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Kategorie: Unterhaltung, Kultur, Kunst > Musik
Deutschlands ältestes Musikmagazin
Nachrichten aus dem RSS-Feed: melodie&rhythmus
Sommer auf dem Land19.01.2012, 16:26 | vor 22 Tagen
Eine herrlich skurrilen Geschichte in Tradition osteuropäischer FilmeIn seinem Spielfilmdebüt erzählt Regisseur Radek Wegrzyn, Absolvent der HFF Konrad Wolf, in einer einzigartigen warmen und herzlichen Stimmung von Liebe, Leben und Loslassen.
Bogdan (Zbigniew Zamachowski) ist ein international gefeierter Konzertpianist. Nach dem Tod seiner Frau Iza (Lucyna Malec) kehrt er der großen Bühne den Rücken zu und zieht sich zu seiner Mutter in das Dorf seiner Kindheit zurück. Hier hatten sich seine Frau und er bereits als Kinder am Strand die ewige Liebe geschworen.
Bogdan ergibt sich mit reichlich Alkohol seinem Schicksal. Doch ...
Große Kunst? Großer Quatsch?09.01.2012, 20:47 | vor 32 Tagen
Adrian Zaar kann man lieben oder hassen
Manche Songs des selbst betitelten Debüts von Adrian Zaar sind grandios. »Warten« ist ein grotesk überzuckerter Tanzbodenfeger, gesungen mit einer extrem pomadigen Stimme, die sich bei Damen einschmeichelt, die noch Hütchen und Handtasche tragen und nachmittags im Seniorenheim auf den Tanztee warten. Meint der Mann, was er singt?
Die scheinbare Ernsthaftigkeit, mit der sich Adrian Zaar als schmieriger Schmachtbolzen inszeniert, wird ihm in der Popwelt nicht nur Freunde bringen. Doch hört man genauer hin, kann man die Platte ganz anders deuten. Adrian Zaar singt mit ...
Rerecording statt Recyclen09.01.2012, 20:42 | vor 32 Tagen
Die Sterne spielen ihre Anfänge neu ein
Sie könnten es sich einfacher machen und sich mit »Greatest Hits« feiern lassen. Schließlich leuchten die Sterne seit 20 Jahren und weisen den Weg, wie sich Tanzen mit Denken lustvoll verbinden lässt. Wie gut diese Symbiose nach wie vor funktioniert, zeigte ein rappelvolles Gastspiel im Dezember 2011 in Berlin. Es bewies, dass die Hamburger vor allem eines sind: eine hervorragende Liveband.
Wer allerdings von den Nachgeborenen den »Universal Tellerwäscher« zu Hause hören wollte, musste feststellen, dass all die frühen Alben der Sterne nicht mehr lieferbar ...
Signierstunde mit Pablo Miró am m&r-Stand09.01.2012, 16:25 | vor 32 Tagen
Der Musiker Pablo Miró wurde 1961 in Cordoba/Argentinien geboren. Er wuchs dort und in der BRD auf, lernte Gitarre, studierte Komposition. Vier CDs hat er bisher veröffentlicht. Am 14. Januar gibt er auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin ein Solidaritätskonzert für die Cuban Five.
Im Anschluß an sein Konzert wird er gegen 17.30 Uhr am melodie&rhythmus-Stand signieren.
Die Rosa-Luxemburg-Konferenz findet am 14. Januar in der Urania Berlin statt. Alle weiteren Informationen zur Konferenz finden Sie unter www.rosa-luxemburg-konferenz.de.
www.pablomiro.com
Jetzt am Kiosk: m&r 1/201203.01.2012, 05:58 | vor 38 Tagen
Am 03.01.2012 erscheint das neueste Heft der melodie&rhythmus. Schwerpunkt der Januar/Februar-Ausgabe ist das Thema “Geld”.
Der Konzertveranstalter Berthold Seliger befasst sich in seinem Essay mit der Rolle des Geldes in der Popmusik. Er erklärt die Verdienstmöglichkeiten für Musiker anhand konkreter Beispiele und analysiert die Rolle der Sponsoren im Konzertalltag.
Im Schwerpunktinterview berichtet der Rapper Sido über den Einfluss Gelds im Hip-Hop und seine persönliche Haltung zum Geld. Der Schwerpunkt wird durch Interviews mit dem legendären Musikproduzent Siggi Loch und dem Musiker Charlie Winston ergänzt, der 2009 mit dem Hit “Like a Hobo” ...
The Civil Wars01.01.2012, 20:35 | vor 40 Tagen
Die Singer/Songwriter Joy Williams und John Paul White wurden bei einer Session im Jahr 2008 einander vorgestellt. Kurz darauf gründeten Sie The Civil Wars. Ein Projekt, in das beide ihre musikalischen Vorzüge einbringen. Die intime Atmosphäre wird durch die Reduktion auf Gitarre und Duettgesang betont, in welchem sich Williams und White originell ergänzen. Musik zwischen Folk und Country, ruhig und getragen, mit energetischen Ausbrüchen. Höhepunkte der Liveshow sind die eigenständigen Coverversionen: „You Are My Sunshine“ in einer Moll-Variante oder „Billie Jean“ von Michael Jackson. Tiefe Ehrfurcht, Humor und Gespür für ...
