Impressionen und News aus Thailand



      Impressionen und News aus Thailand
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Kategorie: Reisen, Touristik, Travel > Länderinformation
Interessante Eindrücke, Neuigkeiten, Anekdoten sowie ganz alltägliches aus Thailand - "the land of smile". Vielseitige Informationen über das Land, die Menschen und deren Kultur.
Nachrichten aus dem RSS-Feed: Impressionen und News aus Thailand
Bangkok: Symbolisches Blutvergießen vor dem Regierungsgebäude
15.03.2010, 17:56 | vor 12 Stunden  
Wie zu erwarten, lief das von der "UDD" am Sonntag, den 14. März gestellte Ultimatum, in dem eine Parlamentsauflösung und Neuwahlen gefordert wurde, am Montag, den 15. März gegen 12:00 Uhr erfolglos ab.
Aus der schwerbewachten Kaserne des 11. Infanterie-Regiments in Bangkok, in die sich PM Abhisit und sein Stellvertreter Suthep aus Sicherheitsgründen zurückgezogen hatten, ließ der Premierminister in einer Fernsehansprache verlauten, dass eine Auflösung des Parlaments und die damit verbundenen Neuwahlen nicht in Frage kämen, da man nicht nur die Interessen der Demonstranten sondern auch die der Thailänder, die nicht hinter der "UDD" stehen würden, berücksichtigen müsse. Wahlen müssten nach gültigen Regeln abgehalten werden. Er (Abhisit) sei allerdings bereit, sich die Vorstellungen der "UDD" anzuhören. Die Interessen des Landes ständen aber auf jeden Fall im Vordergrund.


"Red-Shirts" warten vor der Kaserne auf eine Reaktion des PM's nach Ablauf des Ultimatums (Quelle: Getty Images).

Am Sonntag Abend hatte sich der verurteilte und flüchtige Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra — die Galionsfigur der "Red-Shirts" — wieder einmal per Video-Link zu Wort gemeldet. In einer theatralischen Ansprache forderte er seine Anhänger auf, den friedlichen Protest weiter fortzusetzen, denn schließlich gehe es nicht um ihn, sondern um die Demokratie Thailands.
Eine andere Bemerkung Thaksins hatte bereits den deutschen Botschafter in Thailand zu einer Stellungnahme veranlasst: Thaksin hatte nämlich erwähnt, er plane nach Deutschland zu reisen, um seine Töchter zu treffen, die sich angeblich in Berlin aufhalten würden. Der deutsche Botschafter erklärte daraufhin noch einmal, dass Mr. Thaksin in Deutschland unerwünscht sei, und seit dem letzten Jahr ein Einreiseverbot für ihn bestehe. Die Behörden würden prüfen, ob Thaksin versuchen werde unter falschen Namen nach Deutschland zu reisen.
Nach einem Bericht des thailändischen Fernsehens hält sich Mr. Thaksin zur Zeit in Montenegro auf.

Gegen Mittag des 14. März verkündete "UDD" Führer Natthawut Saikua, dass man für den 15. März eine aussergewöhnliche Aktion geplant habe:
Gegen 08:00 Uhr morgens würden insgesamt 100.000 Demonstranten damit beginnen eine Gesamtmenge von 1.000 Litern Blut spenden. Dieses Blut würde man dann vor dem Regierungsgebäude fließen lassen, als Vergeltung für die Entscheidung der Regierung das Parlament nicht aufzulösen.
Laut Mr. Natthawut soll die bizarre Aktion einen symbolischen Wert haben, denn wenn die Kabinettsmitglieder das Regierungsgebäude betreten wollten, so müssten sie über das But der Demonstranten gehen. Falls die Regierung danach immer noch nicht das Parlament auflösen werde, werde man die Aktion mit weiteren 1.000 Litern Blut vor dem Hauptquartier der Demokratischen Partei wiederholen. Das dritte Ziel für zusätzliche 1.000 Liter Blut sei dann der Wohnsitz des Premierministers.
(HINWEIS: Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Satire).


Ermittler untersuchen die Granat-Attacken auf das Erste Infanterie-Regiment (Quelle: Getty Images).

Nach der Ankündigung führte Mr. Natthawut seine Anhänger von der Kaserne des 11. Infanterie-Regiments zurück zu ihrem Hauptquartier an der Phan Fa-Brücke.
Kurz danach — etwa gegen 13:30 Uhr — wurden sechs M79 Granaten auf das Lager des Ersten Infanterie-Regiment in der Vibhavadi-Rangsit Road abgeschossen. Zwei Wachdienst habende Soldaten wurden bei dem Angriff verletzt und ins King Mongkut Hospital eingeliefert. Laut Armeesprecher Col Sansern Kaewkamnerd wurden die Granaten, von denen zwei nicht detonierten, wahrscheinlich aus einem Pickup abgeschossen.
"Bisher liegen uns keine Informationen vor, wer hinter dem Anschlag steckt", sagte Col Sansern Kaewkamnerd.
Die Residenz des Armeechefs Anupong Paojinda liegt nur etwa 100 Meter vom Lager des Ersten Infanterie-Regiment entfernt.
(Quelle: Bangkok Post, The Nation, MCOT-News)


Bangkok: die erste Phase der "Red-Shirts" Demonstration beginnt
13.03.2010, 18:28 | vor 2 Tagen  
Gegen Mittag des 12. März begann die von der "UDD" (Vereinigte Front für Demokratie gegen die Diktatur) organisierte Anreise der "Red-Shirts" in Bangkok. Dazu hatte man im Vorfeld die folgenden Orte als Treffpunkte ausgewählt:
• Lak Si-Demokratie-Denkmal in Bang Khen
• Thailand-Japan-Sportstätte in Din Daeng
• Rathaus von Nonthaburi
• Tha Phrachan-Pier
• Bang Na-Kreuzung
• Lumpini-Park
• Wong Wian Yai in Thonburi

Am 14. März soll in der Nähe der Phan-Fa Brücke auf einer eigens errichteten Bühne die erste "UDD" Kundgebung stattfinden. Bis dahin werden die Anhänger in Bangkok ausschwärmen, und versuchen möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, an der Kundgebung teilzunehmen.


Abbildung: Zehntausende von Anhängern des verurteilten früheren Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra versammeln sich in Bangkok vor der Großkundgebung am Sonntag. (Foto: Kitja Apichonrojarek)

Zur Zeit sind etwa 50.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um im Notfall eine Eskalation zu verhindern. Viele Geschäfte und einige Schulen sind bereits seit Freitag geschlossen. Der Amtssitz des Premierministers wurde abgeriegelt. Laut "Bangkok Post" sorgt sich die Regierung, dass einige radikale Gruppierungen — allen voran, die Anhänger des aggressiv auftretenden Armeeoffiziers Khattiya Sawasdiphol — planen könnten, die Situation durch gezielte Provokationen mutwillig außer Kontrolle geraten zu lassen.

Ob nun wirklich die von der "UDD" avisierte Zahl von 1.000.000 Demonstranten erreicht werden wird, bezweifelt man seitens der Regierung. Die Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass nicht mehr als 500.000 "Red-Shirts" an der Demonstration teilnehmen werden.

Hier gibts gute Fotos zum Thema:
• Fotostrecke "SpiegelOnline"

Derweilen drohte UDD-Führer Natthawut Saikua der Regierung damit, dass man den Druck durch neue Taktiken (...was auch immer damit gemeint ist) erhöhen werde, falls die Regierung der Forderung nach einer Parlamentsauflösung und Neuwahlen nicht nachkommen werde. Er (Natthawut) sei überzeugt, dass die Umstände die Regierung dazu zwingen würden, die Kabinettssitzung am 16. März im Hauptquartier der Streitkräfte an der Chaeng Wattana Road abzuhalten.

Premierminister Abhisit zeigte sich wenig beeindruckt, und konterte damit, dass Natthawuts Drohungen inakzeptabel seien. Er werde nur auf die vorgetragenen Statements eingehen, die rechtlich vertretbar seien.
(Quelle: Bangkok Post)


2.000,- Baht pro Kopf für Demo-Teilnahme in Bangkok
12.03.2010, 17:18 | vor 4 Tagen  
Offiziell treten die als "Red-Shirts" bekannten Aktivisten der "UDD" (Vereinigte Front für Demokratie gegen die Diktatur) gern als verschworene, selbstlose Gemeinschaft auf, die sich von ganzem Herzen dafür engagiert, die angeblich verloren gegangene Demokratie in Thailand wieder einzuführen.



Interessant erscheinen daher vor allem die Motivationsmethoden, mit denen die Organisatoren der Bewegung — z.B. in Nakhon Panom — ihre Fangemeinde auf die Großdemonstration in Bangkok am Samstag einstimmen.



