| Typ/Viewer: RSS/ RSS-Reader | Aktualisiert: 10.02.2012 | Aufrufe: 1460 |
Kategorie: Forschung, Wissenschaft & Entwicklung > Biotechnologie
Der Informationsdienst ist ein Projekt der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und verschiedener Bio- und Umweltverbände. Er wurde 2004 gegründet und bietet Informationen, Nachrichten und Aktionen zum Thema gentechnikfreie Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt. Er macht die unterschiedlichen Informationen zum Thema agrarische Gentechnik für Interessierte einfacher zugänglich und vernetzt Akteure. Er hilft Bürgern mit konkreten Tipps, sich für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft einzusetzen.
Nachrichten aus dem RSS-Feed: Informationsdienst Gentechnik
26.000 Unterschriften gegen Soja-Greenwashing09.02.2012, 16:00 | vor 1 Tage
Heute wurden der niederländischen Handelsgruppe Ahold 26.000 Unterschriften europäischer Verbraucherinnen und Verbraucher übergeben, die sich gegen das Greenwashing des Round Table for Responsible Soy (RTRS) wenden. Die Kampagne wurde letztes Jahr in sechs Ländern gestartet und richtet sich an Supermärkte und Lebensmittelhersteller wie Aldi, Carrefour, Coop und Unilever, über deren Handelswege die umstrittene Soja auf den europäischen Markt kommt. Tjerk Dalhuisen von der Kampagne Toxicsoy erklärt: „Jedes Jahr werden 34 Millionen Tonnen gentechnisch veränderter Soja nach Europa importiert. Von dieser Soja kann nicht behauptet werden, sie sei verantwortungsvoll hergestellt. Sie verdient kein Nachhaltigkeits-Label.“ RTRS ist eine Initiative des WWF und der Soja-Industrie, die Glyphosat-resistente Soja als nachhaltig auszeichnet, obwohl deren Anbau mit einem enormen Einsatz von [..]
Bundestagsaussschuss stimmt Patent-Antrag zu09.02.2012, 15:15 | vor 1 Tage
Dem interfraktionellen Antrag gegen Patente auf Tiere und Pflanzen wurde gestern im Rechtsausschuss zugestimmt. Voraussichtlich wird er heute im Bundestagsplenum beschlossen. Die ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Verhinderung der Patentierung von konventionell gezüchteten Pflanzen und Tieren. Ein erschreckendes Beispiel für die Praxis der Erteilung von Patenten ist eine konventionelle Melone, die natürlicherweise resistent gegen ein pflanzenschädliches Virus ist. Das internationale Bündnis „no patents on seeds“ hatte letzte Woche dagegen Einspruch eingelegt, weil befürchtet wird, dass durch das Patent der Anbau und die weitere Züchtung behindert werden.
Über ein Jahr wurde an dem Antrag gearbeitet. Nun können den guten Absichten der Parteien endlich Taten folgen: Das Justizministerium wird damit beauftragt, die Punkte des Antrags in der Rechtsprechung umzusetzen. Das [..]
Kritik an Bienenstudie08.02.2012, 15:40 | vor 2 Tagen
Imkereiexperten kritisieren die jüngsten Ergebnisse einer Studie der Universität Würzburg wonach transgener Mais Bienenlarven nicht schadet. Dem im Vorfeld geäußerten Wunsch seitens der Imker beim Design der Studie miteinbezogen zu werden, wurde nicht gefolgt. Das unzureichende Studiendesign der Uni Würzburg soll künftig als Standard dienen, um die Wirkung von Insektiziden zu testen. „Die Fütterungsversuche mit Gentechnik-Pollen an einzelnen Bienen lassen keine Rückschlüsse auf die Gesundheit des Bienenvolkes zu. Denn die Lebensgrundlange von Staaten bildenden Insekten basiert auf hochkomplexen Kommunikations- und Organisationsstrukturen“ so der Imkereimeister und Vorstand von Mellifera, Thomas Radetzki. „Vielmehr müsse die Wirkung genauer untersucht werden, um Rückschlüsse auf die Biene zu ziehen“, fordert Walter Haefeker, Präsident des Europäischen [..]