Sebastian Krumbiegel01.01.2012, 17:18 | vor 40 Tagen
Als Frontmann der Prinzen ist Sebastian Krumbiegel inzwischen jedermann in Deutschland bekannt. Auf seiner Solotournee zeigt sich der ehemalige Thomaner dem Publikum von seiner anderen Seite. Ein Mann, ein Klavier und Balladen, wie sie das Leben schreibt – das sind die Zutaten für Krumbiegels »Solo am Piano Tour«, die den Leipziger ab März durch Deutschland führt.
Abseits von großen Bühnen und Fernsehshows wird der Sänger dabei sowohl veröffentlichte als auch noch unbekannte Solostücke aus seiner eigenen Feder präsentieren. Mit spielerischer Sicherheit greift er in die Tasten, singt mal politisch-ironisch, dann wieder ...
AUFSCHWUNG ROCK: Rino Mandingo29.12.2011, 20:13 | vor 43 Tagen
Heimat: Berlin Reihenhaus City.
Musiker: Rino, der Schwiegermutter-Rapper.
Laufbahn: Rap ist ein liederlicher Rotzbengel, der sich den ganzen Tag auf der Straße herumtreibt, Leute provoziert und Mist baut. Rino dagegen ist der nette Junge von nebenan, der freundlich grüßt, gut in der Schule ist und in der Pause auf dem Schulhof immer vom Rotzbengel Rap verprügelt wird. Aber Rino ist nicht nachtragend, und dem Rap imponiert mit zunehmendem Alter die Wortgewandtheit des Musterschülers. Beide vertragen sich bei einer Tasse warmer Milch und machen fortan gemeinsame Sache.
Zitat: »Rino Mandingo nimmt dich einmal fest ...
AUFSCHWUNG ROCK: Tapete29.12.2011, 20:09 | vor 43 Tagen
Heimat: Berlin Real City.
Musiker: Leonard Kroppach (The Tapete Himself).
Laufbahn: Ist mit der größten Klappe Berlins geboren worden, nimmt das aber extrem gelassen, weil er weiß, dass sie das beste Versteck ist für sein großes Talent. Denn obwohl der Rapper, der sich Tapete nennt, außer bei seinem Namen immer übertreibt, wird er dauernd unterschätzt. Dabei nimmt er sich der knallharten Themen an, vor denen andere sich nur ducken: Weltuntergang, Gedankenkontrolle und Brustmuskeldancen.
Zitat: »Ich bedank mich jeden Tag bei Vater Staat, dass ich auf seine Kosten leben darf.«
Zukunftsmusik: Bringt auch alle zukünftigen ...
AUFSCHWUNG ROCK: Listen To Polo29.12.2011, 20:01 | vor 43 Tagen
Heimat: Mannheim Academy City.
Musiker: Michael Rückert (voc/key), Matthias Rückert (git/voc), David LaPlant (bs/voc), André Bayer (dr).
Laufbahn: Die Rückerts sind nicht nur verwandt, sondern verzwillingt. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben sie in ihrer Kindheit nicht nur die gleichen Klamotten getragen, sondern auch denselben Walkman benutzt. Fürs Songsharing eigneten sich am besten Bands wie Beatles, Radiohead und Mute Math, weil in deren Songs so viel drin ist, dass es für alle reicht. Der Teilerfolg ist unbestreitbar, wenn man die Musik von Listen To Polo hört. Rückstände des Urmaterials sind bis zum dritten Gehörgang ...
AUFSCHWUNG ROCK: Berge29.12.2011, 19:53 | vor 43 Tagen
Heimat: Berlin Pop City.
Musiker: Marianne Neumann (voc/p), Rocco Horn (rest).
Laufbahn: Von der Band zum Kollektiv zur Schrumpfung zum Neuanfang. Das ist die Kurzform. Das alles in der realen Langform zu überleben und als umworbenes Popjuwel wiederaufzuerstehen, das ist das Kunststück, das Berge vollbracht haben. Es hat sie zu entspannten Neo-Hippies gemacht, die ohne Angst vor Dur-Akkorden vom Meer aus Farben singen und auch sonst lieber Mut machen als schwarzmalen. Das bedarf gerade in Berlin einiger Courage.
Zitat: »Ich mal mir einfach meine Welt, hier ist alles perfekt. Woa oh oh. Woa ...
Leserbriefe29.12.2011, 09:58 | vor 43 Tagen
Schicken Sie uns Ihre Meinung, Anregungen und Kritik: an redaktion@melodieundrhythmus.com oder Verlag 8. Mai GmbH, melodie&rhythmus, Torstraße 6, 10119 Berlin
Ich wusste zwar schon länger, dass es die m&r wieder gibt, habe aber erst in den letzten Monaten zwei Exemplare gekauft und auf Zugfahrten intensiv gelesen.[...] Ich finde gut, dass aus der m&r kein Ostalgieblatt geworden ist. [...] Trotz der reflektierten Berichterstattung über das Umfeld der Musik und die sehr differenzierte Betrachtung der DDR-Vergangenheit stört mich ein latenter Hang zu einem, sorry, sehr ideologischen Betonkommunismus. […] Übel aufgestoßen ist mir auch ...
Auf dem Sprung29.12.2011, 09:58 | vor 43 Tagen
Max Prosa ist einer der besten Songschreiber Deutschlands. Seine Lieder könnten ihn sehr schnell dorthin führen, wo Clueso, Poisel und Bendzko schon sind: an die Spitze.