Und übrigens... in Pattaya gibts laut Lek's Arbeitskollegin "nur" 1.500,- Baht pro Kopf und Tag für die Teilnahme an der Demokratie-Demonstration in Bangkok. Dafür muss man allerdings auch noch seine ID-Card als Pfand hinterlegen. Am Ende des Tages wird die ID-Card dann wieder an den Besitzer zurück gegeben. Die Organisatoren möchten damit vermeiden, dass sich Teilnehmer frühzeitiger als geplant auf die Heimreise machen.
Das war Lek's Kollegin dann doch zu viel Action. Ansonsten hätte sie nach eigenen Angaben wohl die 1.500,- Baht kassiert, sich bei der Arbeit kurzfristig krankgemeldet und wäre mit nach Bangkok gefahren — um sich dann kurz nach der Ankunft wieder auf die Rückreise nach Pattaya zu machen.


Bekannte "VIP's" verlassen Thailand vor anstehender Demonstration
11.03.2010, 06:01 | vor 5 Tagen  
Führende Persönlichkeiten der "Pheu Thai" Partei haben gestern Nacht das Land verlassen; darunter auch der Vorsitzende Chalerm Yubumrung, der überraschend nach Singapur reiste.

Thaksins Sohn Panthongtae verließ Thailand ebenfalls gestern Nacht, und reiste nach Dubai. Thaksins Tochter Pinthongta zog es dagegen in die Schweiz.
(Quelle: Thaivisa, TanNetwork)

Abbildung: Auf die beiden Thaksin kids kommen Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe zu. (Fotoquelle: AP)

Premierminister Abhisit kommentierte die Reiseaktivitäten im thailändischen Fernsehen damit, dass er nicht besonders überrascht sei, denn schließlich habe die Familie Thaksins das Land auch im April 2009 schon einige Tage vor den Demonstrationen bzw. Ausschreitungen verlassen, und sei erst nach Beendigung des Konfliktes wieder zurück gekehrt.


Pattaya Musik Festival 2010 – Beschallung im XXL-Format...
09.03.2010, 07:34 | vor 7 Tagen  
Geräuschempfindliche Menschen reisen bekanntermaßen nicht nach Pattaya, da es ihnen dort generell zu laut ist.
Und wer sich von Warnungen dieser Art angesprochen fühlt, der sollte das berüchtigte Seebad erst recht nicht zwischen Mitte und Ende März besuchen, denn zu dieser Zeit findet seit 2002 traditionell jedes Jahr an einem Wochenende das bekannte "Pattaya Musik Festival" statt.



Während man 2007 aufgrund der drastischen Lautstärke teilweise auch ausserhalb des Zentrums feierte, und 2008 wegen der Trauerzeit für die damals verstorbene Prinzessin Galyani das Festival komplett ausfallen ließ, entschloss man sich 2009 (...aufgrund unbefriedigender Tourismusstatistiken) den Mega-Event wieder komplett ins Zentrum des Seebades zurückzuholen, und die Beachroad vom Cape Bali Hai bis zur Soi 4 für drei Tage — mit drei großen Konzertbühnen plus einer DJ-Bühne — in einer nach thaistyle organisierten Mischung aus Volksfest, Rock am Ring-Idylle und Exzess versinken zu lassen.

Auch 2010 ist die Veranstaltung Teil der umfassenden bundesweiten TAT-Kampagne namens "Amazing Thailand, Amazing Value" – deren Ziel es ist, Veranstaltungen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sowohl thailändischen als auch internationalen Besuchern schmackhaft zu machen.

Im Klartext: Die Veranstalter des "Pattaya Musik Festivals" werden eher klotzen als kleckern, um den Status der Veranstaltung (...größtes Musik-Event Südostasiens) weiter etablieren zu können.
Um das finanzieren zu können, hat man sich namenhafte Partner ins Boot geholt. So wird das Festival unter anderem von "GMM Grammy", "Modernine TV", "Channel [V] Thailand", "Channel [V] International" and der "Korea Foundation for International Exchange" unterstützt. Und obwohl Alkoholwerbung ja offiziell in Thailand verboten ist, kann man trotzdem davon ausgehen, dass die großen Bierfirmen des Landes auch dieses Jahr als Sponsoren wieder präsent sein werden.

Insgesamt werden mehr als 100 Musiker aus Asien und Australien erwartet; unter anderem "SM Entertainment" aus Korea, "EEG" aus Hong Kong, "Ocean Butterfly" aus China, "House of Indies" aus Vietnam, "Halo Music" aus Malaysia, "Amphead" aus Australien, "Indee Records" aus Laos, "AVEX" aus Taiwan, und, und, und...
Dazu kommen natürlich noch die aktuellen Top-Acts aus Thailand, die zur Zeit noch nicht genannt werden. 2009 mischten "Bodyslam", "Clash", "Ebola", "Fahrenheit", "NoLogo" und "Zeal" mit (...wer sich ein bisschen mit modernem Thai-Rock auskennt, dem werden diese Namen nicht ganz unbekannt sein).



Auch dieses Jahr sind wieder drei Konzertbühnen (am "Cape Bali Hai", am "Central Pattaya" und in Pattayas "Soi 4") geplant. Ob wie 2009 auch noch zusätzlich eine DJ-Bühne errichtet wird, ist noch nicht bekannt.
Schade nur, dass man sich mit der Bekanntgabe des Programms — wie immer — reichlich Zeit zu lassen scheint, denn auf tourismthailand.org sind nach wie vor lediglich die Gigs aus 2009 aufgeführt. Bis zur Bekanntgabe des neuen Programms wird man wohl noch warten müssen.

Aber zumindest steht der Termin des Festivals schon mal fest:
Die Veranstaltung läuft vom 19. bis 21. März

Wer sich bis dahin schon mal in Stimmung Rocken möchte, der mache sich am besten eine Flasche kühles Thai-Bier auf, und genieße das oben eingebettete YouTube-Video, das auf 5:30 Minuten ein buntes Potpourri der Pattaya Musik Festivals von 2002 bis 2009 präsentiert.
Wem das dann noch nicht reicht, dem bleibt wohl nur noch der Weg zu unserem YouTube-Channel — dort gibt's Thai-Rock/Pop bis der Arzt kommt...
...bzw. das Festival beginnt.


Sicherheitsverschärfung nach Bombenanschlägen auf Bangkok Bank
28.02.2010, 19:23 | vor 15 Tagen  
In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar explodierte eine Bombe an der Zentrale der Bangkok Bank in der Silom Road in Bangkok. Durch die Detonation wurden Glastüren und Fenster zerstört. Eine weitere Bombe wurde kurz danach von einem Wachmann an der Filiale der Bangkok Bank in der Rama II Road entdeckt, und konnte von der Polizei entschärft werden.



Der dritte Bombenanschlag fand am frühen Sonntagmorgen an der Bangkok Bank Niederlassung in Phra Pradaeng in der benachbarten Provinz Samut Prakan statt. Hier wurden ebenfalls beachtliche Sachschäden gemeldet. Die vierte Bombe war der Bangkok Bank Filiale Srinakarind in Ost-Bangkok gewidmet, allerdings explodierte sie nicht.

Der fünfte und (vorerst) letzte gemeldete Vorfall ereignete sich ebenfalls am frühen Sonntagmorgen, diesmal in der Nähe eines buddhistischen Tempels in Bangkoks Taling Chan Distrikt, wo eine Bombe detonierte und erhebliche Schäden verursachte.
In allen fünf Fälle wurden bisher "nur" Sachschäden gemeldet.

Premierminister Abhisit sagte in einem Interview, dass er davon ausgehe, dass die Anschläge dazu bestimmt seinen, um Unruhe zu stiften. Er sei besorgt, dass sich die politischen Krawalle negativ auf die wirtschaftliche Gesundung des Landes auswirken könnten. Daher habe er die Sicherheit erneut verstärkt, und weitere Kontrollpunkte errichten lassen. Gleichzeitig bat er die Bevölkerung um ihre Unterstützung, indem sie verdächtige oder ungewöhnliche Vorfälle umgehend der Polizei melden sollen.
(Quelle: MCOT.NET-English News, Foto: Thai-Photo-Blogs, Reuters)


König Bhumiphol Adulyadej verlässt das Krankenhaus
28.02.2010, 10:30 | vor 16 Tagen  
Am Samstag, den 27. Februar gegen Abend, verließ seine Majestät das Siriraj Hospital, und kehrte in den Chitrlada Palace zurück.

Der König war am 19. September 2009 mit einer Lungenentzündung und Fieber ins Siriraj Hospital gebracht worden. Während seines über fünf Monate andauernden Aufenthaltes hatte er sich einige Male der Öffentlichkeit gezeigt.



