Nur 75 % jungendlicher Community-Mitglieder schützen ihre Privatsphäre
01.02.2011 - 14:46 | Autor:
Redaktion RSSNEine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hat ergeben, dass Jugendliche weiter für den Schutz ihrer Daten sensibilisiert werden sollten. So nutzen 25 % der Jugendlichen die detaillierten Einstellungen zur Privatsphäre in den jeweiligen Netzwerken nicht. 4 % haben überdies keine Idee davon, wem sie ihre Informationen zugänglich machen. Knapp 20 % der Nutzer beschränken den Zugriff auf ihre Privatbeiträge nicht auf Freunde - sie lassen vielmehr alle Netzwerkmitglieder teilhaben, in manchen Fällen sogar das gesamte weltweite Netz.
Europäischer Datenschutztag soll sensibilisieren
Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverbandes, weist im Hinblick auf den Europäischen Datenschutztag, einem Aktionstag auf Initiative des Europarats, Eltern auf die Gefahren der Offenheit hin. Er betont, dass insbesondere jüngeren Teenagern die Bedeutung eines hohen Maßes an Datenschutz vermittelt werden muss. Private Informationen sollten nur vorsichtig und mit Bedacht öffentlich gemacht werden.
Wer viel preisgibt, macht sich leicht angreifbar.
Der BITKOM mahnt, dass viele Beiträge, einmal im www veröffentlicht, dort für immer verbleiben. So ergab die Studie, dass fast die Hälfte der Jugendlichen in den Online-Communitys unter Nennung ihres vollständigen Namens auftritt. Außerdem geben sie offen preis, ob sie einen festen Freund oder eine feste Freundin haben oder Single sind. Allein die E-Mail-Adresse wird von über 40 % der Mitglieder explizit genannt. Scheer gibt zu bedenken, dass solcherlei Informationen Freunden und guten Bekannten vorbehalten bleiben sollten.