Text: Thomas Winkler, Foto: Santiago Flores
Das ist schon okay. Man muss sich ja Ziele setzen. Nach den Sternen greifen. Sich nur an den Besten orientieren, den Allerbesten. Im Pantheon von Max Prosa sind das: Leonard Cohen, Tom Waits und natürlich Bob Dylan. Denen eifert der erst 22-Jährige nach, nicht nur musikalisch. Zum Interview erscheint der junge Mann behängt mit Tüchern und einer Mütze über den ...
Zu wild für den Westen29.12.2011, 09:57 | vor 43 Tagen
Der Gypsy-Punk von Zdob si Zdub wird für Westeuropa geglättet
Text: Armin Siebert, Foto: Christoph Voy
Als ich Zdob si Zdub zum ersten Mal live sah, 1996 in Moskau, gab es die Band gerade mal ein oder zwei Jahre. Sie hatte ihren ersten Hit »Hardcore Moldovenesc«, der Rage Against The Machine mit Chili-Peppers-Funk und moldawischer Folklore verband. Letztere entwickelte sich immer mehr zu ihrem Markenzeichen: Sie klaubten wunderbare moldawischukrainische Folkmelodien aus der Museumsvitrine und steckten sie in ein knackiges Rock’n‘Roll-Bläser-Gewand. Da trafen schon mal ein Babuschka-Chor auf einen DJ und Hirtenf löte ...
Tanz den Tanith!29.12.2011, 09:54 | vor 43 Tagen
Der Tresor war einer der aufregendsten Clubs der Welt. Heute ist er Touri-Kulisse
Text: CKLKH Fischer, Foto: Mirko Scholz
Wie schnell die DDR ihre Autorität verlor, konnte man an vielen Entwicklungen nach dem 9. November 1989 verfolgen – dass Jugendliche begannen, sich in den vielen verfallenen und unbewohnten Häusern der Hauptstadt einzunisten, war nur eine davon. Diese Besetzungen und legalen Nutzungen waren die Wurzel des noch heute so gefeierten Status Berlins als Kreativ- und Künstlerzentrum.
Galerien, Kneipen und auch die erste Club-Generation tauchten in den Folgejahren auf. Überall fanden sich leer stehende Räume ...
»Wer Realität will, soll Zeitung lesen«29.12.2011, 09:51 | vor 43 Tagen
Max Prosa über Liedermacher, deutsche Songtexte und sein großes Vorbild Bob Dylan
Text: Thomas Winkler, Foto: Santiago Flores
Herr Prosa, sind Sie ein Liedermacher?
Schwierig. Ich habe mich mit dem Begriff immer herumgeschlagen.
Warum?
»Liedermacher« klingt so altbacken. Damit wird assoziiert: Der Junge mit seiner Gitarre. Das bin ich aber nicht, die Musik ist ein Gemeinschaftswerk mit meiner Band, der Gemeinschaft der freien musikalischen Liebe. Klar, der allergrößte Teil der Lieder ist von mir, aber Liedermacher? Singer/Songwriter würde es schon eher treffen, aber das ist auch schon wieder eine Schublade, in die ich nicht reingesteckt ...
»Ich will nie wieder dahin zurück, wo ich hergekommen bin«29.12.2011, 09:47 | vor 43 Tagen
Sido ist finanziell saniert. Jetzt sucht er einen Imagewechsel
Text: Daniela Aue, Fotos: Timo Schmidt
Aufgewachsen zwischen Hochhäusern, Drogen und Kriminalität, ist Sido heute einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands. Als Achtjähriger kam er als Paul Würdig aus Ostberlin mit seiner Mutter in die tristen Betonburgen des Märkischen Viertels. Heute ist er 31, hat vier Studioalben veröffentlicht, davon drei mit Goldstatus. Ende 2011 versöhnte er sich mit seinem Erzfeind Bushido und produzierte mit ihm die Platte »23«. Im Film »Blutzbrüdaz« (Rezension auf Seite 81) spielt er Otis, einen Rapper mit Idealen, der irgendwann ...
Neue Zornesfrüchte am alten Baum29.12.2011, 09:45 | vor 43 Tagen
Rückblick auf ein außergewöhnliches Gedenkkonzert für Franz Josef Degenhardt
Text: Ingar Solty, Fotos: Gabriele Senft
Das Geburtstags- und Abschiedskonzert für Franz Josef Degenhardt am 19. Dezember 2011 im Berliner Ensemble war in gewisser Weise eine Rückkehr zum Ursprung, gelangte Degenhardt doch insbesondere auf dem Weg zu Brechts Theater am Schiffbauerdamm zu seiner besonderen politischen Ästhetik, in dem nun einige seiner vielen Freunde von ihm Abschied nahmen. Strukturiert war die – von der jungen Welt und melodie&rhythmus ins Leben gerufene – dreieinhalbstündige Veranstaltung als Rück- und Ausblick. Degenhardts Liedermacher-Kollegen zogen den Hut vor ...
Lustvolles Krachgewitter29.12.2011, 09:42 | vor 43 Tagen
The Smashing Pumpkins gaben ein kraftvolles Konzert im Berliner Tempodrom
Text: Daniela Aue, Fotos: Michael Felsch
Drogenexzesse, psychische Probleme, bandinterne Zankereien, Platin-Auszeichnungen, Charterfolge. Die Geschichte der Smashing Pumpkins gleicht einer Achterbahnfahrt. So oft hatten sich die Chicagoer gezofft, aufgelöst, neu formiert oder in Soloprojekten engagiert, dass auch den treuesten Fans schwindelig werden konnte. Doch in mehr als 20 Jahren verstand es Oberkürbis Billy Corgan, sich immer wieder auf brillante Weise neu zu erfinden – auch wenn man nie genau wissen konnte, was er als Nächstes aus dem Ärmel schütteln würde.
