerkung, die Frau Schröder von sich gegeben hat)
Das Wichtigste der Welt21.08.2010, 13:03 | vor 12 Tagen
Die Medien überschlagen sich, die Menschen mit ihnen: Google Street View.
Es gibt nichts Wichtigeres als dieser Dienst. Alles andere rückt in die 2. Reihe.
Bravo, liebe Bürger! Das ist so richtig schön spießig. Das berührt die Masse. Ihre Hausfront mal nicht auf einer Postkarte oder in einem Zeitungsartikel, sondern bei Google. Igittigitt - bei Google. Man stelle sich das mal vor: Ein AMERIKANISCHER Konzern, ein US-amerikanischer. Und das bei uns. Viele kennen Google zwar nur als Namen, haben oft noch niemals irgendwelche Berührungspunkte mit diesem gehabt, aber, wenn die Medien davon berichten, ist es wirklich brandheiß. Und mal ehrlich. Wir haben doch genügend deutsche Datensammler, die zu unserem Innersten vordringen. Wozu benötigen wir noch Google? Seien wir doch mal so richtig deutsch!
Vergessen sind die Arbeitslosen, die wirtschaftliche Lage, denn nur ein Tor könnte den Zahlen diverser Statistiken glauben. Die Welt hat sich nicht geändert. Die USA haben schlechte Wirtschaftszahlen. China ist auch nicht mehr das Gelbe vom Ei. Dort sollen Gebäude als Bauruinen herumstehen. Und Europa? Nun Europa kann man vergessen. Europa spart. Wer spart, investiert nicht und kaufen kann er schon gar nicht. Woher sollen also die tollen Wirtschaftszahlen kommen? Vielleicht ist mal eine Reinvestition dabei. Gut, das kann sein. Und wie soll es weitergehen? Der Konsum? Nun da hat sich auch nichts geändert. Mehr Kosten, keine höheren Einnahmen. Wo soll also der Konsum im größeren Stil herkommen? Statistiken sind geduldig. Ich habe in der DDR hemmungslos Statistiken gefälscht, um mir keinen Ärger einzuhandeln. Meint jemand, dass es hier anders wäre.
Aber wir geilen uns an Google auf!
Interessiert es noch jemanden, dass man HartzIV-Kinder stigmatisieren will? Und die FDP wittert dabei noch das gute Geschäft. Zertifizierte Unternehmen sollen nach deren Lesart nur Nutznießer der sogenannten Bildungscard werden. Nicht etwa, dass der Student aus der Nachbarschaft, Kindern helfen könnte, das zu festigen, was die Lehrer in der Schule versäumt haben, zu erklären. Keine paar Kröten bleibt für eine Studentin, die Nachhilfe gibt, die das Wissen bei den Kindern vertieft, die etwas länger zum Verstehen brauchen. Die haben kein Lesegerät, die sind nicht zertifiziert. Und ein Lesegerät ist erforderlich! Na, da wird sich die entsprechende Industrie freuen. Lasst uns das letzte aus den Überflüssigen rausholen. Wenn von den Familien, die eine Bildungscard dann bekommen könnten, berichtet wird, dann sehen wir auf den Bildern dicke Mamas, die dicke Kinder an der Hand führen. Ja, so muss es sein. Schön die Vorurteile pflegen. Schön darauf hinweisen, dass das doch gar keine richtigen Menschen sind, die eigenverantwortlich leben können. Spießige Seele lache und freue dich. Du wusstest es doch schon immer.
Aber wir geilen uns an Google auf! Obwohl wir Kameras auf Plätzen, in Straßenbahnen, an Haltestellen, in Bussen, auf Bahnhöfen, in öffentlichen Gebäuden und wer weiß wo sonst noch haben.
Wir geilen uns an Google auf! Obwohl wir eine lebenslange Steuernummer gerade erhalten haben, brav unser Fingerabdrücke für einen neuen Personalausweis, für einen Reisepass bei der Stadt (!) abgeben, obwohl unsere Einwohnermeldeamtsdaten schon verkauft worden sind, unsere Kontendaten wer weiß wo rumschwirren und wenn wir Auslandsüberweisungen haben, die Info darüber in den USA landet. Nur bei Auslandsüberweisungen? Und nur in den USA? Weiß das jemand so genau? Es wird gesammelt, mit wem wir, wielange und wo telefoniert haben, egal ob Handy oder Festnetz, an wen wir eine Mail schicken usw. usf. Deutschland sammelt. Viele haben Payback, um überteuerte Sachen angeblich günstiger durch Punktesammeln kaufen zu können. Viele haben Apps, falls wir ein Handy haben. Darunter sind auch Apps, die anzeigen, wo sich unsere Freunde gerade aufhalten. Hat das BND auch so eine App? Sicherlich. Wir machen im Kleinen, was andere im großen Stil machen. Darüber sollten wir uns immer im Klaren sein. Sind Apps überhaupt Einbahnstraßen? Weiß das jemand mit Sicherheit?
Aber wir geilen uns an Google auf!
Ein schönes Thema, was prima davon ablenkt, dass wir schon längst in einem Überwachungsstaat leben. Der uns auch durch die Medien vorschreibt, was wir über wen zu denken haben.
Nur, wir geilen uns an Google auf! Wie angenehm für die Herrschenden.
Deutsche Sprache - schwere Sprache20.08.2010, 11:56 | vor 13 Tagen
Merkel bei ihrem Besuch der Energiebörse. Ich habe mir den Satz nicht in seiner Gänze gemerkt. Aber ein Stück spricht schon für sich: Die Energiepreise werden an der Energiebörse
IDENTIFIZIERT. (Schnenkelklopf)
Schönheit sieht anders aus20.08.2010, 11:47 | vor 13 Tagen
Was wird da den Frauen für ein Bild suggeriert, wie sie auszusehen haben, ging es mir gestern durch den Kopf als ich einschlägige "Nachrichten" - Nachrichten sind ja heutzutage mehr als eng mit Boulvard verknüpft - sah.