2011 kaum Gentechnik-Anbau in Europa07.02.2012, 19:30 | vor 3 Tagen
Kaum Gentechnik-Anbau in Europa, steigende Anbauflächen weltweit. Dies sind die wenig überraschenden Erkenntnisse aus dem Bericht der ISAAA, einer industrienahen Organisation, die jedes Jahr Zahlen über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen herausgibt. Die Umweltorganisation Friends of the Earth Europe (FoEE) gibt dabei zu bedenken, dass die Zahlen kaum belegt sind und hauptsächlich von der Gentechnik-Industrie stammen. Denn die meisten Länder erfassen den Gentechnik-Anbau nicht getrennt. ISAAA wird von der Industrie jedoch dazu benutzt, ihr Geschäft als schönen Erfolg zu verkaufen. Dabei findet der Großteil des Anbaus nach wie vor nur in wenigen Ländern statt (USA, Brasilien, Argentinien). In Europa lässt sich kaum etwas schönreden. Hier blieb der Gentech-Anbau 2011 bei einem sehr geringen Anteil von 0,1% der gesamten Anbaufläche. Hauptsächlich in Spanien und [..]
Bündnis legt Rechtsmittel gegen Versuche mit Gentech-Rüben ein07.02.2012, 18:15 | vor 3 Tagen
Die KWS hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, findet ein Bündnis aus Verbänden, die Glyphosat-resistenten Gentechnik-Pflanzen kritisch gegenüberstehen. Deshalb hat das Bündnis dem Bundesamt für Verbraucherschutz eine dreißigseitige Einwendung vorgebracht, die sich gegen den Gentechnik-Anbau wendet. Die KWS Saat AG hält weiterhin an ihren Versuchen mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben fest und hat für die nächsten Jahre Freisetzungen beantragt. Dabei schafft der Anbau mit derartigen Pflanzen neue Probleme, statt bekannte Probleme zu lösen, so das Bündnis in einer Pressemitteilung. In Ländern mit großflächigem Anbau müssen beispielsweise immer mehr Pestizide eingesetzt werden, um gegen resistente Unkräuter vorzugehen. Das Spritzmittel selbst bringt außerdem viele Risiken für Menschen und Umwelt mit sich.
Im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und [..]
Bundestag diskutiert Glyphosat-Risiken07.02.2012, 15:50 | vor 3 Tagen
Morgen befasst sich der Bundestag mit einem Antrag der Grünen zum Thema Glyphosat. Der Wirkstoff des Spritzmittels Roundup, das massiv beim Anbau von Gentech-Soja zum Einsatz kommt, birgt zahlreiche Umwelt- und Gesundheits-Risiken. Mit dem Antrag, der morgen im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz diskutiert wird, soll ein besserer Schutz von Verbrauchern und Landwirten durchgesetzt werden. So zielt das Papier auf ein Verbot der Glyphosat-Anwendung zur Abreifebeschleunigung ab. Der Einsatz des Giftes ist durch diese Anwendung enorm gestiegen. Auch der Verkauf von Glyphosat in Baumärkten soll laut Antrag eingestellt werden. Der NABU unterstützt die Initiative: "Der Antrag greift endlich unsere Forderung auf, dass angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine umfassende Neubewertung der Risiken von Glyphosat und glyphosathaltigen Herbiziden [..]
Bundesregierung bleibt Imkern Antworten schuldig07.02.2012, 09:05 | vor 3 Tagen
Wie aus den Antworten auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke klar wird, tappt die Bundesregierung noch immer im Dunkeln, wie sich Gentechnik und Imkerei vereinen lässt. Vielmehr fährt sie eine Vogel-Strauß-Politik und hofft, sich hinter den Entscheidungen von Brüssel verstecken zu können. Die Regierung bestätigt eine Flugweite der Bienen bis zu 10 km, eine gesetzlich verankerte Abstandsregelung schlägt sie keine vor. Klar ist für sie, dass die Abstandsregelungen nicht zu Lasten der GVO-Anbauer verengt werden dürfen. Antworten rund um Entschädigung und Analysen bleiben offen. Rund eine halbe Millionen Euro wurden bisher in die Bienen-Forschung gesteckt. Jedoch nicht in Fragen, die Imker gerne beantwortet wüssten und nicht mit einem Forschungsdesign, welches die Imker für sinnvoll erachten. Ein klares "Ja" hat die Bundesministerin Aigner bei der [..]