Vier Jahre nach ...
Spende mit Extras29.12.2011, 09:41 | vor 43 Tagen
Die Künstlerin. Julia Marcell, Sängerin aus Polen, sammelte mit der Crowdfunding-Plattform Sellaband 50.000 Euro für ihr Debütalbum.
Crowdfunding spült Geld in knappe Bandkassen – mit Hilfe der Fans
Text: Daniela Aue, Fotos: Iwona Bielecka
Geld bedeutet Reimo Herfort »herzlich wenig. Du brauchst es zum Leben, um deine Arbeit und deine Ideen zu verwirklichen«, bemerkt der Jeans Team-Sänger lakonisch. Derzeit hätte der Berliner Musiker allerdings nichts gegen einen praller gefüllten Geldbeutel. Ein neues Album der Elektropunk-Band ist in der Pipeline, nur die Produktion muss finanziert werden. Und weil die Bandkasse der kommerzkritischen Truppe chronisch ...
»Sitzt so‘n Typ auf‘m Barhocker …«29.12.2011, 09:41 | vor 43 Tagen
Tom Lüneburger sieht sich nicht als Singer/Songwriter
Text: Konrad Weser, Foto: Martin Becker
Wenn man Tom Lüneburger heute begegnet, erinnert nicht mehr viel an den Sänger, der um die Jahrtausendwende mit der Band Myballoon kleinere Erfolge feierte und versuchte, mit Rock- und Popballaden Teenagerherzen höher schlagen zu lassen. »Als Kind wollte ich Fußball spielen und Mofa fahren«, erzählt er, »aber mit 14 hab ich gemerkt, dass Musik auch ganz cool ist, mit E-Gitarre und Verstärker.«
Der große Erfolg blieb allerdings aus, Myballoon lösten sich 2006 auf. Danach spielte Tom in Berlin mit seiner ...
Der Funk lebt!29.12.2011, 09:36 | vor 43 Tagen
George Clinton trieb das Publikum ins P-Funk-Paradies
Text: CKLKH Fischer, Fotos: Monique Wüstenhagen
Natürlich fragt man sich, wie es damals gewesen sein mag, Ende der Siebziger, als George Clinton und seine Musiker auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs und ihrer Kreativität standen. Als dieses Kollektiv einem eigenen Wahnsinn folgte und auslebte, mit einem Bootsy Collins, der in Windeln auftrat, und mit exzessiven, bunten Konzerten, die vier, fünf oder mehr Stunden dauerten, mit fast so vielen Leuten auf der Bühne wie in den ausverkauften Hallen – und wo es trotzdem noch Platz gab, um ...
Das Kina-Syndrom29.12.2011, 09:36 | vor 43 Tagen
Wenn virtuelle Fans plötzlich echt werden
Text: Daniela Aue, Foto: Nick Gordon
Als Kina Grannis zum ersten Mal vor Publikum in Europa auftrat, war sie schlicht überwältigt. »Es hat mich total fasziniert, so weit weg von zu Hause diese ganzen Leute zu sehen.« Umso erstaunlicher fand die amerikanische Sängerin, dass die Menschen auch sämtliche ihrer Stücke textsicher begleiten konnten. Der Bühnenerfolg der jungen Künstlerin ist nicht etwa Ergebnis professioneller Marketinganstrengungen großer Plattenfirmen. Dass Grannis derart populär ist, verdankt sie zu großen Teilen dem Internet. Die Musikerin gilt als YouTube-Phänomen. Sie profitiert von ...
m&r Live: Frauenpower im Maschinenhaus29.12.2011, 09:36 | vor 43 Tagen
Eine Woche vor dem Frauentag präsentieren wir drei exzellente Musikerinnen – mit männlicher Begleitung
m&r Live geht in die zweite Runde. Beim Konzert am 1. Dezember 2011 füllten Ira Atari, Erik & Me und Max Prosa das Maschinenhaus der Kulturbrauerei Berlin mit singenden, tanzenden und bestens gelaunten Menschen. Weil‘s so schön war, legen wir nach und präsentieren für m&r Live wieder ein fabelhaftes Line-Up:
Toni Kater, Gretel, YA-HA!
Wann? 1. März 2012, 20 Uhr
Wo? Maschinenhaus der Kulturbrauerei Berlin
Wie teuer? 12 Euro im Vorverkauf, 15 Euro an der Abendkasse
Tickets für m&r Live gibt es ...
Komplette Alben weggeworfen29.12.2011, 09:34 | vor 43 Tagen
Die Türen haben sich für die neue Platte sehr viel Zeit gelassen
Text: CKLKH Fischer, Foto: Knut Classen
Eine Woche, bevor die Proben für die Aufnahmen des neuen Albums »abcdefghijklmnopqrstuvwxyz« beginnen sollten, tauchte Gründungsmitglied Gunther Osburg ohne seinen Gitarrenkoffer zum Meeting auf. »Da wussten wir schon, da stimmt was nicht«, erinnert sich Sänger Maurice Summen. Obwohl Osburg an allen neuen Songs mitgearbeitet hatte, lockte ihn ein Jobangebot, das er nicht ablehnen konnte. Für Osburg sprang Andreas Spechtl ein, und es war schnell klar, dass er nicht nur der Feuerwehrmann sein würde, sondern ...
