FAC Philippines / German Blog | |
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Anmerkungen zum Fall Joachim Guilliard
ferdeschwanz gebunden. Er wirkt viel jünger als 60 Jahre. Ruhig und ganz leise spricht er. Seine Geschichte, wie er sie erzählt, handelt von falscher Freundschaft, Verrat und eigener Naivität. Die Philippinen sind der tropische Traum vieler deutscher Geschäftsleute, Aussteiger und Touristen. Einige von ihnen landen im Gefängnis. Etwa, weil sie Drogen konsumieren, einen Verkehrsunfall verursachen oder sich an Kindern vergehen. Aber auch, weil ihre Geschäftspartner oder philippinischen Ehefrauen sie verleumden, um an ihr Vermögen zu gelangen. Oft warten sie monate-, manchmal jahrelang auf einen Prozess.
linge und hilft auch Guilliard, von dessen Unschuld er überzeugt ist. Er saß selbst 18 Monate lang in philippinischer Haft . Vor dem obersten Gericht des Landes erstritt er seine Freiheit. Guilliard hat Fotos seiner Tochter an die Wand der Zelle gehängt. Mit ihr telefoniert er täglich Er trägt ein gestreiftes Hemd zu einer dunklen Hose, das Gesicht ein bisschen verlebt, in seiner Hand hält er eine Aktentasche. Darin befi det sich sein Schatz: eine schriftliche Genehmigung der philippinischen Regierung, Ausländer in Gefängnissen besuchen zu dürfen, allein, ohne Aufsicht. Alfred Lehnert ist der Leiter des Foreign Assistance Center, einer ehrenamtlichen Beratungsstelle. Er boxt inhaftierte Ausländer, die er für schuldlos hält, aus dem Knast – unentgeltlich. Spenden finanzieren sein Engagement. Lehnert kämpft allein. „Engel der Gefangenen“ nennen sie ihn in Manila.60 Ausländer hat der 60-Jährige in den vergangenen drei Jahren aus verschiedenen Gefängnissen geholt: Deutsche, Araber, Kanadier, Neuseeländer. Viele waren Opfer von Intrigen. Von falschen, aber schwer zu widerlegenden Anschuldigungen wie Ehebruch oder Kindesmissbrauch. Nun hat ihn ein Bekannter Guilliards angerufen und um Hilfe gebeten. „Halte durch, Joachim! Wir kriegen dich hier raus“, sagt Lehnert, als er zu Besuch in Guilliards Zelle kommt, und klopft ihm auf die Schulter. „Ich kann nicht mehr!“, antwortet der Gefangene. Zwei Stunden reden sie über seinen Fall. Lehnert tröstet, gibt Ratschläge, beschwört den Häftling, sich nichts anzutun, verspricht Hilfe, tüftelt Strategien aus. Guilliard schüttelt den Kopf und lässt die Schultern hängen. Es klafft eine Lücke zwischen deutschem Rechtsverständnis und philippinischer Wirklichkeit. Guilliard, ob schuldig oder nicht, verzweifelt an seiner Rechtlosigkeit. Lehnert versucht, Brücken zu schlagen. Auch Lehnert, ein ehemaliger Bauingenieur, kam als Millionär in die Tropen. Vom milden Klima versprach er sich Linderung seiner Rückenprobleme.
Er kaufte schnelle Autos, teure Villen und heiratete. Einige Jahre später zeigte ihn seine Ehefrau an – wegen angeblichem Sex mit einer verheirateten Frau. Das war im Jahre 2003. 18 Monate saß er im berüchtigten Ausländergefängnis von Bicutan, im Militärcamp Bagong Diwa am Stadtrand von Manila, zwischen Kakerlaken, Schlangen und Bettwanzen, „so groß wie Daumennägel“. Lehnert kämpfte. Er studierte das Ausländerrecht, ging durch die Instanzen, trug seinen Fall bis vor den Obersten Gerichtshof der Philippinen – und gewann, als erster Ausländer überhaupt, freigesprochen in allen Punkten. Lehnert ist stur. Noch immer verfolgen ihn die Bilder der Haft. Sein Vermögen ist verloren. Die Anwälte haben enorme Summen genommen. Seine Frau hat seinen Besitz verkauft und sich mit dem Geld und der gemeinsamen Tochter in die Niederlande abgesetzt. Lehnert beschloss, trotzdem zu bleiben. „Zu verlieren hatte ich nichts mehr“, sagt er. Er gründete seine Beratungsstelle, um sich für Menschen einzusetzen, denen sein alter Albtaum neu widerfährt. Heute berät Alfred Lehnert die philippinische Regierung und spielt mit Ministern Tennis.