Frankreich führt Ohne-Gentechnik-Label ein06.02.2012, 14:50 | vor 4 Tagen
Frankreich führt eine Kennzeichnung für Produkte ein, die ohne Gentechnik hergestellt wurden. „Sans OGM“ darf dann auf pflanzlichen Produkten stehen, wenn sie weniger als 0,1% gentechnisch veränderte Organismen zufällig oder unvermeidbar enthalten. Tierische Produkte werden entsprechend einer Verunreinigung der Futtermittel von 0,1% bzw. 0,9% ausgewiesen. Auch für die Honig-Produktion werden Regeln eingeführt. Honig darf nur als gentechnikfrei gekennzeichnet werden, wenn im Umkreis von drei Kilometern vom Bienenstock keine gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen. Die Verbraucherorganisation UFC Que Choisir begrüßt die neue Kennzeichnungsregelung, da sie es Verbrauchern ermöglicht, ihren Interessen beim Einkauf bewusster Nachdruck zu verleihen.
Auch in Deutschland gibt es eine Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung, die am Markt immer mehr Bedeutung erlangt. Die [..]
Einspruch gegen Melonen Patent03.02.2012, 15:50 | vor 7 Tagen
Der Konzern Monsanto erhielt im Mai 2011 das Patent auf eine natürlicherweise vorkommende Resistenz bei Melonen gegen ein pflanzenschädliches Virus vom Europäischen Patentamt (EPA). Gegen dieses Patent erhebt die internationale Koalition „no patents on seeds“ nun Einspruch, da sie befürchtet, durch das Patent könnten die weitere Züchtung und der Anbau von Melonen erheblich behindert werden. Christoph Then von testbiotech und Patentberater von Greenpeace erklärt die Problematik: „Nicht die indische Melone selbst wird zur Erfindung erklärt, sondern alle weiteren Züchtungen, die mit Hilfe dieser ursprünglichen Pflanze hergestellt werden und resistent gegen das Virus sind. So bekommt der Konzern ein Monopol auf die Verwendung dieses indischen Saatguts.“ Die Kritiker berufen sich auf das Verbot der Patentierung auf konventionelle Züchtung, das in der EU gilt. no patents on [..]
EU-Zulassungen: Stehen Gentechnik-Tiere vor der Tür?02.02.2012, 16:45 | vor 8 Tagen
Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) hat Richtlinien für die Bewertung von gentechnisch veränderten Tieren veröffentlicht. Die EU stellt sich offenbar darauf ein, dass Anträge auf Zulassung von Gentech-Tieren demnächst gestellt werden, und will für diesen Fall gerüstet sein. Wie schon bei gentechnisch veränderten Pflanzen geht die Behörde davon aus, dass sie Merkmale konventioneller und gentechnisch veränderter Tiere grundsätzlich miteinander vergleichen kann, um eine Risikobewertung durchzuführen. Ein Bündnis aus Verbraucher-, Umwelt-, Bauern- und Tierschutzverbänden fordert eine öffentliche Debatte über die Sicherheitsbewertung der Tiere, bevor eventuelle Zulassungsprozesse starten. In einem offenen Brief an EU-Kommissar Dalli formulieren sie die spezifischen Anliegen der Verbände. Bisher wurden noch keine Anträge auf Zulassung in der EU gestellt. In [..]
Testbiotech: EU-Gentech-Zulassungen im Sinne der Industrie02.02.2012, 13:30 | vor 8 Tagen
Der Verein Testbiotech hat einen erneuten Beleg dafür, dass die Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nicht den wissenschaftlichen Standards entspricht. Dies ist das Ergebnis einer Analyse der Originaldokumente, die Monsanto für die Prüfung des Gentech-Mais MON89034X und MON88017 eingereicht hatte. Der Gentech-Konzern gibt laut Testbiotech selbst zu, dass die Untersuchungen nicht in „Übereinstimmung mit den Standards der Good Laboratory Practice (GLP)“ durchgeführt wurden. Der EFSA-Experte Joe Perry kritisiert außerdem die Daten, die für die Zulassung herangezogen wurden und von dem industrienahen International Life Science Institute (ILSI) stammen. Den Daten könne man nicht trauen, so der Gentechnik-Experte der EFSA. Der Gentech-Mais wurde dennoch als sicher bewertet und von der EU-Kommission zugelassen. „Während inzwischen sogar Stellungnahmen [..]
