Aktie der Woche - Ausgewählte Börsennachrichten
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| Typ/Viewer: RSS/ RSS-Reader | Aktualisiert: 17.05.2012 | Aufrufe: 958 |
Kategorie: Finanzen, Wirtschaft > Aktien
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Kursgewinne: DAX knackt 7.000 PunkteKursgewinne haben den deutschen Leitindex DAX erstmals seit August 2011 wieder über die 7.000 Punkte steigen lassen.
Kursgewinne haben den DAX erstmals seit August 2011 wieder über die 7.000 Punkte steigen lassen. In der Spitze notierte der deutsche Leitindex 7.020,04 Punkte (16.44 Uhr), rutschte danach jedoch wieder unter die psychologisch wichtige Marke.
Nachdem der DAX im September 2011 zwischenzeitlich unter 5.000 Punkten notierte, erholte er sich bis zum Jahresende auf 5.898 Zählern. Mit Beginn des Jahres setzte der deutsche Leitindex seine Aufholjagd fort und konnte sein Jahresplus auf über 18 Prozent ausbauen.
Für den DAX könnte es sogar weiter nach oben gehen. "Das positive Potenzial beim Dax wurde von vielen unterschätzt", äußerte Robert Halver, Marktanalyst der Baader Bank. Zwar hätten viele Experten den Sprung über die 7.000er Marke erst sehr viel später erwartet, doch gingen nun davon positive Zeichen aus, so Halver gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX.
Der Technologieindex TecDAX konnte ebenfalls zulegen und notiert derzeit mit plus 1,08 Prozent bei 773,37 Punkten.
(Redaktion w:o, dpa-AFX)
Drohender Kreditausfall: Ratingagentur Fitch stuft Griechenland weiter abDie Rating-Agentur Fitch hat Griechenland von CCC auf C herabgestuft, das zweitschlechteste von Fitch zu vergebene Rating. Heute wurde bekannt, dass das Haushaltsdefizit Griechenlands 2012 deutlich höher ausfallen werde als erwartet.
Die Rating-Agentur Fitch hat Griechenland um zwei Stufen von CCC auf C herabgestuft. Ein Staatsbankrott, so Fitch, sei in nächster Zeit höchstwahrscheinlich ("default is highly likely in the near term"). Das Rating mit der Note "C" ist das zweitschlechteste von Fitch zu vergebene Rating.
Die Herabstufung sei eine direkte Reaktion auf das zweite Hilfsprogramm unter Einbezug des Privaten Sektors, das zum Jahr 2014 Kredite und andere Hilfen im Umfang von 130 Mrd. Euro vorsieht. Mit privaten Investoren hat sich Griechenland zuvor auf einen Schuldenschnitt im Umfang von 107 Milliarden Euro verständigt. Private Investoren sollen auf mehr als die Hälfte ihrer Forderungen freiwillig verzichten. Für die verbleibenden Forderungen sollen die Gläubiger neue Anleihen mit längerer Laufzeit und geringerem Zins erhalten. Dieser Anleihentausch jedoch werde von Fitch als teilweiser Kreditausfall ('restrictet default') gewertet. Und: Es sei sehr wahrscheinlich, dass es bald dazu kommen werde.
Heute wurde zudem bekannt, dass das Haushaltsdefizit Griechenlands 2012 deutlich höher ausfallen werde als erwartet. Das gehe aus einem Zusatz-Haushalt hervor, der dem griechischen Parlament am Mittwoch vorgelegt wurde, berichtet die Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es werde nun mit einem Defizit in Höhe von 6,7 Prozent der Wirtschaftsleistung gerechnet. Ursprünglich war von 5,4 Prozent die Rede. Die Korrektur des Haushaltsdefizits sei Folge des harten Sparprogramms und der anhaltenden Rezession. Im Zusatz-Haushalt sind Einsparungen in Höhe von 3,2 Milliarden vorgesehen.