Angelina Jolie - die Hollywood-Schönheit schlechthin. So wurde sie hingestellt. So wurde sie uns Frauen vorgestellt. So sollen direkt oder indirekt junge Mädchen beeinflusst werden, ihren Körper zu formen.
Was sah ich? Nein, ich sah keine Schönheit. Ich sah ein klapperdürres Gestell, ein abgemagertes Gesichtchen, kein Feuer in den Augen, keine sprühende Lebensfreude, ein Lärvchen mit geschäftsmäßigem Lächeln. Ein Lächeln eben, was man in x-Variationen in jedem Hochglanzmagazin oder auch in jeder popeligen Frauenjournaille sehen kann. Ein gekauftes Lächeln ohne innere Wärme. Mir tun ihre Kinder leid.
Die Kleidung, die A. Jolie trug, war locker-flockig. Sie sollte eine KZ-Gestalt verhüllen. Das war deutlich zu sehen, wenn man es denn sehen wollte.
Was haben wir im Westen doch für ein verqueres Bild von Schönheit!
Leipzig = Las Vegas19.08.2010, 17:01 | vor 14 Tagen
Leipzig. Die Leipziger Energiebörse EEX hat das erfolgreichste erste Halbjahr ihres zehnjährigen Bestehens hinter sich und will weiter nach oben. In den kommenden fünf Jahren soll die einzige deutsche Börse für Energieprodukte zur führenden Energiebörse in Europa aufsteigen. „Es müsste wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht weiter nach oben gehen würde“, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Bernd Menzel am Donnerstag bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Die EEX hat derzeit 256 Handelsteilnehmer in 22 Ländern.
LINK
Na, da können'se aber stolz sein. Die Börse ist zwar unnötig wie'n Kropf, aber es wir gejubelt. Man hat Gewinne generiert wie verrückt. Gewinne wovon? Und wer? Was wird dort gemacht?
Wenn wir es ganz simpel betrachten, wird ein fertiges Produkt in ein Spielcasino gebracht. Dort hinein kommen täglich irgendwelche Spielertypen, die um das dortige Produkt rangeln und zocken.
Nichts würde passieren, wenn der Warenkreislauf vom Anbieter zum Kunden direkt gehen würde.
Aber nein, da muss eine Zwischenstufe eingebaut werden - nicht mal eine seriöse. Da muss gezockt, die Preise in die Höhe getrieben werden. Ist es Nervenkitzel? Ist es Geldgier? Oder was ist es, dass ein Gemeingut den Spielern zum Fraße hingeworfen wird? Und dann klopfen sich irgendwelche Heinis auf die Schultern. Der dumme Bürger muss ja zahlen, das Produkt und den Zockergewinn einiger Weniger. Und das soll nun erfolgreiche Wirtschaft sein?
Da wünschte ich mir einen Jesus zurück, der die Wucherer vor dem Tempel weggejagt hat. Nur, würde der nicht sofort als Linksradikaler eingestuft werden?
Sie leben mitten unter uns, die Sarazzins - Teil 318.08.2010, 13:52 | vor 15 Tagen
"Armut gibt es auch hier", hat Mama gesagt und das stimmt. Ich habe selbst schon Kinder gesehen, die an der Kaufhalle stehen und mit ansehen müssen, wie ihre Eltern das ganze Geld für Alkohol ausgeben, obwohl doch vielleicht der Kühlschrank aufgefüllt werden müsste." Blogartikel
Das habe ich vor einiger Zeit - im Juni - geschrieben. Bisher hatte sich Grün-Ass in Schweigen gehüllt, aber mein Nichtlockerlassen hat endlich eine Reaktion veranlasst. Meine Linksammlungen zum Thema "Armut in Deutschland" haben sicherlich genervt.
Hier die Reaktion:
...,
nachdem sie nun schon einige mails an die redaktion geschickt haben, die eigentlich alle an mich als verfasser des von ihnen kritisierten leitartikels im juni-heft gingen, möchte ich zumindest kurz darauf reagieren. leider fehlt mir die zeit, auf all ihre fragen, bzw. anschuldigungen dezidiert einzugehen.
nur so viel: es ist mir als alleinerziehende mutter und langjährige sozialhilfebezieherin durchaus bewusst, dass es armut in dtl. gibt (ein aufenthalt in indien hat meine definition von armut im übrigen sehr verändert - dort müssen die menschen im unterschied zu hier tatsächlich im müll nach essbarem suchen) und dass nur ein bruchteil der hier von finanzieller armut betroffenen menschen zusätzlich alkoholkrank ist, der seine sucht an diversen öffentlichen plätzen der stadt auslebt.
ich möchte mich jetzt nicht in aller ausführlichkeit darin ergehen, wie redaktionelle arbeit funktioniert und wie ein text entsteht, der nicht nur informativ, sachlich korrekt, kurz, prägnant sondern darüber hinaus auch noch lesbar geschrieben sein sollte. es ging in diesem leitartikel um den kindertag im allgemeinen. dabei wollte ich in einfachen worten die situation der kinder weltweit umreißen und auch darauf hinweisen, dass es auch im vermeintlich reichen dtl. arme kinder gibt. mit dem bild der armen kinder alkoholkranker menschen vor unseren kaufhallen (denen ich leider bei jedem gang durch leipzig ansichtig werde) ging es gar nicht nur um finanzielle, sondern auch um soziale armut in diesem lande. auch wenn das für für sie eventuell oberflächlich wirkt: ich hatte nie beabsichtigt, das thema "armut" ganzheitlich in diesem kurzen text zu beleuchten. um dieser komplexen aufgabe gerecht zu werden, ist unser medium nicht geeignet und fühle ich mich auch nicht imstande ...
trotzdem hoffe ich natürlich, dass sie ab und an doch etwas interessantes im grün-as zu lesen bekommen, worüber sie sich nicht so ärgern müssen und verbleibe
mit freundlichem gruß
NULL-Ahnung weiterhin, trotz scheinbarem Selbstbetroffensein.