Dänemark will Änderung zum EU-Gentechnik-Recht voranbringen01.02.2012, 10:45 | vor 9 Tagen
Der Prozess um ein geändertes EU-Gentechnikrecht geht in eine neue Runde. Die dänische Ratspräsidentschaft legte nun ein Kompromisspapier zur Regelung der nationalen Gentechnik-Anbauverbote vor. Das Papier schlägt Absprachen zwischen den Antragstellern und einzelnen Mitgliedsstaaten vor, nach denen die Hersteller des gentechnisch veränderten Saatguts auf den Verkauf in dem jeweiligen Land verzichten sollen. Möglichst schon im März beim EU-Umweltministerrat soll eine Entscheidung herbeigeführt werden.
2010 hatte die EU-Kommission einen Vorschlag zur Änderung des Gentechnikrechts vorgelegt, der deutliche Mängel aufwies und von vielen Seiten kritisiert wurde. Im Juli letzten Jahres hatte daraufhin das Europäische Parlament beschlossen, den EU-Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eines rechtsicheren und umfassenden Verbots gentechnisch veränderter Pflanzen einzuräumen. Die [..]
KWS Saat AG setzt weiter auf Gentechnik30.01.2012, 13:55 | vor 11 Tagen
Die großen Gentechnik-Konzerne ziehen sich aus Europa zurück. Nur die KWS Saat AG hält weiterhin an ihren Freisetzungen fest. Der Saatgut-Konzern hat für den Zeitraum von sieben Jahren Versuche mit seiner gentechnisch veränderten Zuckerrübe beim Bundesamt für Verbraucherschutz beantragt. Zwar will die KWS 2012 angeblich keine Freilandversuche durchführen, dennoch setzt sie trotz massiver Verbraucherablehnung offensiv auf die Agro-Gentechnik. Andere Unternehmen geben den europäischen Markt mittlerweile wegen ablehnender Verbraucherhaltung auf. So kündigte Monsanto an, erst mal kein Gentechnik-Saatgut mehr in Frankreich zu verkaufen und entließ letztes Jahr seinen für Deutschland zuständigen Unternehmenssprecher. Die BASF will gar ihre gesamte Gentechnik-Sparte in die USA verlegen. Dabei gab es noch 2010 Aufwind für die gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffel Amflora, als [..]
EU-Zulassungsverfahren: Kommissions-Vorschlag ungenügend26.01.2012, 15:05 | vor 15 Tagen
Das EU-Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen muss dringend überarbeitet werden. Nun hat sich die EU-Kommission des Problems angenommen und neue Vorschriften für die Risikobewertung von Gentech-Pflanzen vorgeschlagen. Verbindliche EU-Standards sind bisher nicht gegeben. Vorgeschrieben ist lediglich die Prüfung durch die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA), die die Pflanzen jedoch stets als sicher bewertet. Im Anschluss sind die EU-Mitgliedsstaaten sich meist uneinig über die Zulassung, woraufhin die EU-Kommission im Alleingang entscheiden darf. In der Regel folgt sie der Meinung der EFSA und lässt die Pflanzen für den EU-Markt zu. Diesen für EU-Bürgerinnen und -Bürger wenig durchsichtigen Prozess beobachtet der Verein Testbiotech sehr ausführlich. Er hat auch das 72 Seiten starke Dokument der EU-Kommission begutachtet und kritisiert die vorgeschlagenen [..]
