Die Weltkonzerne Nokia und Microsoft schmieden bereits seit einigen Monaten eine Allianz zur wechselseitigen Beflügelung im Smartphone-Geschäft. Nokia arbeitete jahrelang an einer eigenen Open-Source-Lösung, konnte jedoch den Verlust von Marktanteilen nicht aufhalten. Nun verkündete der finnische Handyhersteller, sein eigene Smartphone-Plattform Symbian auslaufen zu lassen. Sowohl Microsoft als auch Google buhlten um den weltgrößten Handyhersteller. Letztlich machte Microsoft das Rennen.
Inzwischen wurden ersten Details zum Vertrag zwischen Nokia und Microsoft bekannt. Nach Angeben des Magazins
Businessweek zahlt Microsoft für die auf fünf Jahre angelegte Partnerschaft insgesamt eine Milliarde US-Dollar. Ein guter Anreiz, um auf die Smartphone-Plattform Windows Phone und nicht auf Googles Android umzusteigen. Die Vereinbarung sei jedoch noch nicht in trockenen Tüchern.
Eine Milliarde Gründe für Nokia, sich für Microsoft zu entscheiden. Insidern zufolge sprechen jedoch auch weitere Aspekte für die Partnerschaft: Die Plattform Windows Phone ist gegenüber dem Wettbewerb weniger verbreitet. Damit könne sich Nokia stärker von der Konkurrenz absetzen, neue Wege beschreiten und Marktanteile zurückgewinnen. Der Softwaregigant Microsoft erwartet positive Effekte in der Weiterentwicklung und Vermarktung von Windows Phone.
Aktienkurse der Unternehmen unbeeindruckt
Während die Kursentwicklung von Nokia und Microsoft diese Woche kaum Veränderungen (siehe
Nokia-Chart und
Microsoft-Chart) zeigten ist die Aktie von Google (siehe
Google-Chart leicht gefallen.