Seine Majestät, König Bhumiphol Adulyadej wurde in seinem Rollstuhl aus dem Krankenhaus gebracht, dabei wurde er unter anderem auch von seinem Hund "Khun Thong Daeng" begleitet. Danach brachte ihn eine Fahrzeug-Kolonne zum Palast.
(Quelle und Foto: Bangkok Post)

UPDATE:
Am Sonntag, den 28. Februar kehrte der König nach seinem Besuch im Palast ins Siriraj Hospital zurück.
(Quelle: MCOT.NET-English News)


Oberster Gerichtshof in Bangkok fällt Entscheidung über Thaksins Vermögenswerte
26.02.2010, 17:56 | vor 18 Tagen  
Schon seit Wochen wurde der 26. Februar 2010 von den thailändischen Medien mit geradezu aufdringlicher Intensität als "Jugdement Day" in den Vordergrund gerückt, denn dieser Tag wurde vom Obersten Gerichtshof angesetzt, um das Urteil über die beschlagnahmten Vermögenswerte des ehemaligen — per Haftbefehl gesuchten — Premierministers Thaksin Shinawatra zu verkünden.

Da sich die eingefrorenen Vermögenswerte auf etwa 76,6 Milliarden Baht (...ca. 1,6 Milliarden Euro) belaufen, waren die Befürchtungen groß, dass es nach der Urteilsverkündung zu Gewalttätigkeiten auf Bangkoks Straßen kommen könnte. Zusätzlich hatten einige Ereignisse in den letzten Wochen dazu beigetragen, die Sorge vor Ausschreitungen bzw. Anschlägen zu vergrößern. Glücklicherweise bestätigten sich die Befürchtungen jedoch nicht.



Zum Thema an sich:
Am Morgen gegen etwa 07:30 Uhr betraten die neun Richter dass von drei Polizei-Kompanien gesicherte Gerichtsgebäude. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurden an den vier Gebäudeeingängen Körperscanner installiert.
Mitglieder aus der Familie Shinawatra waren bei der Verhandlung nicht anwesend; nur die Anwälte Thaksins. Sie versuchten, das Verfahren für ungültig zu erklären, da der Generalstaatsanwalt gar nicht befugt sei Anklage gegen Mr. Thaksin zu erheben, und das Gericht ausserdem nicht qualifiziert genug sei, um über diesen Fall zu urteilen. Die Richter lehnten die Einwände der Anwälte einstimmig ab.

Gegen 13:30 Uhr begannen die Richter das Urteil zu verlesen, wobei man sich nicht gleich den beschlagnahmten Vermögenswerten widmete, sondern zuerst das Urteil über die rechtliche Grundlage der Aktivitäten des Mr. Thaksin während seiner Zeit als Premierminister verlas. Dabei ging es in erster Linie um Fragen wie z.B.:
• Hat Mr. Thaksin versucht, sein Vermögen zu verheimlichen?
• Hat der Angeklagte seine Macht für seine Geschäfte in der Telekommunikations-Branche missbraucht, und den Staat damit geschädigt?
• Hat Mr. Thaksin seine Macht bei der Vergabe von Konzessionen missbraucht?
Die Richter sprachen den Ex-Premier in diesen und weiteren Fragen schuldig. Besonders schwerwiegend empfand das Gericht, dass Mr. Thaksin während seiner Amtszeit noch Anteile der Telekommunikations-Firma "Shin Corp" kontrollierte, und Parlamentsentscheidungen zum Vorteil seiner Firma fällte.
Das Gericht befand, dass Mr. Thaksin und seine damalige Frau das thailändische Gesetz — welches besagt, dass Amtsinhaber nur fünf Prozent Anteile an einem Unternehmen besitzen dürfen — geschickt unterwandert hätten, indem sie ihre zusätzlichen Anteile an der "Shin Corp" bei Amtsantritt zwar an ihre Kinder und an Verwandte verkauft hätten, in Wirklichkeit aber im Hintergrund nach wie vor die Richtung der Firma bestimmt hätten.
Die Richter entschieden mehrheitlich, dass der ehemalige Premier während seiner Amtszeit seine Macht missbraucht habe, um sich zu bereichern. Daher seien die Dividenden und die Erlöse aus dem Verkauf der Aktien der Shin Corp gesetzeswidrig.

Um kurz nach 21:00 Uhr näherte sich die Urteilsverkündung dann dem Ende. Nach dem Mehrheitsbeschluss der Richter werden 39 Milliarden Baht aus dem Verkauf der "Shin Corp" Aktien sowie 7,373 Milliarden Baht an Dividenden beschlagnahmt, was eine Gesamtsumme von 46,373 Milliarden Baht (...ca. 1,008 Milliarden Euro) ergibt.
Was mit den restlichen 30 Milliarden Baht geschehen wird, bzw. ob oder wann Mr. Thaksin darüber verfügen kann wurde nicht verkündet. Seine Anwälte haben 30 Tage Zeit, dass Urteil anzufechten.
(Quellen: Bangkok Post, The Nation, Bankokpundit sowie das thailändische TV. Foto: Bangkok Post)


Polizei verhaftet Gang in Pattaya wegen Waffen-und Drogenhandel
23.02.2010, 14:45 | vor 21 Tagen  
Der Polizei von Pattaya ist es gelungen insgesamt neun Personen festzunehmen, die schon seit längerer Zeit beschattet wurden, da man sie schon früher verdächtigte, Waffen und Drogen in der Ostregion zu vertreiben.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, um zu handeln: Am 22. Februar, gegen etwa 06:00 Uhr stürmten Polizei Oberstleutnant Phasakorn Phaijit und Oberstleutnant Thawin Sukphoon mit einem Team von Zivilpolizisten eine Wohnung im Norden von Pattaya, wo sie drei Verdächtige festnehmen konnten. Das Trio war im Besitz eines AK-47 Sturmgewehres (...incl. scharfer Munition) sowie 17 Gramm der Droge "Ice".


Weitere parallel laufende polizeiliche Ermittlungen führten schließlich zur Festnahme der restlichen sechs Verdächtigen in Chon Buri, Bang Saray und Pattaya.

Bei den insgesamt neun Verdächtigen handelt es sich um folgende Personen:
1. Das Trio aus Nord-Pattaya: Mr. Banterng Munghard (25), Mr. Natthaphol Raksaphet (22) und Mr. Anuwat Thongsathit (28)
2. Die übrigen sechs Gang-Mitglieder: Mr. Wirut Trakoonwapee (22), Mr. Jeerawat Janthorn (21), Mr. Anurak Saenphap (25), Mr. Apisit Yuwanit (22), Mr. Mana Sriphong (25), sowie Miss Suthasinee Ladngern (20).

Das Lager der Bande konnte zwar noch nicht ausfindig gemacht werden, doch die Drogen und Waffen, die während der Festnahme konfisziert wurden, dürften allemal für eine Anklage bzw. Verurteilung reichen:
über 4000 Pillen der Droge "Yaba", 17 Gramm der Droge "Ice", ein AK-47-Sturmgewehr, eine 9mm Glock-Pistole, 2 9mm Smith & Wesson Pistolen sowie eine beträchtliche Menge an Munition.

Oberstleutnant Phaijit erklärte, dass die festgenommene Gang schon lange im Fadenkreuz der Ermittler gewesen sei, da man gewusst hätte, dass sie Drogen und Waffen in der Ostregion vertreiben würden. Man hätte halt nur auf den richtigen Moment gewartet, um zuschlagen zu können. Nun hoffe man, dass sich durch die Festnahmen und die aktuellen Untersuchungen Hinweise ergeben würden, die dazu beitragen könnten, den Markt für Waffen und Drogenhandel in der Region um Pattaya weiter ausheben zu können.
(Quelle: Pattaya Daily News, Fotos: Yanwarrut)


TAT warnt Tourismusbranche vor evtl. Ausschreitungen in Bangkok
19.02.2010, 18:36 | vor 24 Tagen  
Seit dem Einschlag einer Granate auf dem Gelände der technischen Rajamangala Universität (...etwa 50 Meter neben dem Regierungsgebäude) und dem Fund von etwa 1,4 Kilogramm C4 Sprengstoff auf dem Hof des Obersten Gerichtshofes wird nicht nur von den Medien verstärkt vor einem Besuch der thailändischen Hauptstadt gewarnt.

Am 17. Februar teilte Mrs. Pornthip Hirunkate — Generalsekretärin des Tourism Council of Thailand (TCT) — der Presse mit, dass der Rat Empfehlungen bereit gestellt habe, damit die Tourismus-Branche wisse, wie sie mit der komplizierten politischen Situation, die eng mit dem anstehenden Gerichtsurteil über die beschlagnahmten Vermögenswerte des Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra und den evtl. daraus resultierenden Gewalttätigkeiten verknüpft ist, umzugehen habe.