Monsanto stoppt Verkauf von Gentech-Mais in Frankreich25.01.2012, 15:30 | vor 16 Tagen
Der Saatgut-Konzern Monsanto hat angekündigt, ab diesem Jahr kein MON 810-Saatgut in Frankreich zu verkaufen. Seit 2008 hätte das Unternehmen weder Gentech-Saatgut verkauft, noch damit experimentiert. 2012 und auch in den nächsten Jahren gäbe es keine guten Geschäftsbedingungen für einen Verkauf des gentechnisch veränderten Saatguts. Die Behörden sind bereits über den Schritt informiert. Die französische Regierung hatte angekündigt, an dem Anbau-Verbot festzuhalten, obwohl es eine gerichtliche Entscheidung gibt, die das Verbot für unrechtmäßig erklärt. Am Montag hatten rund 100 Aktivisten einen Standort Monsantos besetzt, weil sie die baldige Auslieferung des Gentech-Saatguts an Landwirte befürchteten. Der Regierung warfen sie Untätigkeit vor, da die Aussaat-Saison bevorsteht, und bis jetzt kein neues Verbot verhängt wurde.Thomson Reuters, USA: Monsanto says won’t [..]
Aigner stimmt für die Zulassung von Gentech-Soja23.01.2012, 16:15 | vor 18 Tagen
Zu Recht demonstrierten am Wochenende Tausende Menschen gegen Gentechnik und die Eu-Agrar-Politik der Bundesregierung. Denn gegen ihren Willen hat die Mehrheit der EU-Mitgliedsländer letzte Woche, darunter auch Deutschland, Spanien, Niederlande und Großbritannien, für die Zulassung von vier gentechnisch veränderten Soja-Pflanzen gestimmt. Nach dem Willen der Agrarindustrie sollen die Gentech-Pflanzen als Futter- und Lebensmittel nach Europa importiert werden. Verschiedene Verbände hatten schon im Vorfeld davor gewarnt, dem Antrag zuzustimmen, weil Pestizid-Rückstände auf den Soja-Pflanzen dadurch in die Nahrungskette gelangen können. Der Anbau bedeute ein Risiko für die damit arbeitenden Landwirte sowie für die biologische Vielfalt. Drei der Soja-Pflanzen sind durch die gentechnische Veränderung resistent gegen Herbizide gemacht. Christoph Then von dem Verein Testbiotech weist [..]
Trotz Schnee und Regen: 23.000 Menschen demonstrieren in Berlin21.01.2012, 15:50 | vor 20 Tagen
Ein scheinbar nicht endender Demo-Zug schlängelte sich heute entlang der Spree vom Hauptbahnhof bis vor das Kanzleramt. 23.000 Menschen haben es satt und protestierten in Berlin gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Schnee und Regen konnte die gut gelaunte Masse nicht davon abhalten, gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne Gentechnik zu demonstrieren. Mit einem bunten und tanzenden Fahnen- und Schilder-Meer zeigte die kritische Agrar-Bewegung, dass sie sich nicht unterkriegen lässt - weder von der Agrarindustrie noch den Entscheidungsträgern der Politik. Landwirtschaftsministerin Aigner hatte zur Eröffnung der Grünen Woche noch versucht, die Demonstration zu diskreditieren. Die Kritiker würden eine Schlacht von gestern schlagen, so Aigner. "Eine Milliarde Menschen auf der Welt sind nicht satt", so die Agarministerin, die jedoch verkennt, dass die [..]
Tausende demonstrieren morgen in Berlin: Wir haben es satt!20.01.2012, 17:30 | vor 21 Tagen
Morgen ist es so weit: In Berlin treffen sich tausende Menschen, um gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung zu demonstrieren und eine tiergerechte und nachhaltige EU-Agrarpolitik ohne Gentechnik zu fordern. Über 90 Organisationen rufen dazu auf, bei der bevorstehenden EU-Agrar-Reform die Menschen in der Landwirtschaft in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos kam bereits heute nach Berlin und hat sich den Fragen der Zivilgesellschaft gestellt. Ca. 130 Bürgerinnen und Bürger kamen zu der Diskussionsveranstaltung im Kongresszentrum. Umweltgerechte und nachhaltige Politik stehe für ihn nicht im Widerspruch zur Wettbewerbsfähigkeit, so der EU-Kommissar. Die Teilnehmer forderten den Kommissar auf, soziale und ökologische Kriterien bei der Reform ausreichend zu berücksichtigen und sich nicht dem Druck der Bundesregierung sowie der Agrarindustrie zu [..]