Ausgebrannt29.12.2011, 09:34 | vor 43 Tagen
Rammstein scheitern an ihren eigenen Ansprüchen
Text: Jürgen Winkler
Diese Jungs sollte man einfach lieb haben. Mal richtig knuddeln, über die Köpfe streicheln, ein paar nette Worte sagen und eine Tüte Bonbons spendieren. Sie geben sich Mühe, und sie machen ja auch alles richtig. Erfolg, wohin das Auge blickt: im Inland, im Ausland, in den Charts und auf dem Schwarzmarkt.
Doch der Erfolg ist hart erarbeitet. Wie hart, das konnte man am 14. Dezember 2011 in der Berliner O2 World sehen. Rammstein spielten ihr vorletztes Konzert der Deutschlandtour, vielleicht ihr vorletztes Konzert in ...
»Eine Million, sonst ist er weg!«29.12.2011, 09:32 | vor 43 Tagen
Siggi Loch mit Inga Humpe (li.) und Annette Humpe (re.)
Siggi Loch und die innovative Macht des Geldes
Text: Gunnar Pabst, Foto: Archiv, Ssirus Pakzad
Geld und Kreativität stehen oft in einem Verhältnis antagonistischer Abhängigkeit. Ohne Geld läuft nichts in der Musik, aber wenn tatsächlich mal nichts läuft, ist stets der Zaster schuld. Entweder, weil er fehlt, oder weil der Profit den schöpferischen Prozess erdrückt. Die gestalterische Kraft des Geldes wird indes viel zu selten erkannt.
Der deutsche Musikproduzent und Labelmanager Siegfried Loch war sich des kreativen Inputs seiner finanziellen Möglichkeiten von Anfang an ...
Die Herren der Freiheit29.12.2011, 09:31 | vor 43 Tagen
Deichkinds neue Platte ist ihre beste. Sie wären fast daran verzweifelt
Text: CKLKH Fischer, Foto: Nikolaus Brade
Deichkind-Produzent Sebi Hackert starb im Februar 2009 im Alter von 32 Jahren. Die Band musste entscheiden, was aus Deichkind werden sollte. »Er war eines unserer wichtigsten Bandmitglieder. Aber es sind ja schon vorher Musiker ausgestiegen.« Also: weitermachen. »Das wäre bei mir, wenn ich gestorben wäre, auch so gewesen«, glaubt Phillip, denn »Deichkind sind nicht wie Fettes Brot oder wie die Fanta Vier. Wenn da einer fehlt, dann sind es nicht mehr Fanta Vier« (»Cola drei«, ...
Aus der Gosse in die Top Ten29.12.2011, 09:27 | vor 43 Tagen
Charlie Winston kennt die Schattenseiten des plötzlichen Ruhms
Text: Steffen Rüth, Foto: New Press Picture
Vor gut zwei Jahren eroberte der aus Cornwall stammende Charlie Winston erst Frankreich, danach wirbelte er mit seinem einprägsamen Gitarrenpopsong »Like A Hobo” auch bei uns viel Staub auf. So wurde aus dem 33 Jahre alten, lange Zeit ungezwungen durch die Welt reisenden Sohn eines Folk musizierenden Hotelierpaares (Charlies Bruder Tom Baxter arbeitet ebenfalls als Singer/Songwriter) ein erfolgreicher Musiker. Jetzt kehrt Charlie Winston mit seiner neuen Platte »Running Still« kraftvoll zurück. Die Songs rocken im Vergleich zum ...
EDITORIAL: Dies ist die letzte m&r …29.12.2011, 09:27 | vor 43 Tagen
… im gewohnten Gewand. Mit neuem Cover und renoviertem Innenteil möchten wir die m&r ab Ausgabe 02/2012 noch lesefreundlicher machen. Den Schwerpunkt auf die deutschsprachige Musikszene behalten wir natürlich bei. Auch den traditionsreichen Namen »melodie&rhythmus« ändern wir nicht, denn m&r wird im November 55 Jahre alt; sie ist damit die am längsten existierende Musikzeitschrift Deutschlands. Das feiern wir am 24. November im Kesselhaus Berlin mit unseren Lesern und vielen Bands. Welche Bands wir einladen und ab wann Sie Tickets kaufen können, verraten wir Ihnen in den nächsten Ausgaben und auf ...
Ans Licht!29.12.2011, 09:27 | vor 43 Tagen
Down Below wechseln vom Gothic-Metal zum Mainstream-Rock
Text: Georg Rackow, Foto: Holger Fichtner
Der erste Satz des Pressetextes lautet: »Vergiss alles, was dir zu Down Below einfällt.« Doch so einfach ist das nicht. Als Vorband von Unheilig hat man sich auf zwei Tourneen ein ganz bestimmtes Publikum erspielt, und auch die jährlichen Fan-Treffen der Band zeugen von einer großen Hingabe zum bisherigen Rock-Gothic-Metal-Pop-Sound. Was ist nun anders? Sänger Neo Scope, der trotz der Renovierung seinen Künstlernamen behält, fasst zusammen: »Insgesamt gibt es weniger Synthies, weniger Kostüme und weniger fiktive Geschichten. Es gibt ...
