Android 3.0 Honeycomb: Google sorgt für iPad-Konkurrenz
08.02.2011 - 13:00 | Autor:
Redaktion RSSNSchon Mitte Februar wird das erste Tablet mit Android 3.0 den amerikanischen Markt erobern: Google präsentierte sein Honeycomb auf dem Motorola Xoom. Mit diesem Gerät bekommt der der aktuelle Marktführer echte Konkurrenz, verliert er augenscheinlich sein Monopol im Hinblick auf einfachste Bedienung und schnellste Oberfläche. Die Markteinführung wird abgerundet von market.android.com, einem Online Marktplatz für digitale Applikationen.
Kombination aus Graphik und Prozessor erschließt optisch neue Welten
Im Wesentlichen besticht die neue Version des Androids durch Graphiken mit neuer Oberfläche, Transparenz-Effekten, 3D-Multitasking, einem Homescreeen mit 3D-Elementen, eleganten Benachrichtigungssymbolen und auch großflächigen Widgets mit neuen Interaktionsmöglichkeiten, die zudem ohne Verzögerung dargestellt wird. Tegra 2 nennt sich die neue Dimension Prozessor für die der Grafikspezialist Nvidia verantwortlich zeichnet. Zwei CPU-Kerne takten den Chipsatz im Gigahertz-Bereich und werden und von einem leistungsstarken Grafikprozessor unterstützt - die geradezu vollkommene Abstimmung auf die großen Tablet-Bildschirme.
Diverse Features lassen das Anwenderherz höher schlagen
In vielen Anwendungen wird das Auge des Betrachters mit 3D und Transparenzen verwöhnt, zum Beispiel bei Bücher-Applikationen, Musikspieler oder YouTube. Hier werden die Videos sogar in einem futuristischen 3D-Karussel angezeigt, bei Google Maps 5 darf man auf eine vektorbasierte 3D-Ansicht von Gebäuden gespannt sein. Auch der E-Mail-Client ist künftig mehrspaltig.
Online-Marktplatz für Entwickler und Anwender rundet das Angebot ab
Für Anwender bietet der Marktplatz die inzwischen klassischen Möglichkeiten: Suche nach Software, Versenden der Apps nach Auswahl und Verwaltung nach Installation. Aber auch die Entwickler von Apps profitieren insofern, als sie mit Version 3.0 auf weitere Systemschnittstellen (API) zugreifen und ganz neue Homescreen-Widgets programmieren können. Auch eine intensivere Beeinflussung der Statuszeile von Android ist möglich, ebenso wie die Einbindung von YouTube-Demos und die Veröffentlichung größerer Screenshots ihrer Anwendungen.
In-App-Bezahlung auf dem Vormarsch
Insbesondere dem offeneren Umgang mit Zahlungsmethoden wird aber eine mitunter sogar richtungsweisende Zukunft prophezeit. Mit der In-App-Bezahlung soll der Verkauf von digitalen Inhalten wie Musik oder Büchern eine Erweiterung der Zahlungsmöglichkeiten jenseits von Paypal erfahren und an die iTunes-Erfolge anknüpfen. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Apple seine Kontrollen zunehmend verschärft.