Patent-Antrag heute endlich im Bundestag19.01.2012, 11:45 | vor 22 Tagen
Heute wird im Bundestag ein interfraktioneller Antrag eingebracht, der sich gegen die Patentierung von konventionell gezüchteten Tieren und Pflanzen richtet. Über ein Jahr wurde an dem Antrag gearbeitet, obwohl sich alle Parteien grundsätzlich darin einig sind, Patente auf Tiere und Pflanzen verhindern zu wollen. Der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft begrüßt den Schritt demnach auch als "längst überfällig" und geht mit seinen Forderungen über die Inhalte des Antrags hinaus: Auch gentechnisch veränderte Organismen müssen von der Patentierbarkeit ausgenommen werden. Denn dies sei die eigentliche Triebfeder bei der Entwicklung von Gentechnik-Pflanzen: Nachbau der Ernte zu verhindern sowie Züchter mit ihrer Arbeit zu behindern. Auch der LINKEN fehlt der Hinweis auf Biopatente, die auf einer gentechnischen Arbeit beruhen. Die Partei trägt den Antrag [..]
Industrie plant Marktzulassung von Golden Rice18.01.2012, 15:00 | vor 23 Tagen
Der sogenannte "Golden Rice" steht möglicherweise vor seiner Marktzulassung. Dies berichtet die Verbraucherorganisation foodwatch. Nachdem der umstrittene Reis 2011 versuchsweise auf den Philippinen angebaut wurden, soll er nun kommerziell auf den Markt kommen. Die Gentechnik-Industrie verspricht sich vom Anbau des Reises Hilfe für Menschen mit Vitamin-A-Mangel. Kritiker verweisen hingegen auf das Risiko des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen und auf die vielseitigen Ursachen von Mangelernährung. Das Reis-Projekt bewerten sie eher als eine Image-Kampagne der Industrie. Diese wirft den Kritikern wiederum vor, das Leben von Kindern zu gefährden, wenn der Anbau des Reises verhindert wird.
Ein heute von foodwatch veröffentlichter Report wirft wichtige Fragen auf, die vor einer möglichen Markteinführung geklärt werden sollten. So liegen der Öffentlichkeit [..]
EU entscheidet über GVO-Soja-Zulassung17.01.2012, 10:35 | vor 24 Tagen
Am heutigen Dienstag entscheiden die EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel über die Zulassung von vier Varianten gentechnisch veränderter Soja für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln. Friends of the Earth Europa und Testbiotech fordern in einem gemeinsamen Brief die Mitgliedsstaaten dazu auf, diese Anmeldungen zurückzuweisen. Rückstände aus Spritzmitteln könnten in die Nahrungskette gelangen. Zudem führt die Zulassung insbesondere der herbizidresistenten Pflanzen zu resistenten Unkräutern und neuen Pflanzenkrankheiten, was ein erhebliches Risiko für Landwirte und die biologische Vielfalt darstellt. Die Risikobewertung durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA weist bei den vorliegenden Fällen erhebliche Schwächen auf. So wurden beobachtete unbeabsichtigte Veränderungen der Pflanze sowie das festgestellte Risiko für das Immunsystem im Fall der insektengiftigen [..]
Gentechnik-Kartoffeln in Deutschland sind Vergangenheit16.01.2012, 13:30 | vor 25 Tagen
Die Unternehmenszentrale der BASF Plant Science geht in die USA, die Entwicklung und Kommerzialisierung der Gentechnik-Kartoffeln Amflora, Amadea und Modena werden gestoppt. Dies teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Gentechnik-Kritiker verbuchen die Flucht nach Amerika als Erfolg ihrer Arbeit. Die umstrittene und mit Misserfolg gekrönte Gentechnik-Kartoffel Amflora hat den Konzern 13 Jahre Wartezeit auf eine Zulassung, jährlich etwa 150 Millionen Euro und viel Kritik wegen Gesundheitsgefahren eingebracht. Die nicht zugelassene hauseigene Gentechnik-Kartoffel Amadea hat zudem einen Verunreinigungsskandal produziert. Die Knolle entpuppte sich als extrem pilzanfällig und wenig erfolgversprechend. Nun will sich der Konzern auf Projekte konzentrieren, die Ertragssteigerung und Stresstoleranz der Pflanzen versprechen. Er will die Partnerschaft mit Monsanto intensivieren [..]