MAGAZIN: Geld kann man nicht essen29.12.2011, 09:23 | vor 43 Tagen
Aber man kann Songs darüber schreiben
Text: Thomas Winkler, Foto: flickr.com/uxud
Die drei wichtigsten Themen, die in Popsongs verhandelt werden, sind natürlich: die Liebe, die Liebe und noch mal die Liebe. Dann erst kommt: der Sex. Danach aber folgt gleich: das Geld. Und die Gier. Am unverblümtesten im Soulklassiker »Money (That‘s What I Want)«. Janie Bradford schrieb den Song 1959 zusammen mit Berry Gordy. Man durfte den Text als programmatisch verstehen. In der Aufnahme eines gewissen Barrett Strong wurde das Lied zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, geriet zum ersten großen Hit ...
Von Assbook bis Zyntoflak29.12.2011, 09:22 | vor 43 Tagen
Die Zukunft des Popgeschäfts
Text: Mark Modsen, Foto: flickr.com/philhearing
Gustav Schmittrich-Schlaffle, von seinen Freunden Tavo genannt, fingert nach dem Smartphone und schaltet den Geruchsalarm aus. Die Nachtschichtler seiner WG störte es, dass sich der schwerhörige Musiker mit massiven Beats vom Handywoofer wecken ließ. Deshalb spendierten sie ihm »Smellfire Clocktastic« aus dem Android Market. Heute verströmt die App den Duft »Oriental Pussy«, passend zur Morgenlatte. Tavo legt schläfrig Hand an sich. Selbst die dümmste Gans weiß, dass Musiker Loser sind. Groupies kommen nur noch in den zyntof lakvernebelten Geschichten der Alten vor. Krasser ...
Lohn der Beharrlichkeit29.12.2011, 09:21 | vor 43 Tagen
25 Jahre nach seinem größten Hit ist Dirk Michaelis erstmals in den Charts
Text: Georg Rackow, Foto: Valicon Presse
Dirk Michaelis hat den Hit ›Als ich fortging‹ geschrieben.« So beginnt beinahe jede Ankündigung des Sängers und Songschreibers in den Medien und auf den Bühnen. Der 25 Jahre alte Karussell-Song ist sein Markenzeichen geworden, ihm verdankt er seinen bis heute anhaltenden Erfolg. Michaelis weiß das, und er empfindet »Als ich fortging « nicht als Last. Im Gegenteil, er ist glücklich darüber, den Song geschrieben zu haben, dessen Melodie er schon mit elf Jahren ...
Im Kampf gegen sich selbst29.12.2011, 09:19 | vor 43 Tagen
Charlotte Gainsbourg hat ihre Scheu vor Liveauftritten überwunden
Text: Dagmar Leischow, Foto: WMG
Vor der Kamera hat Schauspielerin Charlotte Gainsbourg keine Scheu. Das weiß jeder, der die Masturbationsszene aus Lars von Triers Film »Antichrist« kennt. Privat indes ist die Französin eher zurückhaltend. Ziemlich lange sei es ihr extrem schwer gefallen, in Interviews über ihre berühmten Eltern Serge Gainsbourg und Jane Birkin zu sprechen, gesteht sie. Das hat sich inzwischen geändert. Als sie 2010 zum ersten Mal auf Tournee ging, sang sie mit »Couleur Café« und »L‘Hotel particulier« sogar zwei legendäre Songs ihres ...
MAGAZIN: Schweigen & geniessen29.12.2011, 09:18 | vor 43 Tagen
Musikliebhaber treffen sich zum Schallplattenhören
Menschen versammeln sich in einem Café, um gemeinsam schweigend eine Langspielplatte anzuhören. Was für eine originelle Idee unseren technikbesessenen, schnelllebigen Zeiten! So geschehen im November letzten Jahres beim Auftakt der monatlichen Reihe »Listening-Get-Together« im Multilayerladen, einer wunderbar improvisierten Undergroundbar in Kreuzberg. Geladen hatte Olga Baczynska, eine polnische Fotografin, die in Berlin wohnt. Großartig, dass diese zauberhafte Idee von einer Frau kam; ist doch die ernsthafte bis besessene Beschäftigung mit Musik sonst eher ein Jungsding.
Die Platten des Abends waren die aktuellen Alben von Beirut und Devotchka ...
Danke für die Blumen!29.12.2011, 09:16 | vor 43 Tagen
Das Frühwerk von Andreas Dorau wird endlich wiederveröffentlicht
Text: Markus von Schwerin, Foto: Ata Tak
Als im vergangenen Sommer Andreas Doraus Album »Todesmelodien« erschien, verblüffte es durch ungewöhnlich handgemachte Sounds. Zumindest im Vergleich zu Doraus Elektropop aus den 1990er Jahren, wo Gitarrenlicks, Disco-Hi-Hats und oft sogar die Refrains (»Girls In Love«) nur als Samples zum Einsatz kamen. Unter den »Todesmelodien « war das Vinylknistern aber nur noch in »Stimmen in der Nacht« auszumachen. Dafür erklangen auf der MP3-Single »Größenwahn « Posaunen, verstimmte Klaviere und beherzt-schiefe Chöre, wie man sie seit den Frühwerken ...