Er heiratete eine hochrangige Polizistin und schrieb mit am Gesetzentwurf für ein verbessertes Ausländerrecht. Die alten Regelungen stammen aus dem Jahr 1941. Der ehemalige Häftling ist ein angesehener Mann. „Die philippinische Regierung hat begriffen, dass auch Ausländer Rechte haben“, sagt er. „Vor allem, weil sie Investoren ins Land locken will.“ Früher sei er reich gewesen, sagt Lehnert. Jetzt sei er glücklich. Er habe etwas gefunden, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Lehnert fährt in einem Taxi durch die schmalen Gassen von Cebu City, vorbei an spiegelnden Bürogebäuden und wackeligen Bretterbuden. Sammeltaxis hupen Passanten von der Straße, es riecht nach gebratenem Huhn, Liebesschnulzen dröhnen aus offenen Fenstern. Lehnert will einen ehemaligen Klienten besuchen. Am Ende einer Seitengasse, auf einem Hügel mit Blick aufs Meer, belegt der 73-jährige Alfred Becker eine Erdgeschosswohnung. Ein lauwarmer Wind weht zum Fenster herein, auf dem Tisch steht ein Glas mit Eistee, im Fernsehen läuft ein Bericht über Haiti. Auf Beckers Knie liegt die Hand seiner jungen philippinischen Freundin Kezia. Er versucht einen Satz in gebrochenem Englisch, aber der Satz misslingt. Kezia sieht ihn an und lächelt. Seine Exfrau wollte ihn abschieben lassen, um an seine Wohnungen zu kommen, erzählt Becker und serviert Würstchen mit Kartoffelsalat. Sie habe einfach behauptet, er hätte sich an seiner Tochter vergangen. Lehnert hat den Fall übernommen – und gewonnen. Nun überreicht er Becker ein Dokument, das ihn freispricht und ihm erlaubt, weiterhin auf den Philippinen zu leben. Lehnerts Verbündeter im Kampf gegen Willkür und Rechtsbeugung ist Commissioner Marcelino C. Libanan, der Chef der Einwanderungsbehörde in der Hauptstadt Manila, ein schwerer Mann mit Brille und Charles-Bronson-Frisur. Er beschreibt sich selbst als „Pfadfi nder, der dem Gesetz dient“. Er sei „ein anständiger Kerl“, meint Lehnert. Einmal die Woche treffen sich die beiden Männer in Libanans Büro in der Altstadt, um sich über Häftlinge auszutauschen oder weil Lehnert mal wieder Libanans Unterschrift auf einem Entlassungspapier verlangt. Manchmal plaudern sie einfach über ihre Familien. Vor drei Jahren übernahm Libanan die Behörde. Damals galt sie als eine der korruptesten im Land. „Es ist eine Schande, was ausländischen Gästen passiert ist“, sagt der Beamte und hebt die rechte Hand wie zum Schwur. „Wir sind kein Verbrechersyndikat mehr. Die Zeiten der Gier und Bestechlichkeit sind vorbei.“ Schmeichelnd fügt er hinzu: „Ohne Alfreds Kampf für Gerechtigkeit hätte sich wahrscheinlich nie etwas geändert.“ Alfred Lehnert nippt an seinem Kaffee und lächelt.
13 Deutsche sitzen zurzeit in philippinischen Haftanstalten. Zuletzt erfuhr Lehnert von einem Tauchlehrer im Ausländergefängnis von Bicutan. Er hatte sein Visum acht Monate überzogen. Alfred Lehnert schüttelt den Kopf über so viel Achtlosigkeit, aber er weiß, dass er wird helfen können, dass der Mann vielleicht schon in einer oder zwei Wochen wieder frei sein könnte. Aus dem Gefängnis von Mandaue erreichen ihn schlechte Nachrichten. Joachim Guilliards Freundin war zu Besuch. Sie hat ihm eröffnet, dass sie einen anderen liebe. Guilliards Anwälte haben noch immer kein Konzept. Sein ehemaliger Kumpel ist abgetaucht. Die zuständige Richterin ist nicht zu erreichen. Sie sei auf Dienstreise, heißt es. Lehnert ist wütend. „Da wird ein Leben zerstört, und niemanden interessiert das“, sagt er und schlägt sich mit der fl achen Hand auf den Oberschenkel. Commissioner Libanan kann in diesem Fall nichts ausrichten. Wieder telefoniert Lehnert mit Richtern, Politikern, Anwälten, vollkommen überzeugt von Guilliards Unschuld. Er gewinnt den Kardinal Vidal als Mitstreiter. Der höchste katholische Würdenträger des Landes verspricht, Guilliard zu besuchen, ihn zu segnen und sich für ein faires und zügiges Urteil einzusetzen. Für den Dienstag dieser Woche, den 2. März, ist endlich ein Termin angesetzt. Das Gericht von Mandaue verhandelt den Fall Joachim Guilliard.