Imker in Frankreich fordern Gentechnik-Verbot10.01.2012, 13:25 | vor 31 Tagen
Dutzende Menschen drangen Ende letzter Woche in die Räumlichkeiten von Monsanto Frankreich ein, um den Verkauf und den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu stoppen. Mit der gewaltlosen Besetzung der französischen Zweigstelle des Gentechnik-Konzerns erwirkten Imker mit Hilfe von Gentechnik-Kritikern und Landwirten einen Gesprächstermin mit der Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet am kommenden Freitag. Die Imker fürchten um ihren Honig und wollen vor allem den Anbau des Gentechnik-Maises MON 810 im Frühjahr verhindern. Denn seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes im September 2011 ist Honig, der mit Pollen des Gentechnik-Maises verunreinigt ist, nicht mehr verkehrsfähig, da er derzeit keine ausreichende Lebensmittelzulassung besitzt. Das MON 810-Anbauverbot wurde in Frankreich gerichtlich aufgehoben. Die französische Regierung will jedoch weiter daran festhalten.La [..]
Lettland so gut wie gentechnikfrei09.01.2012, 09:35 | vor 32 Tagen
In Lettland haben nahezu alle Verwaltungsbezirke (Novads) beschlossen, bis Ende 2012 gentechnikfrei zu sein. In 101 Novads wird dann der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf kommunalen Flächen verboten sein, berichtet ein Berater des lettischen Umweltministeriums. Diese Bezirke haben die obligatorischen Anbau-Regeln bereits umgesetzt und können nun nach einer Gesetzesänderung durch lokale Referenden Anbau-Verbote durchsetzen. Die Ablehnung von Agro-Gentechnik ist in Lettland besonders groß. In einer vom Umweltministerium durchgeführten Umfrage sprechen sich über 90% der Bevölkerung gegen einen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen aus.All About Feed, The Netherlands: Latvia on the brink of complete ban of GMO productsgmo-free-regions.org: GMO-free news Lativa
Deutscher Honig frei von Gentechnik-Pollen02.01.2012, 13:30 | vor 39 Tagen
Der neue Ökotest zum Thema Honig zeigt: Gentechnik ist nicht kontrollierbar, wenn sie einmal freigesetzt wird. In 14 von 20 Honig-Proben wurden Spuren von Gentech-Pollen gefunden. Gezielt suchte Ökotest nach Honig aus Südamerika, denn dort werden massenweise Gentechnik-Pflanzen angebaut. So fanden die Experten denn auch in allen verunreinigten Honigen Pollen der gentechnisch veränderten Soja-Pflanze Roundup Ready. Deutscher Honig ist hingegen frei von Gentechnik-Verunreinigungen, da hierzulande kaum noch gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Vom Markt genommen werden müssen die verunreinigten Honige jedoch nicht, denn die Gentech-Soja ist in der EU als Lebensmittel zugelassen. Eine rechtliche Klarstellung des EuGH vom September letzten Jahres gibt vor, dass Honig mit nicht als Lebensmittel zugelassenen Pflanzen-Pollen nicht verkehrsfähig ist.www.oekotest.de: Testberichte Gen-Technik in HonigBienen & Agro-Gentechnik: Webseite zu Bienen und Gentechnik
Azoren erklären sich gentechnikfrei29.12.2011, 13:10 | vor 43 Tagen
Die Regierung der Azoren hat beschlossen, die Inseln gentechnikfrei zu halten. Das Vorsorgeprinzip soll eingehalten werden, um die Wirtschaft und Natur vor möglichen Schäden zu bewahren, die durch die Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen hervorgerufen werden können. Die neue Regelung untersagt daher jeglichen Anbau sowie Züchtung von Gentech-Pflanzen. Davon ausgenommen sind wissenschaftliche Untersuchungen, die dem öffentlichen Interesse dienen.azores.gov.pt: Government wants the Azores free from genetically modified organisms
EU-Kommission lässt neue Gentech-Pflanzen zu23.12.2011, 13:00 | vor 49 Tagen