Blues mit Sauerkraut29.12.2011, 09:14 | vor 43 Tagen
Mark Lanegan trägt amerikanische Roots zu Kraftwerk zurück
Text: Fred Fronner, Foto: Sam Holden
Acht lange Jahre ist es her, dass Mark Lanegan ein Soloalbum aufgenommen hat. Auf den unvergleichlich rauen und sonoren Bass des ehemaligen Sängers der Screaming Trees, den man unter Millionen Stimmen heraushört, mussten wir in den letzten Jahren dennoch nicht verzichten, denn Lanegan gab sich im Duo mit Isobel Campbell, in Bands wie Queens Of The Stone Age, Gutter Twins oder den Soulsavers sowie als Gastsänger der Twilight Singers die Ehre.
Einen Solowurf konnte all das nicht ersetzen. Wenn ...
MAGAZIN: Willkommen im Tollhaus29.12.2011, 09:13 | vor 43 Tagen
Die Musikindustrie macht mal wieder ihre Kunden nass
Noch keine vier Jahre ist es her, als Universal einen Anwalt in die Spur schickte, um eine phänomenale Idee gerichtlich durchzusetzen. Phänomenal aus Sicht des Musikkonzerns, weniger aus Sicht des Beklagten, einem Mann namens Troy Augusto. Er hatte auf eBay in 26 Auktionen Promo-CDs verkauft. Anwalt Russel Frackmann sah durch diese Verkäufe die Rechte von Universal verletzt. Es dürfe nur der eine CD verkaufen, der sie zuvor selbst käuflich erworben habe. Eine Promo-CD wird aber nicht verkauft. Plattenfirmen verschicken sie kostenlos und meist ...
Produktive Rache29.12.2011, 09:11 | vor 43 Tagen
Coeur de pirate bewältigt ihre Beziehungen mit wunderschönen Songs
Text: Dagmar Leischow, Foto: Uwe Ahrens
Geht das überhaupt? Theoretisch kann eine Kanadierin mit tätowierten Armen nicht unbedingt in Frankreich als Chansonsängerin Fuß fassen. Erstens ist sie ja keine Einheimische, zweitens schickt es sich eigentlich nicht, eine Punkvergangenheit zu haben. Béatrice Martin alias Coeur de pirate weiß trotzdem, wie man Franzosen entzückt. Unsere linksrheinischen Nachbarn kauften ihr Debütalbum vor drei Jahren wie verrückt, dafür bekam sie Doppelplatin.
Das Konzept hinter ihrem Erfolg ist so einfach wie gut: Die 22-Jährige holt den Yé-Yé-Pop der 60er ...
Felix im Glück29.12.2011, 09:10 | vor 43 Tagen
Felix Meyer (dritter von links) mit seiner Band
Felix Meyer spielte jahrelang als Straßenmusiker. Dort entdeckte ihn der Manager einer Comic-Pop-Band
Text: Christoph Schrag, Foto: Promo
Er hat sein Geschäft auf der Straße gelernt. Schön klingt das. Bodenständig und ehrlich. Vor allem in Krisenzeiten beschwören diese Worte eine Aura der Verlässlichkeit. Und tatsächlich ist jemand wie Felix Meyer krisenfest in einem Business, das noch immer kaum Ideen hat, wie man vielversprechende Künstler heute so aufbaut, dass sich das Versprechen auch einlöst. Also müssen sich die Künstler wie Felix Meyer selbst aufbauen, ganz konservativ ...
Liebeskummertröstersongs29.12.2011, 09:10 | vor 43 Tagen
Marit Larsen setzt ihren erfolgreichen Mädchen-Pop fort
Text: Dagmar Leischow, Foto: Jørgen Gomnæs
Jenseits der Bühne suche ich keine Aufmerksamkeit«, sagt Marit Larsen. Das glaubt man ihr sofort. Beim Gespräch in einem Hamburger Hotel wirkt die Sängerin eher zurückhaltend. Sie redet ziemlich leise. Bei Sätzen wie »Ich finde es seltsam, in Interviews ununterbrochen von mir erzählen zu müssen«, verliert sich ihre Kleinmädchenstimme beinahe in einem Flüstern. Dabei hätte sie eigentlich allen Grund, superselbstbewusst aufzutreten. Ihr Nummer-Eins-Hit »If A Song Could Get Me You« machte sie 2009 auch außerhalb ihrer Heimat Norwegen berühmt, ...
Happy Trash29.12.2011, 09:06 | vor 43 Tagen
The Black Keys überwinden die Grenzen des Wachstums
Text: Wolf Kampmann, Foto: Danny Clinch
In der Ökonomie unserer Tage ist permanent vom Wachstum und seinen Grenzen die Rede. Die Black Keys aus Akron, Ohio, sind permanent gewachsen, ohne an Grenzen zu stoßen. Das gilt freilich nicht für ihr Personal, denn das Duo bestand von Anfang an aus Gitarrist und Sänger Dan Auerbach und Schlagzeuger Patrick Carney. Doch von einer unschuldigen College-Blues-Band haben sie sich mit unbändigem Willen über die Stationen Powerrock, Hip-Hop und White Soul zu einer der einflussreichsten Bands der USA ...
MAGAZIN: Bück dich zärtlich29.12.2011, 09:05 | vor 43 Tagen
Carlos Peron ist die Antithese zu Rammstein
Instrumentale Musik leidet schon immer unter dem Problem der inhaltlichen Deutung. Wenn ein Künstler den Synthesizer minutenlang vor sich hin pluckern lässt und seine nonverbale Stromkunst »Abendstimmung« nennt, wird sich der Hörer pflichtgemäß in eine Abendstimmung versetzen. Hätte der Künstler sein Werk »Rattenköttel« genannt, wäre der gleiche Song Stoff für diskursive Runden unter bleichen jungen Männern.