Lokale Tourismus-Akteure wurden aufgefordert, ihren ausländischen Partnern anstelle von Bangkok alternative Reiseziele innerhalb Thailands für die letzte Februar Woche anzubieten. Mrs. Pornthip empfahl den Betreibern von Reisebüros, in dieser Zeit die Reisegruppen zwar nicht von Thailand fernzuhalten, wohl aber Touren in Bangkok zu vermeiden und statt dessen lieber Ziele wie Chiang Mai, Phuket, Pattaya, Hua Hin oder auch Provinzen in der Nähe der Hauptstadt anzubieten.
"Der Rat empfiehlt diese Vorgehensweise, um die Touristen so weit wie möglich vor der Gewalt zu schützen, die sich vielleicht am Ende des Monats entladen könnte" sagte Mrs. Pornthip.

Der Oberste Gerichtshof soll am 26. Februar darüber entscheiden, ob die beschlagnahmten Vermögenswerte des ehemaligen — inzwischen per Haftbefehl gesuchten — Premierministers Thaksin Shinawatra während seiner Amtszeit auf illegalem Wege angehäuft worden sind (...die Summe beläuft sich auf 76,6 Milliarden Baht, was momentan in etwa 1,6 Milliarden Euro entspricht). Wie auch immer das Urteil ausfallen wird, man befürchtet, dass es zu gewalttätigen Ausschreitungen führen könnte.

Mr. Suraphon Svetasreni — Gouverneur der Tourism Authority of Thailand (TAT) — sagte in einem Interview, dass Mr. Chumpol Silapa-archa (...der Tourismus und Sportminister Thailands) das Problem mit dem Management des TAT in den nächsten Tagen diskutieren würde. Man werde Notfallpläne erstellen, um die Touristen im Ernstfall vor einer chaotischen Situation schützen zu können. "Das Krisenmanagement-Center der TAT wird Maßnahmen ergreifen, um auf jedes Szenario vorbereitet zu sein, und die Probleme kontrollieren zu können", sagte Mr. Suraphon.

Die Agentur der TAT revidierte eine bereits verschickte Nachricht an ihre weltweit verbreiteten Büros, die besagte, dass die politische Lage noch unter Kontrolle sei, und man sich keine Sorgen machen brauche.

Dieser für die TAT eher ungewöhnliche Kurswechsel, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem auch eigentlich nichts mehr beschönigt werden kann, denn nachdem die auswärtigen Ämter von Australien, Kanada und Deutschland bereits am 17. Februar Ihre Reisewarnungen für Thailand verschärft hatten, zogen zahlreiche andere Länder am 18. Februar nach:

• Das US-Außenministerium rät seinen Bürgern alle großen öffentlichen Menschenmengen zu vermeiden. "Alle Veranstaltungen und Vorführungen sind unberechenbar, und jede Demonstration kann ohne Vorwarnung in Gewalt ausarten", heißt es dort.

• Das australische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel rät seinen Bürgern "ein großes Maß an Vorsicht walten zu lassen, wegen der hohen Gefahr von Terroranschlägen aufgrund der politischen Instabilität in Thailand."

• Das Auswärtige Amt in Berlin schreibt folgendes:
Die innenpolitische Auseinandersetzung in Thailand wird sich im Vorfeld anstehender Gerichtsentscheidungen und parlamentarischer Termine in der zweiten Februarhälfte zuspitzen. Mit großen Demonstrationen, vor allem in Bangkok vor dem Regierungssitz und dem Parlament sowie in den nördlichen und östlichen Provinzen, ist zu rechnen. Phuket und die Tourismusregionen im Süden Thailands dürften davon nicht betroffen sein. Besondere Vorsicht und Vermeidung von Massenaufläufen wird geraten.
Im Zuge der politischen Auseinandersetzung kommt es insbesondere in Bangkok immer wieder zu Demonstrationen der verschiedenen politischen Lager. Hierbei kann ein gewaltsames Aufeinandertreffen von Demonstranten und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

• Das britische FCO (Foreign and Commonwealth Office) schreibt:
Die politische Situation in Thailand ist angespannt und unsicher. Britische Bürger sollten sehr vorsichtig in Thailand sein, und Kontakt zu Demonstrationen oder anderen großen Menschen-Ansammlungen vermeiden, da es dort möglicherweise zu Gewalttätigkeiten kommen kann. Es ist wahrscheinlich, dass es zu Massenprotesten gegen die Regierung in und um Bangkok kommen wird. Der Termin der gerichtlichen Entscheidung (26. Februar 2010) ist ein potentieller Gefahrenherd. Falls es zu gewalttätigen Proteste gegen die Regierung kommen sollte, sollten britische Bürger zu Hause bleiben und die Medien verfolgen.
(Quellen: ThaiVisa-Forum, The Nation, Bangkok Post, Auswärtiges Amt)


Granate detoniert neben dem Regierungsgebäude in Bangkok
14.02.2010, 19:30 | vor 29 Tagen  
Trotz der verschärften Wachsamkeit und der Sicherheitsvorkehrungen von Polizei und Armee, ist eine staatliche Universität in unmittelbarer Nähe von Bangkoks Regierungsgebäude zum Schauplatz eines nächtlichen Bombenanschlags geworden, bei dem vier geparkte Fahrzeuge, das Dach der Universität, sowie ein Pavillon beschädigt wurden.


Höchste Sicherheitsvorkehrungen vor dem 26. 02. 2010 (Abbildung: AFP)

Die Polizei teilte mit, dass sich der Vorfall am Samstagabend gegen etwa 23:00 Uhr ereignete, als bisher noch nicht identifizierte Angreifer eine Granate vom Typ M79 auf das Gelände der technischen Rajamangala Universität feuerten, wo sie dann — etwa 50 Meter vom Regierungsgebäude entfernt — einschlug und explodierte. Menschen wurden bei dem Angriff nicht verletzt.


(Abbildung CO2air.de)

Noch während die Polizei am Sonntag mit Untersuchungen über den möglichen Standort des Granatwerfers (siehe oben) beschäftigt war, wurden auf dem Hof des Obersten Gerichtshofes in Bangkok etwa 1,4 Kilogramm C4 Sprengstoff gefunden. Mr. Prakon Mahanet, ein 30jähriger Security-Angestellter fand die Fruchtsaftpackung unter einem Baum. Als er die Verdrahtungen sah, reagierte er sofort und verständigte die Polizei. Ein Spezialkommando entschärfte die Sprengladung.
Der Oberste Gerichtshof soll am 26. Februar darüber entscheiden, ob die beschlagnahmten Vermögenswerte des ehemaligen — inzwischen per Haftbefehl gesuchten — Premierministers Thaksin Shinawatra während seiner Amtszeit auf illegalem Wege angehäuft worden sind (...die Summe beläuft sich auf 76,6 Milliarden Baht, was momentan in etwa 1,6 Milliarden Euro entspricht).

Ministerpräsident Abhisit erklärte am Sonntag der Presse, dass die Vorfälle darauf ausgerichtet sein, um Unruhe zu stiften, dass er sich aber durch Aktionen wie diese in keinster Weise in seinem Kurs beeinflussen lassen werde.
Gleichzeitig warnte er die hinter Thaksin stehenden Aktivisten der UDD (United Front for Democracy against Dictatorship) sich bei ihren geplanten Aktionen nur innerhalb des gesetzlichen Rahmens zu bewegen; es sei der einzige Weg um Probleme zu lösen.
(Quellen: MCOT-News, Bangkok Post)


Thailand stoppt Verfahren gegen die Crew des Waffen-Transportes aus Nordkorea
12.02.2010, 16:17 | vor 32 Tagen  
Nach einem Hinweis aus den USA beschlagnahmten die Bangkoker Behörden am 12. Dezember 2009 auf dem Flughafen Don Muang ein aus Nordkorea kommendes notgelandetes ausländisches Frachtflugzeug mit 35 Tonnen Waffen (darunter auch Raketen, Sprengstoff, etc...) an Bord.
Der Pilot hatte um die Erlaubnis gebeten, notlanden zu dürfen, um die Maschine neu aufzutanken.



Die Crew der Maschine — bestehend aus dem weißrussischen Piloten Mikhai Petukhou (54), sowie den vier Besatzungsmitglieder Abdullayev Viktor (58), Vitaliy Shumkov (54), Alexandr Zrybner (53) und Ilyas Issakov (53) aus Kasachstan — hatte immer wieder behauptet, sie wären in dem Glauben gewesen, dass es sich bei der Fracht um Teile für Bohranlagen handele.
Der thailändische Strafgerichtshof hatte daraufhin entschieden, dass die Männer erst mal in Untersuchungshaft bleiben sollten (...siehe auch unser Post "Crew des Frachtflugzeuges mit Waffenlieferung in Bangkok in U-Haft").

