Anzahl der jugendlichen Raucher stark gesunken
11.03.2011 - 12:01 | Autor:
Redaktion RSSNWie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mitteilt, lag der Prozentsatz rauchender Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren nur noch bei insgesamt 13 Prozent. Dies ist der geringste Wert seit 30 Jahren. Der Anteil der heranwachsenden Raucher ist seit 2001 um mehr als die Hälfte gesunken. Das berichteten am vergangenen Donnerstag in Berlin die BZgA sowie Mechthild Dyckmans von der FDP, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
Im Gegensatz zu einem Prozentsatz in 2001 von noch 28 Prozent jugendlicher Tabakkonsumenten zwischen 12 und 17 Jahren ist dieser Wert in 2010 auf 13 Prozent gesunken. Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, bewertet das so: „Für die meisten Jugendlichen ist rauchen heute völlig out“.
Mehr jugendliche Nichtraucher
Der in 2010 festgestellte Wert von 13 Prozent ist laut BZgA und der Bundesdrogenbeauftragten der niedrigste, der seit 30 Jahren und somit seit dem Start dieser Studie festgestellt wurde. Der Anteil absoluter Nichtraucher hat sich innerhalb der letzten Jahre vergrößert, teilt die Direktorin der BZgA mit. Im Jahre 2010 gaben 68 Prozent der Jugendlichen an, noch nie eine Zigarette konsumiert zu haben. In 2001 waren es laut BZgA erst 41 Prozent. „Heute ist „Nichtrauchen (...) in unserer Gesellschaft vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fest etabliert“, so Prof. Dr. Elisabeth Pott. Nichtrauchen sei außer unter Jugendlichen auch unter den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren ein Teil des „positiven Lebensstils“ und relativ weit verbreitet, setzt sie fort. In dieser Altersgruppe ist laut der Studien der Prozentsatz der Raucher von 43 Prozent in 2008 auf 38 Prozent in 2010 gesunken.
Anteil der männlichen und weiblichen jugendlichen Raucher annähernd gleich
Zwischen dem Anteil männlicher und weiblicher jugendlicher Raucher besteht kaum eine Differenz. 14 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jungen und 12 Prozent der Mädchen gaben an, Raucher zu sein. Der Prozentsatz der weiblichen Nichtraucher ist laut BZgA innerhalb der vergangenen zwei Jahre stärker zurückgegangen (von 16 auf 12 Prozent) als der der männlichen (von 15 auf 14 Prozent). Vor zwei Jahren rauchten noch mehr Mädchen als Jungen, in 2010 war es umgekehrt, teilten die Bundesdrogenbeauftragte und die BZgA mit. Die aktuelle Studie ergab, dass das durchschnittliche Alter, in dem Jugendliche das erste Mal rauchen, bei 14 Jahren liegt. In 2008 lag es noch bei 13,7 Jahren, davor bei 13,6 Jahren, so die Direktorin der BZgA.
Nichtrauchen ist in
Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, sieht diese positive Entwicklung als Ergebnis von Aufklärungs- und Präventionsprogrammen der letzten Jahre. „Der weitere Rückgang des Rauchens bei Jugendlichen zeigt, dass es langfristig gelungen ist, Kinder und Jugendliche mit den Maßnahmen der Tabakprävention zu erreichen“, stellt Dyckmans fest. Es zeige sich, „dass es einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft zum Nichtrauchen gibt.“ Die präventiven Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen müssen weiter fortgesetzt und ausgebaut werden, setzt sie fort. Dazu Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA: „Denn viele, die in jungen Jahren nicht rauchen, werden auch als Erwachsene nicht mehr damit anfangen“.
Erfolgreiche Präventionskampagne „rauchfrei“
Die 2003 gestartete Präventionskampagne „rauchfrei“ der BZgA sei besonders erfolgreich gewesen. Mit „rauchfrei“ sollten Heranwachsene zwischen 12 und 17 Jahren davon überzeugt werden, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen. Zudem gab es unter anderem auch das online zur Verfügung gestellte Ausstiegsprogramm „rauchfrei“, um Jugendlichen bei der Suchtbekämpfung zu helfen.