Deshalb scheint es auf den ersten Blick amüsant, wenn man elektronische Musik als Soundtrack für die Erotik- und Fetischszene bezeichnet. Doch bei Carlos Peron kann man sicher sein, dass ...
London Calling29.12.2011, 09:04 | vor 43 Tagen
Das Portico Quartet wird elektronisch
Text: Wolf Kampmann, Foto: Jamie Leit
Was bedeuten schon Begriffe wie Jazz, Pop oder elektronische Musik, wenn die entsprechenden Szenen längst überlappen und gemeinsame Marktsegmente besetzen. Jeder Euro – oder im Falle des Londoner Portico Quartets jedes Pfund – kann nur einmal ausgegeben werden, da spielt es kaum eine Rolle, wie man die Musik benennt. Das Portico Quartet galt in den letzten Jahren als größte Hoffnung einer sich erneuernden Londoner Jazzszene. Zwischen Chamber Jazz, Weltmusik und Elektronik fanden die vier Youngster einen symbiotischen Gruppensound, dessen Fokus ein ...
Let Me Get What I Want29.12.2011, 09:04 | vor 43 Tagen
Über Märkte, Konzentrationsprozesse, Besitzrechte, Geldverdienen und Popmusik
Text: Berthold Seliger
Barbecue bei einer amerikanischen Familie am Rand einer prosperierenden Universitätsstadt. Ganz selbstverständlich wird der Fremde nach seinem Verdienst, seinem Gehalt gefragt, und ganz selbstverständlich reden die Amerikaner über das, was sie verdienen. Es hilft den einen, ihren sozialen Status, ihr Selbstbewusstsein zu verfestigen – es hilft aber auch den anderen, gegebenenfalls mit ihren Chefs über ein höheres Gehalt zu verhandeln.
»Über Geld spricht man nicht.« Ein typischer deutscher Satz. Oder, in seiner Steigerungsform: »Über Geld spricht man nicht, man hat es.« Noblesse oblige ...
Singen. Einfach nur Singen29.12.2011, 09:01 | vor 43 Tagen
Ruth Hohmann war jahrelang die einzige offizielle Jazzsängerin der DDR
Text: Thomas Winkler, Foto: Renate Schmidt
Immer noch geht sie regelmäßig auf die Bühne. Nur wenn die Stufen allzu steil sind, dann braucht sie Hilfe, dann lässt sie sich eine Hand reichen. Aber wenn sie erst mal oben ist, so wie an diesem Sonntagnachmittag auf dieser kleinen Bühne in Borgsdorf, einem Dorf nördlich von Berlin, dann singt sie und erzählt und reißt wieder Witze, als wären all die Jahre niemals vergangen. Dann, sagt Ruth Hohmann, fühle sie sich wieder, als wäre sie ...
Bellowhead27.12.2011, 20:38 | vor 45 Tagen
In Großbritannien und Irland ist es normal, dass Folkmusik großen Erfolg hat – was niemanden verwundert, denn die traditionellen Lieder aus alten keltischen, normannischen und angelsächsischen Ursprüngen machen einfach mehr Spaß. In Deutschland zum Beispiel hat es nie Bands wie Clannad oder The Pogues gegeben, und In Extremo zeigen erst seit relativ kurzer Zeit, dass Moderne und Tradition durchaus ein Tänzchen miteinander wagen können. Aber selbst dort, wo dieses Zusammenspiel selbstverständlich ist, sind Bellowhead etwas Besonderes. Eine elfköpfige Folk-Big-Band, die auch die abgeklärtesten Kritiker lieben. Von den Fans ganz zu ...
Konstantin Wecker27.12.2011, 20:30 | vor 45 Tagen
Konstantin Wecker ist universell begabt. Er ist Sänger, Liedermacher, Komponist, Schauspieler und Autor, und er unterrichtet Komposition und Arrangement an der Universität Würzburg. Trotz seines dauerhaften politischen Engagements war Wecker nie Mitglied in einer Partei. »Ich war schon immer der Meinung, dass die Chance des Künstlers darin besteht, bunt malen zu dürfen im Gegensatz zum Schwarz-weiß der Politik.« Als Liedermacher beherrscht er die unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen. Mit Gastmusikern wie Pianist Jo Barnikel, dem Linzer Spring String Quartett oder Percussionist Jens Fischer-Rodrian bleibt er allerdings seiner Rolle als ewiger egomaner Bühneneinzelkämpfer ...
Tim Bendzko27.12.2011, 20:21 | vor 45 Tagen
Tim Bendzko ist der Durchstarter der Stunde im deutschsprachigen Pop. Entdeckt wurde der 26-Jährige bei einem Talentwettbewerb der Söhne Mannheims. Sein Debütalbum »Wenn Worte meine Sprache wären« landete auf Platz Eins in den LP-Download-Charts von media control. Mit dem Titelsong und dem Hit »Nur noch kurz die Welt retten« eroberte der blond gelockte Barde die Bühnen der Republik und die Herzen vieler dahinschmachtender Konzertbesucherinnen. Wer im Vorprogramm von Elton John und Joe Cocker spielt, darf sich zu Recht zur ersten Garde der deutschsprachigen Popmusik zählen. Als Sieger beim »Bundesvision Song ...
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