Am 11. Februar 2010 teilte Mr. Thanapich Mulapruk — Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Bangkok — der Presse mit, dass man sich nun dazu entschieden habe, das Verfahren gegen die fünf Männer fallen zu lassen, und sie in ihre Heimatländer abschieben werde.
Laut Mr. Thanapich sei die Waffenlieferung nicht dazu bestimmt gewesen, um Thailand zu bedrohen, daher betreffe das Problem Thailand auch nicht. Die Maschine sei nur gelandet um aufzutanken.
Sowohl Kasachstan als auch Weißrussland hatten wiederholt eine Auslieferung der Männer beantragt.

Was mit den 35 Tonnen Waffen und der Frachtmaschine geschehen wird, ist noch nicht 100%tig geklärt. Bis dahin wird wohl weiter das thailändische Militär darüber wachen.
(Quelle: AFP)


Deutscher Expat erhängt sich in Pattaya angeblich selbst
09.02.2010, 16:23 | vor 35 Tagen  
Am Abend des achten Februar erhielt Police Lieutenant Colonel Thailert Luepue von der Dong Tan Polizeistation am Jomtien Beach in Pattaya telefonisch die Information, dass ein männlicher Ausländer in einem Haus in Jomtien — wo er zur Miete wohnte — erhängt aufgefunden worden sei.


Am Tatort angekommen, fanden die Polizei und das Rettungsteam die Leiche des 60jährigen deutschen Thomas Ernst (…in "The Nation" heißt das selbe Opfer übrigens Thomas Parfe, und in "Pattaya One News" sogar Ernst-Joachim Otto Pape).
Der Tote hing im Wohnzimmer an einer Stahlzarge. Vor der Erhängung war noch eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt worden, und darüber wiederum das Seil gezogen worden, das dann als Strang diente. Der mit dem Rettungsteam eingetroffene Arzt aus dem Banglamung Krankenhaus schätzte, dass der Deutsche 3-4 Stunden vor Eintreffen der Polizei verstorben war. Ausserdem fielen dem Arzt schwere Blutergüsse an beiden Beinen und Knien des Toten auf (...siehe Abbildung unten).

Benachrichtigt wurde die Polizei von Mr. Manat Sordsong (23), dem Stiefsohn des Verstorbenen. Dieser erklärte der Polizei, dass er zwar nicht bei seinem Stiefvater lebe, aber von Nachbarn angerufen worden sei, die ihm berichteten, dass die Wohnungstür des Deutschen seit zwei Tagen offen gestanden habe, aber niemand habe ihn in dieser Zeit das Haus betreten oder verlassen sehen.
Mr. Manat erzählte außerdem, dass Mr. Ernst früher teilhabender Besitzer des Marina Inn Hotels, an der Soi Suni Plaza, in Süd-Pattaya gewesen sei, aber vor kurzem habe er erkennen müssen, dass er aufgrund der Probleme mit seinem Geschäftspartner vor dem finanziellen Ruin stehe. Er sei gezwungen gewesen seine Anteile an einen anderen ausländischen Teilhaber zu verkaufen, und für diesen im Angestellten-Verhältnis weiter zu arbeiten. Laut Mr. Manat sei sein Stiefvater aufgrund seiner finanziellen Probleme in letzter Zeit immer depressiver geworden. Als er dann von den Nachbarn hörte, dass man den Deutschen seit zwei Tagen nicht mehr gesehen habe, und die Tür offen stehe, sei er sofort gekommen, und habe ihn im Wohnzimmer erhängt aufgefunden.

Die Polizei vermutet schon jetzt, dass Stress und Depression dazu führten, dass Mr. Ernst sich selbst erhängte. Der Gerichtsmediziner gibt zwar zu, dass die Blutergüsse an den Beinen genauso ungewöhnlich seien, wie die Plastiktüte über dem Kopf des Toten, aber dies sei noch kein Beweis für die Beteiligung weiterer Personen — bzw. Mord. Die Beinverletzungen könnten von einem anderem Zwischenfall stammen, und die Plastiktüte hätte sich der Deutsche auch einige Sekunden vor dem Erhängen selbst über den Kopf ziehen können.
Man werde aber die Untersuchungen in alle Richtungen weiter führen. Spätestens nach der Autopsie wisse man mehr.
Die Polizei hat inzwischen die Deutsche Botschaft in Bangkok in Kenntnis gesetzt, damit eventuelle Angehörige des verstorbenen deutschen Expats informiert werden können.
(Quellen: "Pattaya Daily News", "The Nation" "Pattaya One News"
Fotos: "Pattaya Daily News", Yanwarrut)


Aktion "kostenlose Touristenvisa für Thailand" endet am 04. März 2010
04.02.2010, 17:04 | vor 40 Tagen  
Am 27. Februar 2009 hatte die thailändische Regierung — im Rahmen ihrer Bemühungen zur Wiederbelebung der eingebrochenen Tourismusbranche — entschieden, die Gebühren für Touristenvisa in der Zeit zwischen dem 05. März und dem 04. Juni 2009 auszusetzen (...siehe auch unser Post vom 27. 02. 2009).

Danach wurde die Kampagne am 24. Juni noch einmal verlängert, und zwar bis März 2010 (...siehe auch unser Post vom 27. 06. 2009), was schon damals zu erbittertem Protest der etwa 450 weltweit tätigen Honorarkonsulate führte, da die Honorarkonsulate ihre Tätigkeiten angeblich zu einem großen Teil aus den Einahmen der Visagebühren finanzieren müssen.

Eine weitere Verlängerung der Aktion kostenlose Toristenvisa wird es wohl in Thailand vorerst nicht mehr geben, denn am 04. Februar 2010 bestätigte das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten in Bangkok dem Thaivisa-Forum, der größten englischsprachigen Community für Ausländer in Thailand, dass alle thailändischen Botschaften und Konsulate angewiesen worden seien, ab dem 05. März 2010 Touristenvisa nur noch gegen Gebühren auszustellen. Eben so, wie es vor dem 27. Februar 2009 war.

Wer also noch ein kostenloses Touristenvisa ergattern möchte, der sollte sich sputen, und das ganze nicht unbedingt auf die lange Bank schieben.


Thai-Reis auf dem Weg nach Haiti
01.02.2010, 17:40 | vor 43 Tagen  
Die ersten 100 der insgesamt 20.000 Tonnen Thai-Reis — den die thailändische Regierung für die Opfer der Erdbeben in Haiti spendet — haben am Montag, den 01. Februar gegen Nachmittag den Suvarnabhumi Aiport mit einer Maschine der Thai Airways International verlassen.
Piyasvasti Amranand (...der neue Präsident der Airline) bestätigte der Presse, dass die Boeing 747-300 gegen 14:00 Uhr mit der Reisfracht in Richtung Haiti gestartet sei.
Laut Mr. Piyasvasti muss die Maschine auf dem 36-stündigen Flug insgesamt dreimal auftanken. Das erste mal auf dem westlich von Seoul gelegenen Incheon International Airport in Südkorea, das zweite mal in Anchorage/Alaska und das letzte mal in Miami/USA. Wenn alles nach Plan verläuft, wird die Maschine am Dienstag gegen 16:30 Ortszeit auf dem Flughafen von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince landen.


Abbildung: Ein Arbeiter der Thai Airways kontrolliert die Reislieferung für Haiti an Bord der Boing 747-300 (Fotoquelle: Reuters)

Die Regierung gab allerdings schon früher bekannt, dass alle weiteren Reis-Sendungen per Seeweg nach Haiti gelangen werden. Da diese Lieferungen jedoch fünf bis sechs Wochen dauern werden, und die notleidende Bevölkerung nicht solange warten kann, habe man sich entschlossen, die ersten 100 Tonnen als Soforthilfe per Flieger zu transportieren.

Gesundheitsminister Jurin Laksanavisit teilte derweil mit, dass eine Vorhut des Ärtzeteams, das am 08. Februar nach Haiti reisen wird, bereits am 29. Januar nach Port-au-Prince gereist sei, um Informationen einzuholen und sich ein Bild zu machen, welche Art von medizinischer Unterstützung am dringendsten benötigt werde. Das Vorab-Team wird von Pairote Boonsirikhamchai, stellvertretender Generaldirektor des Nationalen Instituts For Emergency Medical Services (kurz "Niems"), geleitet.