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Reportage aus Heft 09/2010
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Alfred Lehnert (FAC) kam mit dem Schlüssel zur Freiheit. Herr Diekmann ( deutscher Staatsbürger ) sagte, ich hatte das Gefühl mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Aber der Vorsitzende des Foreign Assistance Center gab mir die Hoffnung an meine Freiheit zurück. Auch die deutsche Botschaft würdigte die Arbeit des F.A.C.
kmann um Hilfe. Der Chairman recherchierte im Fall Diekmann und bekam ein "Würdigungs-Schreiben" der Deutschen Botschaft. Herr Diekmann beantragte die Freilassung bei Zahlung seiner Overstay nebst zu erwartender Strafe bei der Immigrationsbehörde. Das Bureau of Immigration genehmigte den Antrag von Herrn Diekmann – Ergebnis die Freilassung - am Dienstag, den 26. Januar 2010, wo der FAC Chairman, Frau Diekmann nebst Kind, Herrn Diekmann abholten.
Es ist immer gut, einen Ass im Ärmel zu haben. Diese Erfahrung machte auch der 73 jährige Deutsche Alfred H. Becker, indem er sein ASS – des F.A.C. ausspielte. So wurde ihm am 13. Januar 2010 im Beisein von German Media, sein Immigration Urteil übergeben. Mit diesem Urteil wurde seine Ausweisung aus den Philippinen aufgehoben. Seine Ex-Frau hatte ihn angezeigt, die zwischenzeitlich jetzt vom philippinischen Gericht als geistig gestört erklärt wurde.
George, ein europäischer Bürger, kam vor 5 Jahren auf den Philippinen als Multi-Millionen-Investor. Er erhielt das höchste Visum des Landes aufgrund seiner erheblichen Investitionen und sein soziales Engagement. Er unterstützt finanziell Krankenhäuser in seiner Region, da dass Wohlergehen von Kindern für ihm eine Herzensangelegenheit ist. George baute für seine Großfamilie ein Haus in Strand nähe, um die Wärme mit seiner Familie im goldenen Alter zu genießen. Seine Güte und sein Leben Stil waren bekannt, und er gab immer eine helfende Hand für andere ausländische Investoren und deren Projekte, aber sein Märchen nahm eine unerwartete Wendung und leitete die Hölle für ihn auf Erden ein.
Der ehemalige 4 Sterne General, Minister Angelo T. Reyes hat u.a. die heutige Präsidentin Arroyo vereidigt. Seine berufliche Bilanz ist beispielhaft, vom Innenminister, Umweltminister und heutigen Energieminister, hat er von Beginn an, Alfred Lehnert bei der Umsetzung zur Neugestaltung des Immigrationsgesetzes voll unterstützt. Er war es auch, der als Innenminister den Mut hatte, die Exec. Order 287 abzuschaffen, die besagte, dass die Immigrationsbehörde das Recht habe, ohne Beweise – Leute / Ausländer zu verhaften und das ohne Gerichtsurteil, was meistens zur Deportation geführt habe. Damals sagte Minister Reyes – This is martial-law (Das ist Kriegsrecht) - Minister Reyes sagte im deutschen TV-Interview, er hoffe, dass die Arbeit des Herrn Lehnert anderen ausländischen Gästen, Rentnern und Anlegern zeige, dass unser Land alle Ausländer willkommen heiße. Herr Reyes sagte weiter, ich wünsche mir mehr Menschen in unseren Land, die eine solche Courage zeigen, wie es Herr Lehnert tut bei seinen Kampf um Reorganisation unserer Behörden, damit wir global mehr wettbewerbsfähig werden.