Dazu meine Antwort:
Liebe Frau ...,
leider liegen Sie wieder falsch. Auch hier beginnt es, dass Menschen im Müll nach Verwertbarem suchen müssen. Es ist schade, dass Sie immer noch nicht wirklich begriffen haben, dass es Armut jenseits der BILD-Zeitung und des neoliberalen Geschwätz' gibt. Ja, auch ich kenne Indien und auch andere Länder, wo Armut etwas ganz anderes ist, als in Europa, etwas Lebensbedrohliches. Nur, kann man Beides NICHT miteinander vergleichen. Sie haben fälschlicherweise den Zusammenhang zwischen Armut in Deutschland und Alkoholsucht hergestellt. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ich kann nicht erkennen, dass das Ihnen leid tut. Sie sind eine öffentliche Zeitung und sollten deshalb logische Zusammenhänge darstellen können, jenseits der Propaganda eines Herrn Westerwelle oder wie sie alle heißen mögen. Und bitte verstecken Sie sich nicht hinter redaktioneller Arbeit und dass ich nicht wüsste, wie die funktioniert. Das weiß ich sehr wohl, weil ich auch redaktionell tätig bin. Nur, sollte man seine Arbeit eben verantwortungsbewusster wahrnehmen, als Sie es getan haben. Zur redaktionellen Arbeit gehört auch, dass man nicht Tatsachen verdreht oder bewusst Minderheiten zu Mehrheiten macht. Sie sehen, wie schnell eine luschige Arbeit am Text, wie Sie sie abgeliefert haben, einen auf die Füße fallen kann.
Übrigens, mir ist dieser falsche Zusammenhang nicht allein aufgefallen. Ich bin nur diejenige, die das nicht so stehen lassen wollte. Und ich sehe, dass ich gegen Windmühlenflügel anschreibe, so wie mir das schon diejenigen prophezeiten, die Grün-As besser kennen, als ich. Und nein, ich habe den Feed von Grün-As aus meinem Reader entfernt, da ich nichts mit neoliberalem und menschenverachtendem Geschwätz zu tun haben möchte.
Bitte flüstern18.08.2010, 11:16 | vor 15 Tagen
In welcher Gesellschaft leben wir? Was ist mit den Menschen geschehen? Wieso hassen sie Kinder?
Kinder ja, aber ...
Sie sollten ruhig sein, nicht zappeln, sich nicht rappeln, nicht babbeln. Sie sollten nicht lachen, nicht kreischen.
Will man Puppen zum Ausstaffieren? Zum Herumzeigen? Ach wie süß, ach wie niedlich ... Hello Kitty, Rosa-Barby ... Glitzer im Haar ... natürlich bei Mädchen im langen ... nichts Anderes ist möglich ...
Wie anders soll ich sonst verstehen, dass die Regierung gesetzlich den Weg dafür freimachen will, dass Kindertagesstätten auch in Wohngebieten sein dürfen.
Was sind das für Menschen, die gegen Kinderlachen, auch manches Mal -gekreische gerichtlich vorgehen? Wieso nimmt ein Richter überhaupt so eine Klage an? Eine Klage gegen Kinder?
Wie weit ist unsere Welt gekommen, wenn Kinder stören? Welch klägliches Bild geben Menschen von sich ab, wenn sie nicht in der Lage sind, Kindergetöse zu ertragen. Welche Jammerlappen sind das? Sind sie nicht nur Karikaturen vom Bild eines Menschen?
Sicherlich, Kinder sind nicht nur Freude, sie können auch nervig sein. Nur, sind wir "Erwachsenen" nicht auch oft nervig? Gehört "nervig sein" nicht zum Menschsein dazu? Ob nun laut oder leise.
Waren die jetzt so hochgradig nervösen Menschen niemals selbst Eltern? Sind sie keine Omas oder Opas? Oder waren sie schon immer Kinderhasser?
Oder meinen sie ihren spießbürgerlichen Besitz verteidigen zu müssen? Verteidigen gegen andere vielleicht mal Spießbürgerkäufer: Ach Kinder? Oh nein (flötend), wir wollen Ruhe.
Da fällt mir ein. Ruhe gibt es im Grab. Legt euch einfach dorthinein und kein Kind wird euch jemals wieder stören können.
Na, vielleicht nicht ganz, flattern im Paradies nicht Putten? Ich höre das Geseufze: Nichts ist vollkommen.
Ein deutsches Managerleben16.08.2010, 12:44 | vor 17 Tagen
1. Schritt: Man jammert. Man hat fast Tränen in den Augen ... Man ist doch total verarmt.
2. Schritt: Man appelliert an seine Angestellten und droht dabei: Entweder Eingeständnisse oder sie stehen alle auf der Straße.
3. Schritt: Die Angestellten haben ebenso Tränen in den Augen. Sie haben die Drohung nicht als solche verstanden. Sie zeigen sich solidarisch mit ihrer Familie. Sie verzichten.
4. Schritt: Der Unternehmer frohlockt innerlich. Nicht lange drauf, fährt er wieder Gewinne ein, in der Höhe, in der er einen Gewinn wirklich als Gewinn versteht.
5. Schritt: Er will Steuern einsparen. Soweit käme es noch, dass er Steuern zahlt und sich am Gemeinwesen beteiligen würde.
6. Schritt: Er wird Sponsor! Haut sein Geld den Millionären des FC Bayern in den Rachen.
Nachtrag: Seine Angestellen? Ach gibt es die? Sollen froh sein, dass er sie durchgefüttert hat und immer noch durchfüttert.
Sind wir nun alle zu kleinen Kindern mutiert ...13.08.2010, 18:08 | vor 20 Tagen
... die Papa und Mama abstrafen, wenn sie nicht so wollen wie ihre Eltern, so wie man das im 19. Jahrhundert gemacht hat?
Sanktionen, Sanktionen, Sanktionen ... Nichts anderes fällt unserer Regierung ein.
Sanktionen für Langzeitarbeitslose, die nicht so wollen, wie ihr Fallmanager.
Jetzt Sanktionen für diejenigen, die Krankenkassenzusatzbeiträge nicht zahlen wollen, zumindest im Arbeitspapier für die sogenannte Gesundsheitsreform. Und die Sanktionen sollen über den Arbeitgeber gehen. Die werden "hocherfreut" sein und sich das nicht bieten lassen. Ich will mir nicht vorstellen, was sie mit ihren aufmüpfigen Arbeitnehmer anstellen werden.
