Mit einem Umschuldungskredit bares Geld sparen



Ein Umschuldungskredit ist ein Darlehen, mit dem ein anderer, bereits vorhandener Kredit abgelöst werden kann. Er wird vorrangig aufgenommen, um Zinskosten für das bestehende Darlehen zu sparen.

Kreditnehmer, die mit ihrer Bank einen Darlehensvertrag schließen, vereinbaren in der Regel lange Laufzeiten, um während dieser Zeit konstante Zinsen und Kreditraten zu erhalten. Wenn sich jedoch die Leitzinsen ändern, wirkt sich dies auch auf die Darlehenszinsen aus, die sich dann ebenfalls reduzieren. Wer diese niedrigen Zinsen jetzt auch für die eigene Finanzierung nutzen und dabei sparen möchte, muss den bestehenden Kredit kündigen und mit einem neuen Umschuldungskredit ablösen. Bei der Nutzung des Umschuldungskredites jedoch sind einige wichtige Details wie etwa die Kündigungsfrist des bestehenden Kredites zu beachten.

Menschen, die einen Dispositionskredit auf ihrem Girokonto nutzen, können diesen ohne weitere Kündigungsfrist ablösen. Als Umschuldungskredit kommt hierbei ein klassischer Ratenkredit in Frage, der mit Laufzeiten von 12-84 Monaten abgeschlossen werden kann. Durch die Bezahlung einer festgelegten Kreditrate kann der Ratenkredit innerhalb dieser Zeit dann vollständig getilgt werden.
Eine etwas längere Kündigungsfrist hingegen muss bei der Ablösung eines bestehenden Ratenkredites eingehalten werden. Viele Ratenkredite sind dabei erst nach sechs Monaten nach Vertragsabschluss überhaupt kündbar, auch danach sind noch immer drei Monate Kündigungsfrist zu beachten. Ist die Kündigungsfrist abgelaufen, kann der Umschuldungskredit zur Rückzahlung des Kredites eingesetzt werden. Sofern mehrere verschiedene Ratenkredite aufgenommen wurden, kann mit dem Umschuldungskredit auch eine Zusammenlegung dieser Kredite erreicht werden, wodurch nicht selten die monatliche Belastung sowie die Zinskosten reduziert werden können.

Auch dann, wenn eine Baufinanzierung genutzt wird, kann diese für die Einsparung von Zinskosten umgeschuldet werden. Während der Zinsbindungsfrist jedoch schließen die Banken häufig das Kündigungsrecht aus, so dass eine Vorfälligkeitsgebühr bezahlt werden muss, wenn der Kredit vorzeitig zurückgezahlt werden soll. Die Höhe dieser Vorfälligkeitsgebühr kann im Internet mit Hilfe eines Kreditrechners ermittelt werden, auch die Banken berechnen auf Wunsch die Vorfälligkeitskosten.

Ob der Umschuldungskredit tatsächlich günstiger ist, kann dabei nur unter Berechnung der Zinskosten sowie der Vorfälligkeitskosten ermittelt werden. Zudem sollte beachtet werden, dass, wenn der Umschuldungskredit bei einer anderen Bank aufgenommen wird, auch die bestehende Grundschuld für das Immobiliendarlehens umgeschrieben werden muss, wofür ebenfalls Kosten eingerechnet werden müssen.
Im Rahmen der Baufinanzierung bieten die Banken zudem einen ganz besonderen Umschuldungskredit, das Forwarddarlehen. Dieses kann schon heute abgeschlossen werden, die Auszahlung erfolgt jedoch erst mit Ablauf der Zinsbindungsfrist des bestehenden Darlehens. Somit kann die Bezahlung der Vorfälligkeitsgebühr verhindert und trotzdem das heute niedrige Zinsniveau gesichert werden. Forwarddarlehen können bis zu 60 Monate im Voraus abgeschlossen werden.




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