Mr. Jurin ließ verlauten, dass das thailändische Gesundheitsministerium darauf vorbereitet sei, den Menschen in Haiti medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Im Klartext: drei medizinische Teams — darunter Ärzte aus den Krankenhäusern in Saraburi und Khon Kaen — seien bereit, nach der Rückkehr des Vorab-Teams am 8. Februar nach Haiti aufzubrechen. Die Lieferungen und Ausrüstungen, die sie mit sich nehmen werden, seien abhängig von dem Bericht des Teams, das sich momentan in Port-au-Prince aufhält. 

(Quelle: Bangkok Post)


Die 2010er Liste der schmutzigsten Hotels in Asien
28.01.2010, 10:48 | vor 47 Tagen  
Die Website der Firma "TripAdvisor.com" (...eine Tochterfirma der "Expedia, Inc.") ist bekannt für ihre ungeschönten Hotelkritiken, die auf den geposteten Erfahrungen von Reisenden beruhen.
Jedes Jahr wertet "TripAdvisor.com" diese Beurteilungen aus, und erstellt neben einer "Travelers-Choice-List" — in der die luxuriösesten Hotels des Jahres vorgestellt werden — auch eine Aufstellung, in der die schwarzen Schafe präsentiert werden: die "Dirtiest-Hotels-List". Dabei führt die Liste Hotels in sieben Regionen auf: Asien, Kanada, Europa, USA sowie Frankreich, Italien und England noch einmal separat.



Angeführt wird die 2010er Liste der schmutzigsten Hotels Asien von einem thailändischen Hotel — dem "Phi Phi Don Chukit Resort" auf der südthailändischen Insel Ko Phi Phi Don, die etwa 25 Seemeilen von Phuket und etwa 20 Seemeilen von Krabi an der Westküste von Thailand liegt (Provinz Krabi).
Die geposteten Fotos und die Kommentare der Kunden sprechen Bände:
• "...I don't think I can say anymore than this is the worst place I have ever stayed in my whole entrie life..."
• "...Cockroaches...smelly.......yuk! Never ever stay here unless...well no...never ever stay here!!!..."
• "...Ruined our holidays, Disgusting place, terrible service..."
• etc., etc...

...so geht es dann über mehrere Seiten weiter. Positive Beurteilungen sucht der Leser zu dieser Absteige vergeblich.

Eine ganze Reihe von Hotels, die die zweifelhafte Ehre hatten, schon die 2009er Liste der schmutzigsten Hotels Asien mit anzuführen, scheinen daraus nichts gelernt zu haben, und sind auch 2010 wieder vertreten.
Allerdings hat es der "Gewinner" der Negativliste von 2009 — das First Hotel Bangkok — in 2010 immerhin geschafft, sich auf Platz acht zu verbessern.

• Hier gehts zu der Liste der "Dirtiest Hotels 2010"
• Hier kommt man zu der Auswahl "Travelers Choice 2010"
(Quelle und Abbildung "TripAdvisor.com")


Thai-Elefanten helfen Haiti
24.01.2010, 15:09 | vor 51 Tagen  
Durch eine eher ungewöhnliche Aktion des Thailändischen Roten Kreuzes wurden in Bangkok Gelder zugunsten der Katastrophenopfer in Haiti gesammelt.


Thai Elephants Help Haiti Relief Effort - Click here for the funniest movie of the week

Normalerweise ist es — zumindest offiziell — verboten, Elefanten durch die Straßen thailändischer Städte zu führen, doch für die sympathische Spendenaktion des Roten Kreuzes wurde eine Ausnahme gemacht. Die kleine, auffällig bemalte Gruppe von Dickhäutern wurde am 21. und 22. Januar von ihren Führern durch Bangkoks bekannte "Khaosan Road" geleitet, wo sowohl Farangs als auch Thais per Rüssel um Spendengelder für Haiti gebeten wurden.

Bei den meisten Touristen schien die charmante, aber auch clevere Aktion gut anzukommen — denn wie sagt die Dame in dem Video es so schön: "Great, really great... you get the attention from the people. An animal is something that really opens your heart, and you get generous and you want to help."

Laut Bangkok Post konnte das Rote Kreuz in Thailand bei öffentlichen Spendenaktionen etwa 15 Millionen Baht (ca. 320.000,- Euro) für Haiti sammeln.


"Same Same But Different" – ein multikulturelles Liebesdrama von Detef Buck
20.01.2010, 17:47 | vor 55 Tagen  
Wenn der deutsche Kult-Regisseur Detlef Buck einen Film dreht, der in Südostasien spielt, dann müssen wir einfach darüber berichten — selbst wenn wir ihn noch nicht gesehen haben, und er auch gar nicht in Thailand spielt.
Faktum ist nun mal, dass die story — die sich nach wahren Begebenheiten in Kambodscha abspielt — ebenso gut im 1:1 Format in Thailand hätte stattfinden können. Ausserdem wird die Rolle der an HIV erkrankten Prostituierten Sreykeo nicht von einer Kambodschanerin, sondern von der wunderbaren thailändischen Jungschauspielerin Apinya Sakuljaroensuk gespielt, was ein Grund mehr ist über diesen Film hier zu schreiben:



Zur Story:
Ben (David Kross) weiß nicht, wo es hingehen soll mit seinem Leben. Also nutzt er die Möglichkeit, mit seinem besten Freund und Mitbewohner Ed (Stefan Konarske) eine Backpackertour durch Asien zu machen. Der Spaß steht klar im Vordergrund, so plant man unter anderem schon das Einwerfen von LSD auf den Killing Fields. Mit anderen Rucksacktouristen wie Alex (Michael Ostrowski), Regula (Marie Jung) und Marie (Lucile Charlemagne) vergnügt man sich bei Joints, Alkohol und in den Discos von Phnom Penh. Bei einem dieser nächtlichen Ausflüge wird Ben von der schönen Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) angesprochen. Ein sprachliches Missverständnis führt schließlich zum Sex. Am nächsten Morgen bittet Sreykeo überraschend um Geld, denn das Mädchen ist eine Bardame. Wenige Stunden später steht sie wieder bei Ben vor der Tür, sucht seine Nähe und er verliebt sich. Er verlängert seinen Urlaub und zieht bei der immer wieder von starken Hustenanfällen geplagten Sreykeo und ihrer Familie ein. Sie zeigt ihm die touristisch unerschlossenen Teile der Stadt und des Landes. Doch die Abreise rückt unweigerlich näher. Ben schließt mit Sreykeo einen Pakt: Er unterstützt sie mit Geld, dafür sucht sie sich eine andere Arbeit. Zurück in der Heimat tritt Ben ein von seinem Bruder Henry (Jens Harzer) vermitteltes Praktikum bei einer Zeitung an. Doch seine Gedanken sind bei Sreykeo, die er so schnell wie möglich wieder besuchen will. Per Internettelefon eröffnet diese ihm, dass bei ihr HIV diagnostiziert wurde. Ben ist geschockt. Doch anstatt sich abzuwenden, beschließt er, für sie zu kämpfen…
(Quelle: filmstarts)

Hier ist der Trailer zum Film:




P.S.: Auch wenn "Same Same But Different" wohl nicht in den thailändischen Kinos laufen wird, so steht er ganz oben auf unserer Film-Wunschliste — und sicherlich werden wir eine Möglichkeit finden, irgendwann mal an eine DVD aus Deutschland zu ergattern.


Thai Airways verliert im 2009er Ranking deutlich an Boden
17.01.2010, 17:54 | vor 58 Tagen  
Die 1989 gegründete Londoner Firma "Skytrax" gilt als einer der seriösesten Berater der Luftverkehrsbranche. Außerdem vergibt "Skytrax" Jahr für Jahr den bekannten AIRLINE OF THE YEAR AWARD, in dem sowohl die Gewinner als die Verlierer des Jahres vorgestellt werden.
Nun ist der AIRLINE OF THE YEAR AWARD für 2009 vergeben, und wie immer spiegelt er in erster Linie die Meinungen der Kunden wieder, denn während der 8 Monate andauernden Umfrage (...von August 2008 bis März 2009) wurden immerhin 16,2 Millionen!! Passagiere aus über 90 Ländern befragt.


Das Ergebnis sieht für Thai Airways — im Vergleich zu den letzten beiden Jahren — alles andere als zufrieden stellend aus:
Während die Airline im Jahre 2007 noch Platz 2 belegen konnte, rutschte sie 2008 auf Platz 4 ab. Beim Award für 2009 muss sich Thai-Airways nun mit Platz 10 abfinden.

Der Abrutsch im Ranking kommt für die wirtschaftlich schwer angeschlagene thailändische Vorzeige-Airline zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt, da erst vor kurzem bekannt wurde, dass in den nächsten Monaten drastische Sparmaßnahmen geplant sind, was bekanntermaßen bei den Kunden nicht so gut ankommt.
Dummerweise waren die Hauptgründe für das schlechte Abschneiden im 2009er Ranking auch noch veraltete Flugzeuge und schlechte Sitze in der Economy-Class. In diesem Zusammenhang werden neue Sparmaßnahmen auf wenig Verständnis stoßen.