Sind wir im Kindergarten gelandet?
Die da oben sind doch schlimmer, als je eine DDR-Regierung für die Mehrheit ihrer Bürger war.
Also Leute: Ich will keine Deutsche mehr sein und so eine außer Rand und Band geratene bekloppte Regierung haben und unser Jüngelchen mit Migrationshintergrund soll sich zurückscheren, dorthin, wo er hergekommen ist. Nein, das hätten nun wiederum die Vietnamesen nicht verdient.
Schießt sie alle auf den Mond! Dort können sie sich gegenseitig erziehen und Sanktionieren. Hoffentlich geht denen dann bald der Sauerstoff dort oben aus. Hier auf der Erde können wir Hirnis nicht gebrauchen.
Wenn das keine Perspektiven sind.12.08.2010, 14:56 | vor 21 Tagen
So bleibt noch die Hoffnung auf die freie Wirtschaft, wo die neuen Jobs für Geringqualifizierte entstehen müssten: Franz nennt die Tütenpacker, die man aus amerikanischen Supermärkten kennt, die Scheibenreinigung an Tankstellen, Schuhputzer und Menschen, die am Morgen Brötchen austragen. Wie das funktionieren soll, nachdem man den Deutschen Jahrzehnte lang beigebracht hat, ihre Einkaufstüten selbst zu packen und die Scheiben an der Tankstelle selbst zu säubern, lässt er offen
von hier
Man geht mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass die Arbeitslosen bzw. Langzeitarbeitslosen alle Geringqualifizierte wären. Man weiß es besser! So soll Stimmung für Tütenpacken im Supermarkt, Schuhputzen auf der Straße (die 3. Welt lässt grüßen), Brötchen austragen und solch Müll gemacht werden.
Und das sollen Perspektiven sein? Damit soll man Lust auf Kinder bekommen, auf Familie?
Trauriges reiches Deutschland, dass seine Bürger als Dritte-Welt-Volk halten will, zumindest einen immer größer werdenden Teil, entgegen aller euphorischen Jubelschreie zum Beispiel von der Leyenspielerin.
Das soll nun ein Jobwunder werden? Wenn mir jemand mein Zeug aus dem Wagen nimmt und es in eine Tüte packt, obwohl ich absolut KEINE Tüten benutze? Muss ich damit rechnen, dass mir in nicht so ferner Zukunft ein Diplom-Ingenieur die Schuhe putzen will, obwohl ich niemals Lederschuhe trage? Oder wird eine Diplom-Psychologin mir Brötchen an die Türklinke hängen müssen, obwohl ich keine esse?
Wieso will man Menschen - ich betone MENSCHEN - zu irgendwelchen Mist verdonnern, den sie nicht machen wollen? Wozu haben Menschen eigentlich mal einen Beruf erlernt?
Solch krankes Zeug kommt doch nur aus Hirnen, die vielleicht schon immer eine Putzhilfe hatten, eine Po-Abwischhilfe, eine Kinderfrau, eine was weiß ich denn noch, vielleicht sogar eine Dienstmagd in der Küche, einen Butler für Empfänge.
Ich brauche dafür niemanden. Ich kann mir meine Waren selbst in die Tüte packen, meine Schuhe selbst putzen, auch die Autoscheiben. Ich empfinde das auch nicht als eine Dienstleistung, sondern nur peinlich. Ich habe zwei Hände, die anpacken können und benötige für solche Tätigkeiten keine anderen.
Dienstleistungen sehe ich auf einen völlig anderen Gebiet. Bezahlt Pflegekräfte ordentlich, stockt die Stellen auf, stellt Straßenbauarbeiter ein, damit nicht nur zwei Hansel völlig verzweifelt an einem Kilometer kaputter Straße monatelang rumwerkeln müssen. Schließt die Selbstbedienungskassen und schafft dafür ordentlich bezahlte Kräfte für die richtigen Kassen, ach, das ließe sich noch endlos fortsetzen. Lasst Kunden nicht in großen Märkten hilflos umherschwirren, unterstützt sie mit ordentlich bezahlten Verkäuferinnen, denn ich habe keine Lust, die Dienstleistungskräfte von meinen Steuern zu bezahlen, damit die sich auch etwas zu Essen kaufen können. Das ist Sache der Arbeitgeber. Vermischen wir nicht einfach die Sachlagen, so wie jetzt in diesem Land üblich.
Und nebenbei: Immer wird von einem Dienstleistungsland gesprochen, was wir werden sollen. Ein Mensch, der einen Hungerlohn bekommt, wird niemals gute Dienstleistung produzieren können. Und dann noch einer, der gezwungenermaßen Dienstleistungen produzieren muss, was kann ich von dem erwarten? Freundlichkeit? Hilfsbereitschaft? Das sicherlich nicht. Höchstens eine zertifizierte nach ISO was weiß ich denn.
Lebe ich in einem Kasperletheater? Oder in einem demokratischen Land?
Was ist Arbeit wert12.08.2010, 08:54 | vor 21 Tagen
Nichts!
Wenn wir Hotelbetten überziehen,
die Bäder schruppen und den Boden säubern,
die Gäste mit Speisen verwöhnen,
Brot backen und Kuchen,
die Regale der Supermärkte auffüllen,
Autos montieren,
Kugellager herstellen,
iPhones produzieren,
Computer zusammenschrauben,
Kunden bedienen,
Gemüse wachsen lassen,
Obst in die Läden bringen,
Getreide anbauen,
Häuser bauen,
Busse fahren,
Kranke heilen und betreuen,
kurz gesagt, wenn wir Leben ermöglichen mit unser Hände Arbeit,
dann ist das nichts wert. Dann verdienen wir keinen Respekt mehr. Manch einer kann kaum sein eigenes Leben fristen.