Der Name Sandiganbayan ist auf den Philippinen für viele ein Begriff, den meisten als Anti-Korruption-Gericht bekannt. Das Interview mit dem Staatsanwalt ( Prosecutors ) Herrn R. Coquia wird Ende des Jahres im deutschen Fernsehen Chanel NDR und bei DW TV ausgestrahlt. Herr R. Coquia sagte u.a. im Interview, der Fall Alfred Lehnert ist der erste Gerichtsprozess in der Geschichte der Philippinen, dass ein Ausländer durch solide Beweisführung eine positive Entscheidung beim Obersten Gerichtshofs (Supreme Court) erreichte und in allen Punkten freigesprochen wurde. Es wurde eindeutig bewiesen, dass Herr Lehnert illegal und willkürlich inhaftiert wurde, dass im ansässigen Gerichtsfall gegen die damalige Immigrations Vorsitzende Frau Domingo verhandelt wird.
Myanmar ist ein Vielvölkerstaat am Golf von Bengalen mit den Nachbarstaaten Thailand, China, Indien und Bangladesh. Seit 1962 die Militärdiktatur an die Macht gelangte, haben viele das Land verlassen, oft benutzen sie den beschwerlichen Weg über China's Grenze. Von den fast 48 Millionen Ei
nwohnern stellen die Myamma / Myanma fast 70 % der Gesamtbevölkerung. Hauptreligion ist der Buddhismus. Burma ist berühmt für seine Kulturschätze, wie zum Beispiel das berühmte goldene Pagodan - Sewdagon - Viele Menschen versuchen der Diktatur zu entkommen, wie unsere nächste wahre Fluchtgeschichte, von drei Burmesen, die auf den Philippinen ihr neues Glück suchten, aber letztendlich wegen nicht korrekter Reisedokumente im Gefängnis landeten. Bereits im April dieses Jahres, berichtete die in Manila erscheinende Zeitung EXPAT über dessen Freilassung. Die drei Burmesen, Maung Maung Tin, Simon Lal Rin Dika, und Mohamad Yahiya waren zwischen 2 und 5 Jahren auf den Philippinen inhaftiert.
Arbeit kann manchmal auch darin bestehen, Brücken zu bauen, insbesondere dort wo politische Barrieren zu überwinden sind, um den involvierten Akteuren schlicht und ergreifend mehr Handlungsspielraum zu ermöglichen. Denn humanitäre Arbeit ist oft eine Gratwanderung zwischen nationalen Interessen sowie internationalen politischen Abhängigkeiten. Herr Lehnert betonte: „Manchmal hält man den Stab zwischen Freiheit und Tod in der Hand“, und mit dieser Verantwortung sollte man sehr sensibel und umsichtig umgehen. Die Immigration-Behörde bat in diesem konkreten Fall nun Herrn Lehnert, einen legalen Weg zu finden, um die Freilassung der drei Burmesen zu ermöglichen. Denn andernfalls würden die Inhaftierten nach gültiger Rechtssprechung deportiert werden müssen, was zur Folge hätte, dass sie im Heimatland zur Todesstrafe oder lebenslanger Haft verurteilt würden – Begründung - unerlaubte Flucht aus Burma.
Seitdem Marcelino C. Libanan die philippinische Immigrationsbehörde im Mai 2007 als Commissioner übernommen hat, wurde aus der zuvor verrufenen Korruptionsbehörde ein Musterbeispiel der Anti-Korruptionsbehörde. Dafür erhielt er nicht nur im Inland Anerkennung, sondern erntete auch internationalen Respekt für seine neue Anti-Korruptionspolitik. Nicht zuletzt verdankt das FAC durch deren neue Politik der Immigration dessen Erfolge . Als jahrelanger Kongressabgeordneter hatte M. C. Libanan verschiedene Funktionen inne, u.a. als Vice Chairman of the Committee on Transportation and Communications oder Chairman of the Committee on Justice. Zu der Zeit, als Herr Libanan das neue Immigrationsgesetz innizierte, lernte er Alfred Lehnert kennen. Bei vielen Gespräche über die Neuausrichtung des Immigrationsgesetz und deren Paragraphen, wurde manchmal heftig über dessen Auslegung diskutiert. Auf Empfehlung des Commissioner Libanan wurde Alfred Lehnert zum Congress eingeladen, um sein Positionspapier zum New Immigration Act einzubringen. Durch diese fruchtbare Zusammenarbeit entwickelte sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis, dass sich in den vielen Erfolgen widerspiegelt.