Die EU-Kommission hat vier neue gentechnisch veränderte Pflanzen für den EU-Markt zugelassen. Es handelt sich um eine Baumwollart und drei Maissorten, die für Lebens- und Futtermittel verwendet, nicht aber angebaut werden dürfen. Das Zulassungs-Verfahren verlief wie gewohnt: Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde hatte die Pflanzen für sicher erklärt. Die Mitgliedsländer konnten sich auf eine Zulassung nicht einigen, woraufhin der Kommission die Entscheidung überlassen wird. Diese sprach sich nun für die Zulassung aus. EU-Bürgerinnen und Bürger dürften dies überwiegend als bitteres Weihnachtsgeschenk ansehen. Denn die Mehrheit von ihnen spricht sich immer wieder gegen gentechnisch veränderte Pflanzen aus. Und die Lebensmittelindustrie reagiert: Immer mehr Hersteller achten mittlerweile auch beim Tierfutter auf gentechnikfreie Ware.agrarheute.com: Neue Genpflanzen für Europa zugelassenInfodienst Dossier: EFSA-Reform
Brasilien liefert auch 2011 ausreichend gentechnikfreie Soja22.12.2011, 17:20 | vor 50 Tagen
Der Markt für gentechnikfreie Soja weitet sich aus. Dies berichtet das Beratungsunternehmen TraceConsult, das regelmäßig über die Verfügbarkeit von gentechnikfreier Soja aus Brasilien informiert. So hat das Zertifizierungs-Unternehmen für gentechnikfreie Soja-Produkte, Cert ID, kürzlich seine Zahlen für 2011 veröffentlicht. Demnach steigt der gentechnikfreie Sektor und ist laut Cert ID-Geschäftsführer Augusto Freire auch ausbaufähig. Neben den 7,7 Mio. Tonnen Soja, die sein Unternehmen zertifiziert, stünden noch beträchtliche Mengen zur Verfügung, die bloß nicht an die Abnehmer gebracht werden, weil der Kontakt zu den Anbietern nicht hergestellt sei. Laut Freire ist Brasilien in der Lage, für viele Jahre die europäische Nachfrage an gentechnikfreien Soja-Erzeugnissen zu decken. TraceConsult: Zertifizierte Soja-Mengen gegen Brüsseler GehirnwäscheCert ID: Cert ID-certified non GM Soy Bean Meal and other Soy Products
EFSA-Direktorin für Unabhängigkeit der Behörde21.12.2011, 11:35 | vor 51 Tagen
In einer Umfrage des Nachrichten-Portals FoodNavigator.com haben sich 66% der Leserinnen und Leser dafür ausgesprochen, dass die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) sogenannte Drehtür-Fälle verhindern sollte. Eine von ihnen ist die Geschäftsführende Direktorin der EFSA, Catherine Geslain-Lanéelle. Sie versicherte gegenüber FoodNavigator.com, dass die EFSA alle potenziellen Interessens-Konflikte ihrer Mitarbeiter verhindern wolle. Die EFSA ist immer wieder in die Kritik geraten, weil Mitarbeiter kurz nach ihrer Tätigkeit als Risikobewerter der Behörde zur Industrie wechselten oder sogar gleichzeitig beide Tätigkeiten ausübten. Anfang Dezember hatte sich der europäische Bürgerbeauftragte einer Beschwerde des Vereins Testbiotech angeschlossen, die die Drehtür-Fälle zwischen der EFSA und der Biotech-Industrie anprangert. Die unabhängige Kontrolle von [..]
Bundesamt verbietet Pestizid-Zusatzstoff, aber nicht Fertigprodukt20.12.2011, 13:55 | vor 52 Tagen
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat sechs Zusatzstoffe für Pestizide verboten. Es handelt sich um tallowaminhaltige Stoffe, die Risiken für Menschen und Umwelt bergen. Werden sie Pestiziden zugesetzt, erhöht das deren Toxizität. Zwar dürfen die Tallowamine nicht mehr einzeln verkauft werden, fertig gemischte Pestizide bleiben jedoch weiterhin auf dem Markt. Dies bestätigte ein Sprecher des BVL gegenüber der taz. Für Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Johannes Remmel ist dies ein Skandal. Der Unterschied zwischen dem gesonderten Verkauf und dem Verkauf von fertigen Pestiziden ist nicht nachvollziehbar. Weiterhin verkauft werden dürfte beispielsweise das Totalherbizid Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat, das schon seit Längerem in der Kritik steht. Besonders ausgiebig kann Roundup auf gentechnisch veränderten Pflanzen gespritzt [..]
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