Wir müssen uns erniedrigen lassen,
beschimpfen,
in Klassen einteilen lassen,
in Fleißige und Faule, obwohl dass dem Fleißigen nichts nützt,
in Dankbarkeit üben, damit man uns überhaupt überleben lässt.
Wir ermöglichen nur, das Leben in diesem Land.
Und was macht Robbe? Der jagt auf dem Rasen einem Fußball hinterher. Er sät nicht, er erntet nicht.
Ist das 11.000 Euro pro Tag wert?
Wer nicht arbeitet ...12.08.2010, 08:38 | vor 21 Tagen
... soll auch nicht essen! Das scheint immer mehr Konsenz in dieser Gesellschaft zu werden. Erst waren die Arbeitslosen an der Reihe, jetzt sind es die Rentner. Die Reihenfolge wird sich nach Lust und Laune der Deutschlandbesitzer wieder ändern können oder erweitert werden.
Ein gewisser Herr Zimmermann aus dem Arbeitgeber-Wirtschaftsinstitut ist dafür eine leuchtende Zierde seiner Zunft. Eigentlich sollte man ihn warnen, wenn er den Mund aufmacht, dass er erst das Hirn einschalten möge, aber das ist wahrscheinlich nicht mehr notwendig, hier und heute. Diese Gesellschaft schluckt jedweden Müll.
Er verteidigt die Rente mit 70 und stellt sie als alternativlos dar. Was ist in diesem Land denn mal mit einer Alternative versehen? Alles was Lieschen Müller und Hans Jedermann betrifft, ist immer alternativlos. Seine Argumentation ist ein Paradebeispiel von unlogischer, heißer Luft.
Er meinte sinngemäß, dass eben eine Rente mit 70 alternativlos wäre, denn es werden ja jetzt Armutsrenten gezahlt (!) und deshalb wäre es menschlich die Rente auf 70 anzuheben!
Na, das nenne ich doch mal logisch!
Ich gebe zu, dass er die beiden Teilsätze nicht hintereinander gesagt hat. Ich habe sie nur auf den Punkt gebracht. Das Gewäsch dazwischen war auch so Logik befrachtet und "überzeugend". Man könne nicht die Rentenbeiträge erhöhen, weil dann die Lohnkosten dermaßen steigen würden, dass wir nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
Unheimlich logisch. Wir, die Weltmeister der Niedriglöhne, die ganz Europa in Grund und Boden konkurriert haben, haben Angst davor, dass das Volk mal Anteil an dem Erarbeiteten hat und das den Menschen, die das in der Vergangenheit ermöglicht haben, gedankt wird für ihre Anstrengungen. Da könnte doch wer zu kurz kommen und vielleicht eine Null auf seinem persönlichen Konto einbüßen? Oder wie soll ich das sonst verstehen?
Nach der Logik kommt die handfeste Lüge. Die jungen Leute würden aus Deutschland weggehen, weil sie soviel Rentenbeiträge zahlen müssten. Nun so hat er es nicht direkt gesagt, aber wir sollten es so verstehen.
Also gehen die junge Leute nicht deswegen aus Deutschland weg, weil ihnen hier eine Perspektive verwehrt wird, weil ihnen keine Löhne gezahlt werden, mit denen sie ihre Zukunft planen könnten, weil sie keine richtigen Arbeitsverträge mehr erhalten, die es ihnen gestattete, eine Familie zu gründen und sie gehen letztendlich nicht aus Deutschland weg, weil ihre Arbeit hier nicht anerkannt wird. Nein, sie gehen weg, weil sie für ihre Mütter, Väter, Omas und Opas sorgen müssen.
Das ist die Logik der Menschenverachter!
den ich hiermit wärmstens empfehle.
Ein Liebespaar, ein Ehepaar, ein Machtpaar11.08.2010, 10:37 | vor 22 Tagen
Gestern habe ich im Fernsehen eine Doku über das Ehepaar Honecker gesehen. Es war eine interessante Doku ohne die immerwährende unsägliche Hetze.
Am Ende der Sendung kamen mir so einige Gedanken. Beide wollten eine neue Gesellschaft. Beide wollten aus ihren Lebenserfahrungen heraus, eine gerechte Gesellschaft für diejenigen, die nicht mit dem goldenen Löffel im Munde geboren waren. Sie gingen voller Enthusiasmus an die Arbeit. Wer arbeitet macht Fehler. Sie hatten keine Erfahrungen, niemand hatte Erfahrungen, wie eine neue Welt aufgebaut werden kann. Es gab noch nichts Ähnliches in der Geschichte.
Woran lag es, dass sie diktatorisch wurden?
Ich habe da so meine Gedanken dazu. Wie muss es für sie gewirkt haben, wenn die breite Masse der Menschen lieber Autos haben wollte, als sich darüber zu freuen, dass sie lernen konnten, dass jeder studieren konnte, wenn nicht im ersten, dann im zweiten Bildungsweg.
Wie muss es für sie gewirkt haben, dass die breite Masse lieber Bananen und Tom-Tailer-Shirts haben wollte, mit Aldi-Tüten rumlaufen, Westbierbüchsen sammeln und das Bier auch jeden Tag trinken wollte, als darauf stolz zu sein, dass das Bildungsprivileg gebrochen war. Wo wir doch gerade heute das Bildungsprivileg derer beklagen, die eben mit dem goldenen Löffel im Munde geboren wurden.
Wie muss es für sie gewirkt haben, dass die breite Masse lieber Romane à la Rosamunde Pilcher lesen wollte, als z.B. eine Hedda Zinner?
Wie muss es für sie gewirkt haben, dass die breite Masse lieber bis zum Erbrechen shoppen wollte, als darauf stolz zu sein, dass alle einen Beruf lernen, auf eigenen Beinen stehen konnten?
Wurden sie immer frustrierter?
Als Honecker sich an die Macht putschte, war es für mein Empfinden zu spät. Die DDR hat sich bis zu ihrem Ende nicht mehr aus der verfehlten ökonomischen Politik der Ulbricht-Ära befreien können, die das Primat bei der Schwerindustrie sah und alles andere einschließlich Infrastruktur und Wohnungsbau vernachlässigte, bzw. abbrach.