Rechtes Foto bei Dreharbeiten im - Militär Camp Bagong Diwa - in rot der Deutsche Pilot R. Füssel, dem Commissioner Libanan direkt aus der Haft entließ, nachdem Alfred Lehnert ihm von der 2. ungesetzlichen Verhaftung von Füssel informierte. In grün Dr. M. Bölk vom German TV Team - Weltspiegel, Video -
Am Montag den 3. August 2009 haben über Zehntausende Anhänger und Freunde Abschied von der philippinischen Ex-Präsidentin Corazon Aquino genommen. Von 1986 bis 1992 war Tante Cory, wie sie liebevoll von den Menschen genannt wurde, Staatsoberhaupt der Philippinen. Viele der Trauergäste trugen gelbe Kleidung als Symbol der von ihr angeführten Bewegung im Jahr 1986, die zum Sturz des Diktators Ferdinand Marcos geführt hatte. Viele riefen, Danke Corazon Aquino und sangen gemeinsam Lieder während des Trauerzuges. Der Verkehr in Manila geriet dadurch teilweise zum Stillstand. Die jetzige Präsidentin, Gloria Macapagal Arroyo hat eine 10-tägige Staatstrauer angeordnet.
Im Jahre 901 wurden die Philippinen zur amerikanischen Kolonie. Zur damaligen Zeit war Spanisch die Amtssprache auf dem Inselstaat. Die USA führten Englisch als Amtssprache ein, und somit verlor Spanisch nach und nach an Bedeutung. Dieses nun beschert der heutigen Generation einen Vorteil gegenüber den anderen asiatischen Nachbarstaaten. Die meisten von uns verbinden die Philippinen mit Strand, Sonne und Kokosnüsse. Aber dieses Land hat viel mehr Anerkennung und Respekt verdient, als wir Europäer glauben. Wussten Sie, dass ca. 11 % der Gesamtbevölkerung ( immerhin über 12 Millionen Menschen ) der Philippinen im Ausland leben , oder das 20 % der Weltseefahrer von den Philippinen sind, oder das 23 % der Weltkrankenschwestern Philippinos sind. Das sind gewaltige Zahlen, denn wir sprechen hier von Millionen von Philippinos. Diese 10 Millionen Menschen sind ein entscheidender Wirtschaftsfaktor des Landes. Zum Einem erwirtschaftet diese Gruppe 13,5 Prozent des heimischen Bruttoinlandsprodukts, und zum anderen trägt diese Gruppe dazu bei, dass soziale Gleichgewicht und die damit verbundene Armut in Grenzen zu halten. Diese Auslandsarbeiter senden mindestens 20 bis 50 Prozent ihres Einkommens an die Familien.
nders dramatisch ist die Situation im Gesundheitswesen. Die Gesundheitsausgaben liegen gerade mal bei 2 % des Bruttoinlandsprodukts. Nur 50 % der Gesamtbevölkerung haben direkten Zugang zu Arzneimittel. Jedes Jahr absolvieren über 9000 Philippinos ( meist Frauen ) eine Ausbildung zur Krankenschwester oder Krankenpfleger. Ärztliches Fachpersonal wandert wegen niedriger Löhne aus, da z.B. ein Arzt nach neunjähriger Aus- und Weiterbildung nur ca. 400,-USD im Monat verdient. Eine Krankenschwester im Ausland verdient gegenüber einer Ärztin auf den Philippinen, das Dreifache.
Zum ersten mal in der Geschichte der Republik Philippinen, werden die demokratischen Präsidentschaftswahlen, geplant im Mai 2010, computergesteuert ( EDV ) durchgeführt. Von Seiten der jetzigen Regierungspartei unter Führung der Präsidentin Arroyo, wird wahrscheinlich die fusionierte CMD Partei (Chri
sten Muslime Demokraten) dominieren. Der Kandidaten Poker hat bereits begonnen und für einige Überraschungen gesorgt. Aussichtsreichste Kandidaten der jetzigen Regierungspartei sind zum einem der Vizepräsident Noli de Castro und Verteidigungsminister Gilberto Teodoro. Für die wahrscheinlich größte Überraschung hat die Kandidatur von Nicanor Perlas gesorgt, der sich seit über 40 Jahren aktiv für soziale Schwerpunkte arrangiert.| Sie sind hier |
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