Nichts desto bewegt sich Thai-Airways — zusammen mit 29 anderen Fluggesellschaften — immer noch in der Liga der "4-Sterne-Airlines".
Der Club der "5-Sterne-Airlines" bleibt allerdings 6 Fluggesellschaften vorbehalten: Asiana Airlines, Cathay Pacific, Singapore Airlines, Kingfisher Airlines, Malaysia Airlines und Qatar Airways.
(Quelle: Bangkok Post)


Zwei Tote und zwei Verletzte im von Gewalt geplagten Pattani
14.01.2010, 16:42 | vor 61 Tagen  
Bereits seit Anfang 2004 ist die Situation in den vorwiegend moslemisch besiedelten Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani — von denen die ersten beiden direkt an Malaysia grenzen — durch ständige Terrorakte an Militärs, Polizisten und Zivilisten gekennzeichnet.
Separatistische Moslems fordern seit Jahren eine Abspaltung der Provinzen vom buddhistischen Thailand. Alle bisherigen Bemühungen der thailändischen Regierung den Konflikt (...der in den letzten Jahren über 3700 Opfer kostete) auf friedlicher Basis zu lösen, blieben ohne Erfolg.



Am 14. Januar wurde das auf einem Mottorrad zur Arbeit fahrende Ehepaar Amnart und Sudaporm Limdamrong in Pattani von zwei schwer bewaffneten Motorradfahrern auf offener Straße von Kugeln durchsiebt. Danach wurden die Körper der Toten von den Killern auch noch in Brand gesetzt.

Während eines anderen Vorfalls wurden in Pattani am gleichen Tag ein Vater und seine 11jährige Tochter angeschossen und verwundet. Der Mann war ebenfalls auf dem Weg zur Arbeit, und wollte seine Tochter vorher zur Schule bringen.
Augenzeugen berichteten, dass ihnen zwei Jugendliche auf einem Motorrad gefolgt seien und das Feuer eröffneten, um dann die Flucht zu ergreifen. Die Opfer wurden umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihr Zustand ist kritisch aber stabil. Die Polizei vermutet, dass auch dieser Angriff im Auftrag der Aufständischen erfolgte.
(Quelle: MCOT-News)

Neben den drei eigentlichen Krisen-Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani warnt das Auswärtige Amt ausserdem vor einem Besuch in der daran anknüpfenden Provinz Songkhla (...hier geht es zur Reisewarnung des Auswärtigen Amtes).


Betrunkener Fabrikarbeiter vergewaltigt 8jähriges Mädchen in Sattahip
12.01.2010, 17:45 | vor 63 Tagen  
Am Montag, den 11. Januar 2010 erhielt Polizei-Oberstleutnant Attharot Krongrach vom Sattahip Police Department gegen ca. 13:30 Uhr einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass eine Minderjährige überfallen und vergewaltigt worden sei. Der Vorfall habe sich in einer Gasse hinter der "Je Joy" Eisfabrik in Sattahip (...südlich von Pattaya) ereignet.

Als die Beamten — darunter Oberst Somchai Sunthawanic und Oberstleutnant Damrong Uansoongnern sowie ein Rettungsteam der "Sawang Rodjanatham Stiftung" — am Tatort eintrafen, hatte sich dort bereits eine große Menschenmenge angesammelt. Zwei birmanische Einwanderer (...Mr. Or und Mrs. Noi) hielten besorgt den Körper der unter Schock stehenden 8jährigen Norng B in den Armen. Das Mädchen wurde vom Rettungsteam umgehend ins Sattahip Hospital gebracht.



Nach der Vernehmung mehrerer Personen am Tatort geriet der 20jährige Wasan Onparn aus der Provinz Sukhothai zunehmend unter Verdacht. Die Beamten suchten Mr. Onparn, der in der nahliegenden "Je Joy" Eisfabrik als Arbeiter tätig ist, in seinem angemieteten Zimmer auf, wo sie den stark betrunkenen Mann schließlich festnahmen. Die am Tatort anwesenden Menschen mussten beim Anblick des verdächtigen Mannes von der Polizei beruhigt und zurück gehalten werden.

Während des Verhöres fand die Polizei heraus, dass Mr. Onparn den ganzen Morgen getrunken hatte, was ihn — nach eigenen Angaben — zunehmend sexuell frustriert habe.
Aufgrund seines stark alkoholisierten Zustandes habe er die 8jährige, die zu Fuss an der Rückseite der Fabrik entlang ging, durch Versprechungen dazu überredet, mit ihm in ein Gebüsch zu gehen.
Als das Mädchen dann im Gebüsch anfing um Hilfe zu rufen, habe er sie erst bewusstlos geschlagen, und dann für einen Zeitraum von etwa zwei Stunden vergewaltigt. Danach habe er das Mädchen dort liegen lassen und sei in sein Zimmer zurückgekehrt, um weiter zu trinken.

Nachdem das Mädchen wieder zu sich kam, wurde sie von Anwohnern gefunden, die daraufhin die Polizei alarmierten.
Untersuchungen im Krankenhaus haben inzwischen bestätigt, dass eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Abgesehen davon befinde sich Norng B in einem stark geschwächten, aber stabilen Zustand auf der Intensivstation des Krankenhauses Sattahip. Da Mr. Onparns Frau erst kürzlich an HIV verstorben war, haben die Eltern der jungen Norng B große Sorgen, dass ihr Kind nun auch infiziert worden sein könnte, doch laut medizinischen Untersuchungen scheint der Täter selbst nicht vom HIV-Virus befallen zu sein.
Unabhängig davon wurde Mr. Onparn offiziell verhaftet und wird nun wegen Vergewaltigung und Körperverletzung einer Minderjährigen unter 13 Jahren angeklagt.
(Quelle: Pattaya Daily News, Fotos: Yanwarrut)


Kanadischer Tourist von Tuk-Tuk Fahrer in Phuket verprügelt
07.01.2010, 17:50 | vor 68 Tagen  
Den 06. Januar 2010 wird der 51jährige Kanadier Ivan Bob Anwar sicherlich nicht so schnell vergessen — und nach eigener Aussage, wird er aufgrund seiner Erfahrung mit einem Tuk-Tuk Fahrer auch nie wieder nach Phuket reisen.

Mr. Anwar kam mit seiner Frau am 04. Januar nach Phuket, um dort drei Tage Urlaub zu verbringen. Nachdem die beiden eine Nacht am nördlichen Ende von Patong verbracht hatten, beschlossen sie, lieber in Richtung Kalim-Beach zu ziehen.

Abbildung: Fünf Faustschläge ins Gesicht... so hatte sich der Kanadier seinen Urlaub auf Phuket sicher nicht vorgestellt.

Mr. Anwar — der als Lehrer in Japan lebt — sagte, er und seine Frau hätten ein Tuk-Tuk Taxi außerhalb ihres Hotels gegen etwa 13:00 Uhr herbei gewunken. Nach einer kurzen Verhandlung mit dem Fahrer, erklärten sich die beiden bereit, 150 Baht für die Fahrt zu ihrem neuen Hotel zu bezahlen.
Als sie dann jedoch etwa eine Minute später an dem Hotel hielten, kam Mr. Anwar der Gedanke, dass der Preis von 150 Baht für eine derartig kurze Strecke wohl grenzenlos überteuert gewesen war, was er dem Fahrer auch mitteilte.
Gleichzeitig bot er dem Fahrer an, den nach seinem Gefühl angemesseneren Tarif von 100 Baht zu bezahlen, und stieg mit seiner Frau aus dem Tuk-Tuk.

In dem Moment merkte Mr. Anwar, dass der Fahrer mit einem zweiten Mann telefonierte, der umgehend danach auf der Bildfläche erschien und den Kanadier festhielt, während der Fahrer aus dem Tuk-Tuk sprang, und Mr. Anwar etwa fünfmal mit der Faust ins Gesicht schlug. Danach verschwanden die beiden Männer mit dem Tuk-Tuk.

Nach dem Angriff eilten Angestellte aus einem nahegelegenen Hotel zur Hilfe, und brachten den blutenden Mann und seine Frau im Mini-Bus des Hotels zur Kathu-Police-Station.
Von dort aus wurde Mr. Anwar ins Krankenhaus eingeliefert, wo eine große Wunde über seiner linken Augenbraue mit fünf Stichen genäht werden musste. Er erlitt außerdem eine blutige Nase und Blutergüsse auf seinem Gesicht.

Gegen 15:00 Uhr stellte sich Tassanarit Damthong (...der prügelnde 30jährige Fahrer des Tuk-Tuks) auf der Kathu-Police-Station den Behörden, wo er sofort festgenommen und wegen Körperverletzung unter Anklage gestellt wurde. Eine Entlassung gegen Kaution wurde verweigert.