Wir tun zur Zeit in diesem Deutschland Ähnliches unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen. Indem wir die Angebotsseite hofieren, vernachlässigen wir wichtige Facetten der deutschen Wirtschaft und werden irgendwann auch dafür sehr viel zahlen müssen.
Die Menschen folgten der Regierung Honecker nicht. Sie wollten das haben, was damals ihre sogenannten Brüder und Schwestern in der BRD hatten. Sie waren auf Konsum fixiert.
Die Honeckers werden darin sicherlich spießbürgerliche Ansichten entdeckt haben und sicherlich in vielen Sachen nicht Unrecht gehabt haben. Nur waren ihre Schlussfolgerungerungen verheerend. Man kann Menschen nicht dazu zwingen ein bewusstes Leben zu führen. Man kann Menschen nicht zwingen, auch an ideele Dinge zu denken und nicht nur an das neueste Automodell.
Ihr Frust schlug um in ein um sich schlagen, in Spitzeleien, im Vorschreiben, was die richtige Denkungsart war. Sie sahen ihre Ideale den Bach heruntergehen. Sie kämpften für sie und verloren sich in diesem Kampf, setzten die falschen Mittel ein.
Ich kann sie verstehen. Ich bin auch oft frustriert, wenn ich z.B. 3000 Menschen sehen, die außer Rand und Band sind und darauf warten, wer der Sieger der 10. Big-Brother-Staffel ist. Dann greife ich mir an den Kopf und frage mich: Was will man mit denen anfangen?
Diese 3000 sind gut für Werbefilme, für weißer als weiß, für 99% ohne Bakterien, für 95 % seiner Freundin empfehlend. Sie sind gut für Filme, wo's kracht, sonst nichts. Sie werden niemals den aufrechten Gang bevorzugen. Sie verlieren sich zwischen iPods, New Yorker, Dell und Lady Gaga, sonst nichts. Für sie reicht es, nuttige Wetterkommentatorinnen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen zu zeigen, Hauptsache blond. Sie sind so, wie man sie haben möchte. Sie werden niemals gegen die Ungerechtigkeiten dieses Landes rebellieren, höchstens Fenster einschlagen und Parkanlagen kaputt machen.
Ist es das, wozu man lebt?
Na was denn nun11.08.2010, 09:49 | vor 22 Tagen
Wir werden pflegebedürftiger, weil wir älter werden. Die Alterseinteilung für Pflegebedürftigkeit beginnt bei 60! Sicherlich wird es auch 60-jährige Pflegebedürftige geben, wie es 50-jährige oder auch 10-jährige Menschen gibt, die durch schwere Krankheiten und Leiden gepflegt werden müssen. Wenn man aber bei 60 anfängt, die Menschen als pflegebedürftig in eine Schublade zu stecken, wird die Zahl riesig.
Nun stellt sich folgende Frage. Wenn man Menschen ab 60 unterstellt, dass sie schon zu Pflegebedürftigen gerechnet werden können, rein statistisch versteht sich, wer soll dann bis 67 arbeiten?
Die Arbeitgeber sind noch rigoroser. Sie wollen die Rente ab 70. Also nichtarbeitsfähige Menschen, die in den Pflegeheimen vegetieren, sollen arbeiten - bis 70. Nichts anderes bedeutet das, wenn man den Statistiken folgen will.
Nun kollodiert diese statistische Aussage mit einer anderen, dass Menschen ab 60 noch nie so vital und lebendig waren wie heute. Ups, wie denn nun?
Die Lebenserwartung wäre so hoch, sagen die Arbeitgeber und auch diejenigen, die das umsetzen müssen, was die selbsternannten Eliten fordern.
Untersuchungen stützen diese These der immer älter werdenden Gesellschaft nicht. Man hat die Deutschen gruppenweise untersucht. Einesteils die Malocher und diejenigen mit Tätigkeiten die nicht im höheren Management oder hochpreisig freiberuflich tätig sind. Die hat man mit denen verglichen, die hochpreisig freiberuflich tätig sind und im Management arbeiten. Bei der ersten Gruppe wurde festgestellt, dass sich die Lebenserwartung nicht erhöht hat. Also diejenigen, die die Arbeit für die Gesellschaft machen, sterben genauso schnell oder langsam wie vor Jahren. Eine Erhöhung der Lebenserwartung ist bei der anderen Gruppe gegeben und zwar eine massive Erhöhung deren Lebenserwartung. Man machte das am Beispiel eines Ärzteehepaares fest, welches eine fast 90-jährige Lebenserwartung vorweisen konnte.
Wenn ich diese Untersuchung kenne, dann kennen die auch die Creme und die Entscheider der Gesellschaft. Sie treiben in perfides Spiel mit uns. Die Arbeitgeber bzw. die dahinter stehenden gesellschaftlichen Schichten wollen sich aus der Verantwortung stehlen, die sie für diejenigen haben, die ihren Reichtum erwirtschaften.
Arbeiten dürfen wir für sie, ihren Reichtum mehren auch. Dann, wenn wir alt und abgearbeitet sind, sollen wir von Almosen leben, möglichst so schnell wie möglich sterben. Am liebsten möchten sie die Rente ganz abschaffen. Bei einem Renteneintrittsalter von 70 wäre das so gut wie geschafft.
Das bisschen Haushalt07.08.2010, 11:24 | vor 26 Tagen
Der Haushalt ist immer noch Frauensache. Lt. Statistischem Bundesamt wenden Frauen in der BRD etwa 20 Stunden pro Woche für Hausarbeit auf, Männer nur 7.
Das kann man beklagen, besser: ändern. Dazu muss sich aber Frau bewegen. Frau muss ein anderes Verhältnis zur Hausarbeit sich selbst erarbeiten.
Dass Männer so wenig an der Hausarbeit teilnehmen, liegt auch sehr viel an der Einstellung von Frau. Wenn Mann z.B. Staub wischt, so hat er Staub gewischt und Frau hat nicht das Recht, daran rumzumäkeln.
Die Frage muss anders gestellt werden: Wieso meint Frau, dass nur sie fähig sei, Sauberkeit herzustellen? Dazu sollte sie sich mal die Frage stellen, ob es notwendig ist, alles so zu putzen, dass man vom Fußboden essen kann. Ich meine, dass es reicht, wenn die Teller sauber sind, dass man von denen essen kann. Man muss nicht jeden Tag die Wohnung wienern. Es muss nicht nach jedem Regen das Fenster geputzt werden. Keine Wohnung verkommt, wenn nicht jeden Tag Staub gewischt wird.
Wieso lässt sich Frau einhämmern, dass sie jahreszeitliche Deko in ihre Wohnung bringen muss oder monatlich umdekorieren sollte. Wieso? Ich kenne keinen Mann, den das interessieren würde.
Hat sich Frau schon mal die Frage gestellt, warum bei der Wasch- und Putzmittelwerbung immer nur Frauen und ihre Töchter auftauchen? Wieso durchbricht sie nicht diesen hirnlosen Kreislauf? Männer können Waschmaschinen ebenso gut befüllen. Dazu benötigt man keine Qualifikation.
Fühlt sich Frau etwa überlegen, wenn sie niemals ein Wäschestück falsch wäscht, aber ihr Mann? Gibt es nichts Sinnvolleres, womit sie ihr Ego streicheln könnte?
Warum lässt sie sich in die Putz-, Wasch- und Schuheecke drücken? Warum macht sie das mit? Sie geht doch nur den Konzernen auf den Leim, die ihr das einreden, damit sie Knete mit ihrem Unverstand machen können.
Solange Frau ihre Einstellung nicht selbst zu den täglichen Dingen des Lebens ändert, muss sie nicht stöhnen, nicht jammern, weil sie fix und fertig ist. Sie ist selbst dran schuld. Änderungen in der Lebensweise können nur durch eine andere Einstellung ihrerseits erfolgen. Sie kann in unserer Welt niemals Anerkennung dafür erlangen, nur weil sie Staub wischt und so, dass die Augen sich verblitzen könnten.
In unserer Welt ist der Haushalt wirklich nur "ein bisschen Haushalt", falls man ihn nicht zu seinem Lebensinhalt erhebt.
Ein paar Gedanken05.08.2010, 11:03 | vor 28 Tagen
Wer sind wir? Sagt uns das ein Statussymbol? Weiß ich wirklich etwas über einen Menschen wenn er ein iPhone4 hat? So etwas wird heutzutage als Statussymbol begriffen. Weiß ich etwas über einen Menschen, wenn er einen Porsche fährt, außer, dass er nicht unvermögend ist?
Wieso sollen Statussymbole Menschen klassifizieren, sie in Schublädchen verteilen. Du hier hin, weil du ein iPhone hast und du da hin, weil du keins willst.
Etwas sagt es uns schon über die Menschen, die unbedingt sich solche Dinge anschaffen müssen, die keiner wirklich braucht. Sie wollen dazu gehören. Sie streicheln ihr Ego damit. Oder sie halten sich nur daran fest, weil sie meinen, sie fielen sonst um, tauchten in die Bedeutungslosigkeit ab, wenn sie nicht Mitglied der weltweiten Gemeinde wären?
Ebenso ist es mit Twitter und Facebook. Auch ich habe mal einen Twitter-Account und einen Facebook-Account gehabt. Darüber robbten zig Automaten, die Freundschaftsangebote verteilten. Hochgelobt sind diejenigen die 1000 Freunde haben und noch mehr. Je mehr Freunde, desto höher das Ansehen. Nur, wie soll man bei 1000 Freunden und mehr die Übersicht behalten? Wie soll man bei 1000 Freunden und mehr mitbekommen, was der eine oder andere denkt? Ist es nicht nur Oberflächlichkeit, die sich hinter der Freundehascherei verbirgt? Ich will etwas sein, was ich eigentlich überhaupt nicht bin? Ich gab beides wieder auf.
Oder was sagt uns das über einen Menschen aus, der seine Zugriffe monatlich auf seinem Blog veröffentlicht? Ist deshalb sein Blog besser geworden? Wieso macht er sich von Zugriffen abhängig? Sicherlich freut es jeden, wenn er Menschen findet, die seine Gedanken teilen, aber wenn man sich davon abhängig macht, verrät man dann nicht seine Seele? Schreibt man vielleicht nur, weil man die Zahl seiner Zugriffe im Hinterkopf hat?
Definiert sich Mensch nur nach seinem Rang bei der Google-Suche und wieviele Einträge unter seiner Person zu finden sind? Oder seinen Google-PageRank, seine Xing-Persönlichkeit, sein Wong-Account, seinen Alexa-Rang?
Wieso macht sich Mensch zum Sklaven von Dingen? Springt auf jeden Zug auf, der von der Industrie ins Rennen geworfen wurde? Die wollen Knete machen. Und der Mensch? Er wird nicht besser, nicht schlechter dadurch. Er wird nicht klüger, nicht dümmer, nicht liebenswerter. Vielleicht angesagter?
Aber muss ich angesagt sein? Wer bestimmt darüber, dass ich angesagt bin und wieso unterwerfe ich mich diesem Diktat?
Sollte ich nicht danach streben, meine inneren Werte weiterzuentwickeln, auch wenn die niemand anderes sieht als ich oder meine Freunde im wirklichen Leben? Sollte ich nicht danach streben meine Talente zu pflegen, auch wenn die niemand anderes interessieren? Falls ich Gleichgesinnte treffe - gut - falls nicht - ist's auch nicht schlimm. Sollte ich mich nicht jenseits des Beifalls beschäftigen? Mich über mein Geschaffenes auch ganz allein freuen können?
Wer sind wir? Sind wir nur die Ansammlung unserer sogenannten Statussymbole? Oder sind wir mehr?
Jetzt kommen die Jahre mit dem fetten Gehalt.01.08.2010, 11:15 | vor 32 Tagen
Deutschlands Arbeitnehmer haben lange verzichtet. Doch nun wirkt die Demografie – Firmen werden ihre Leute besser bezahlen müssen.