Als das Nachrichtenblatt "Phuket Gazette" auf der Polizei-Station erschien, war zufälligerweise auch Mr. Natdanai Chaowana — der Vorgesetzte des Mr. Tassanarit Damthong — anwesend, und regte sich vor den Journalisten darüber auf, dass sein Angestellter nicht gegen Kaution freigelassen würde, denn der Vorfall sei doch eindeutig das Verschulden des Kanadiers gewesen.
"Die kanadische Kerl war unhöflich, fluchte und trat zuerst nach Mr. Tassanarit" sagte Mr. Natdanai.
Ausserdem sei die Gebühr zwischen dem Fahrer und Mr. Anwar vereinbart gewesen, und der Tarif sei in der Gegend völlig normal.

Die Polizei ist derweilen noch auf der Suche nach dem zweiten Mann, der bei dem Angriff beteiligt war.

Mr. Anwar und seine Frau planen nicht, irgendwann noch einmal nach Phuket zurück zu kehren. "Ich mag Thailand, aber glaube nicht, dass ich jemals wieder nach Phuket reisen werde. Vielleicht werde ich es statt dessen mal auf Krabi versuchen", sagte der Kanadier.
(Quelle: "Phuket Gazette")

Anmerkung: Bereits am 30. Dezember 2009 wurde eine französische Familie von einem rabiaten Tuk-Tuk Fahrer auf Phuket angegriffen und verletzt.
Sie hatten es gewagt, mit ihrem Wagen auf einem Parkplatz zu halten, der angeblich für Tuk-Tuks reserviert war.


"Pang-La Nursery Home" - Thailands erstes Pflegeheim für Elefanten
04.01.2010, 16:09 | vor 71 Tagen  
Ende November 2009 fand die mit Freude erwartete Eröffnung des "Pang-La Nursery Home" im nordthailändischen Lampang statt.
Das Projektes wurde vor Jahren von der thailändischen "Forest Industry Organisation" (FIO) zu Ehren Seiner Majestät König Bhumibol und Ihrer Majestät Königin Sirikit ins Leben gerufen, und hatte sich als lobenswertes Ziel gesetzt, einen betreuten Lebensraum für alte und/oder körperlich eingeschränkte Elefanten zu schaffen.


Das scheint gelungen zu sein:
Das "Pang-La Nursery Home" befindet sich auf einem etwa 1,6 Quadratkilometer großen Grundstück, dass sogar einen kleinen Fluss beinhaltet, in dem die Tiere baden können. Das Haus beschäftigt sowohl Tierärzte als auch Elefantenführer, und bietet Platz für etwa 200 Dickhäuter. Um eine optimale Versorgung garantieren zu können, bauen die Betreiber einen Teil des Futters (z.B. Bananenstauden und Ananaspflanzen) sowie eine große Auswahl an Heilkräutern selbst an.

Seit der Eröffnung haben 30 Elefanten in Lampang ein neues Zuhause gefunden, darunter auch die 53-jährige Elefantendame Pang Bua-Kam, die auf einem Auge erblindet ist, und zuvor ein Dasein auf den Straßen Bangkoks fristete.

Derzeit arbeitet die FIO daran, eine Datenbank aller zahmen Elefanten anzulegen. Sie soll die Identifizierung der Tiere erleichtern, um damit gezielter gegen Elefantenwilderei vorgehen zu können.
Während heute noch ca. 4.000 Elefanten in Thailand leben (...etwa die Hälfte davon zahm), durchstreiften im 19. Jahrhundert noch über 50.000 der friedlichen Dickhäuter die Wälder Thailands.
(Quelle: Amazing Thailand/Thailandtourismus.de)


709 Unfälle zum Jahreswechsel auf Thailands Straßen
02.01.2010, 17:51 | vor 73 Tagen  
Am 01. Januar 2010 hatte Anucha Mokaves, der Generaldirektor des nationalen Katastrophenschutzes in Thailand, eine Statistik bekannt zu geben, die schon eher zur Katerstimmung des Neujahrstages als zur Feierlaune der vorhergehenden Tage passte.
Laut Mr. Anuchas Bericht ereigneten sich auf den Straßen Thailands in der Silvesternacht 709 Unfälle, bei denen 77 Personen getötet und 763 verletzt wurden.
Dabei scheinen die Appelle und Warnungen der Behörden sogar erfolgreich gegriffen zu haben, denn immerhin sank im Vergleich zur vorjährigen Silvesternacht die Zahl der Gesamtunfälle um stolze 16% von 851 auf 709, während die Zahl der Todesfälle immerhin um 7% von 83 auf 77 fiel.


(Abbildung: Fataler Unfall eines alkoholisierten BMW-Fahrers in Bangkok, Quelle: www.car-accidents.com)

Mr. Anucha betonte, dass die Hauptursachen der insgesamt 1.824 Unfälle zwischen dem 29. 12. 2009 und dem 01. 01. 2010 auf Trunkenheit am Steuer, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit zurückzuführen wären. Die meisten Unfälle seien in der Nacht passiert, und am häufigsten seien Motorräder in die Unfälle verwickelt gewesen.

Die Provinzen "Chiang Mai" und "Ayutthaya" führen die Liste mit den meisten Todesfällen an, während in den Provinzen "Samut Songkram", "Sing Buri" and "Yasothon" keine Unfälle zu verzeichnen sind.

Mr. Anucha sagte weiter, dass die Polizei landesweit die jungen Fahrer verstärkt im Auge behalten soll, denn die Statistiken der letzten Jahre hätten gezeigt, dass etwa 30% der Fahrer die bei Unfällen getötet oder verletzt wurden, junge Menschen seien. Selbiges gelte auch bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln.
Apropos Verkehrsregeln: Zwischen dem 29. 12. 2009 und dem 01. 01. 2010 wurden 180.952 Personen wegen Verstoßes gegen die Verkehrsregeln belangt. Die meisten von ihnen besaßen keinen Führerschein, oder seien ohne Helm Motorrad gefahren.
(Quelle: MCOT News)

P.S.: Besonders bei den Hauptursachen fragt man sich wieder einmal: "Wer hätte das gedacht?"


Sicherheitsmaßnahmen in Bangkok werden zu Silvester intensiviert
29.12.2009, 17:26 | vor 77 Tagen  
Auch wenn die Sicherheitskräfte offiziell nicht erwarten, dass das neue Jahr in Bangkok mit Gewaltaktionen eingeleitet werden wird, sind die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft worden.
Der stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban teilte am Dienstag der Presse mit, dass Check-Points in verschiedenen Risikogebieten von Bangkok sowie Teilen der Metropolitan Region errichtet würden, um vor allem am letzten Abend des Jahres Ruhe und Ordnung garantieren zu können. Dies könne zwar bei manchen Leuten Unbequemlichkeiten verursachen, sei aber für die Sicherheit der Menschen am Silvester/Neujahrsfest notwendig.


Abbildung oben: Bei acht Bombenanschlägen in Bangkok — und einem in Nonthaburi — wurden am 31. Dezember 2006 drei Menschen getötet und mehr als 40 verletzt. (Foto: AP)

Auch in Bezug auf die roten Aktivisten der "UDD" ("Vereinigte Front für Demokratie gegen die Diktatur") zeigte sich Mr. Suthep zuversichtlich.
"Ich bin sicher, dass die UDD-Führer keine Unruhen während der Feierlichkeiten anzetteln werden, weil sie nicht die Öffentlichkeit gegen sich aufbringen möchten", sagte er der Presse.

Armeechef Gen Anupong Paojinda ließ verlauten, dass die Militärpolizei mit der regulären Polizei bei der Einrichtung von Kontrollposten an den wichtigsten Ämtern und Bereichen, in denen große Menschenmengen erwartet werden, zusammenarbeiten werde.
Eine Sondereinheit von 450 Soldaten stehe bereit und sei in der Lage, jeden Schauplatz einer unvorhergesehenen Aktion innerhalb einer Stunde zu erreichen.

Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra sagte, das 50 Bezirksstellen in Bangkok angewiesen worden seien, eng mit der Stadtpolizei bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Hauptstadt — vor allem in der Nacht des 31. Dezembers — zusammen zu arbeiten.

Auch die Sicherheit am Suvarnabhumi-Airport wurde verstärkt. Der Sicherheitschef des Flughafens sagte, dass zusätzliche Kontrollpunkte eingerichtet worden seien, und Fluggäste eingehender kontrolliert würden. Daher sollten Passagiere mindestens drei Stunden vor ihrem geplanten Abflug einchecken.
(Quelle: Bangkok Post)


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