Welt-Online
Ich lache mich fast kaputt. Fast 8 Millionen Menschen sind ohne Arbeit oder unterbeschäftigt. Das ist die Wirklichkeit. Was versteht schon ein Welt-Online-Journalist unter "fettem Gehalt"? Sicherlich nicht das, was jeder darunter versteht. Können jetzt Arbeitnehmer, in der Zeit von massiver Leiharbeit, massivem Niedriglohn, Mini- und Teilzeitjobs, 1-Euro-Jobs und Bürgerarbeit aufatmen, soviel oder fast soviel verdienen wie ein Herr Ackermann? Der bekommt ein fettes Gehalt. Kommt jetzt wieder Vollbeschäftigung mit überlebensfähigen Löhnen und Gehältern? Wird der Staat keinen Lohn mehr subventionieren? Wird das Paradies Einzug halten?
Gewerkschaften wollen Druck machen und hohe Lohnabschlüsse erkämpfen. 3 % Erhöhung verstehen die als hohen Lohnabschluss. Das ist natürlich wahnsinnig hoch, da könnten die Arbeitnehmer richtige Orgien feiern, den Binnemarkt wie verrückt ankurbeln. Wenn ein Arbeitnehmer 1.500 EUR Brutto bekommt, sind das im Monat fette 45 EUR mehr - davon sind noch Steuern und Versicherungen abzuziehen. Das soll dann ein sogenanntes fettes Gehalt sein. Die Arbeitgeber bremsen schon.
Und wieso sollte ein Arbeitgeber jetzt mehr Gehalt bezahlen müssen? Ab nächstem Jahr wird der Arbeitsmarkt europaweit sein, ohne Einschränkungen. Raten wir mal, ob ein Rumäne ein fettes Gehalt in Deutschland erhalten wird.
Alles Drecksschreiberlinge.
Undank ist der Weltenlohn01.08.2010, 10:23 | vor 32 Tagen
Dass christliche Politiker auf ihren PC's herumhämmern können, haben sie auch ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern verdanken.
Dass christliche Politiker Brot so essen können, wie es das in Deutschland gibt, haben sie auch ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern zu verdanken.
Dass christliche Politiker lernen konnten, studieren durften, haben sie auch ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern zu verdanken.
Andere Kulturen ehren ihre Vorfahren, ehren ältere Menschen, ehren die Mütter, Väter, Großmüttern und Großväter.
WIR NICHT!
Unsere christlichen Politiker würden am liebsten ihre Mütter, Väter, Großmütter und Großväter abschaffen, sie in Armut verkommen lassen, sie zu Bittstellern werden lassen.
Sie achten nicht die Verdienste, die ihre Ahnen und ihre Familienmitglieder Deutschland erwiesen haben.
Unsere christlichen Politiker meinen, dass diejenigen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, den Reichtum Deutschlands erarbeitet haben - auch ihren - nun, da sie in den Ruhestand getreten sind, am besten auch gleich ihre Auflösung bekannt geben sollten.
Unsere christlichen Politiker denunzieren ihre Mütter, Väter, Großmütter und Großväter als Ausbeuter ihrer Kinder, Enkel und Urenkel.
Westpolitiker wissen das nicht anders. Sie sind in einem System groß geworden, wo derjenige der Sieger ist, der am besten lügen kann. Ihre Eltern und Großeltern leben mehrheitlich in einer anderen Welt.
Aber ein Herr Tillich muss das wissen. Seine Mutter, sein Vater haben schwer gearbeitet, haben ein Land, eine Region mit aufgebaut. Warum erweist er seinen Eltern keine Achtung? Er, der erst in der DDR alles zu seinen Gunsten ausgenutzt hat und jetzt wieder wie ein Fettauge obenauf schwimmt? Er, der Wendehals? Wie sieht die Rente seiner Eltern aus? Sicherlich nicht weltbewegend. Beuten seine Eltern ihn und seine Kinder etwa aus?
Was wäre gewesen, wenn seine Eltern damals gesagt hätten: Ach, ein Kind? Ein Kind macht Mühe, ein Kind macht Arbeit, ein Kind bedeutet durchwachte Nächte, wenn es krank ist. Ein Kind bedeutet Rücksichtnahme. Ein Kind bedeutet auch Sorgen, wenn es Sorgen hat, wenn es in die Flegeljahre kommt, wenn es seinen ersten Liebeskummer hat.
Waren seine Eltern nicht an seiner Seite, als er sie brauchte? Haben seine Eltern ihn nicht eingekleidet, ihn Liebe geschenkt, Spielzeug, unvergessliche Nachmittage? Haben seine Eltern nicht alles für ihn getan, damit er studieren konnte? Haben sie ihn nicht unterstützt und mit ihm gebangt, als er bei den DDR-Grenztruppen war? Haben sie nicht gehofft, dass gerade bei ihm kein Republikflüchtling über die Grenze ging und ihn in Gewissensnöte bringen würde.
Gewissensnöte? Ich glaube, die hätte er auch damals nicht gehabt, sonst würde er nicht heute vehement dafür eintreten, dass die Rentengarantie aufgehoben werden soll. Dabei tut er so, als ob es sich für den einzelnen Rentner um Reichtümer handeln würde. Es sind nur Kleinbeträge, die aber, wenn sie nicht mehr da sind, den Rentner empfindlich treffen würden.
Haben das seine Eltern verdient?
Haben dass die Eltern und Großeltern in Deutschland alle verdient? Ist das eine christliche Einstellung?
Von einem FDP-Politiker erwarte ich nichts anderes.
Was wird einen christlichen Politiker erwarten, wenn er am Lebensende vor dem Weltenrichter steht. Er wird als zu leicht befunden werden. Er darf nicht erwarten, dass sein Gott ihm die Nichtachtung seiner Ahnen verzeiht. Soweit geht auch seine Liebe nicht. Wenn diese christlichen Politiker nicht einmal fähig sind, ihre 10 Gebote, die von ihren Gott kamen, einzuhalten, was erwarten sie dann?
Oder tun sie nur, als ob sie christlich wären?
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