Wie reagieren die Märkte? 13.36 Uhr: Der deutsche Leitindex
DAX gab um 0,81 Prozent auf 6.851,92 Punkten nach. Der Technologieindex
TecDAX notiert mit minus 1,01 Prozent bei 777,48 Zählern. Der europäische Leitindex
EuroSTOXX verliert -0,72 Prozent auf 2.523,39 Punkten. Der
Euro pendelt weiterhin um die 1,32-Marke und kostete 1,3248 US-Dollar.
Lesen Sie die Begründung bei Fitch (englisch):
(Redaktion w:o, dpa-AFX)
Update: Krimi in Athen: Einigung in Griechenland über Sparmaßnahmen erzieltDurchbruch in Athen? Einem Medienbericht zufolge haben sich die Parteispitzen der Übergangsregierung in Griechenland mit den Vertretern der EU und des IWF auf einen Sparplan geeinigt.
Durchbruch in Athen? Einem Medienbericht zufolge haben sich die Parteispitzen der Übergangsregierung in Griechenland mit den Vertretern der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einen Sparplan geeinigt.
Die Finanzmärkte ziehen nach Bekanntwerden der Nachricht an. Der DAX stieg um 14.18 Uhr auf ein neues Tageshoch von 6.838,13 Punkten (plus 1,32 Prozent) und markierte damit den höchsten Stand seit August 2011. Derzeit notiert der deutsche Leitindex bei einem Plus von 1,18 Prozent bei 6.828,23 Zählern. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 erklomm um 14.13 Uhr ein neues Tageshoch von 2.542,98 Punkten und notiert derzeit mit 1,02 Prozent im Plus bei 2.538,45 Zählern. Der Technologieindex TecDAX verweist derzeit auf ein leichtes Plus von 0,25 Prozent bei 775,53 Punkten.
Nach der Einigung über das neue Athener Sparprogramm sind die EU-Finanzminister gefragt. Sie werden am heutigen Abend in Brüssel über die Situation in Griechenland und das zweite Hilfspaket im Volumen von 130 Milliarden Euro beraten. An dem Treffen werden auch EZB-Präsident Mario Draghi und IWF-Chefin Christine Lagarde teilnehmen.
Update: Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Drahi, bestätigte inzwischen die Pressemeldungen: "Vor ein paar Minuten habe ich einen Anruf des griechischen Ministerpräsidenten bekommen, der mir sagte, dass eine Einigung erzielt wurde", sagte Draghi am Donnerstagnachmittag in Frankfurt/Main. Weitere Einzelheiten über die Einigung der Regierungsparteien in Athen und das Sparpaket wurden zunächst nicht bekannt.
Die Koalitionsregierung in Griechenland will im Kampf gegen die Staatspleite weitere Sparmaßnahmen umsetzen. Streitpunkt waren bis zuletzt die anvisierten Rentenkürzungen. Die EU-Kommission hatte zuvor betont, es dürfe keine weitere Zeit verloren gehen: "Wir arbeiten gegen die Zeit", sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Donnerstag in Brüssel.
Der Athener Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoidis warnte unterdessen vor "einem großen Knall" in der griechischen Gesellschaft. Die "wichtigste Frage dieses Landes wird bald dem Erhalt des sozialen Friedens gelten", sagte der Wirtschaftsminister in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Auf die Frage einer möglichen Beteiligung der Europäischen Zentralbank (EZB) an einem Schuldenschnitt in Griechenland hielt sich EZB-Chef Draghi weiterhin bedeckt. "Ich kann nichts dazu sagen, wie unsere Griechenland-Bonds behandelt werden", antwortete Draghi auf die Frage, wie die Notenbank mit den griechischen Staatsanleihen im Portfolio verfahren wolle. Die EZB war bei der Frage einer Umschuldung in Griechenland unter Druck geraten. Seit Frühjahr 2010 hatte sie griechische Staatsanleihen am freien Markt deutlich unter Nennwert gekauft und damit das erste Rettungspaket für Athen flankiert. Das Volumen wird von Experten auf rund 50 Milliarden Euro geschätzt. Bislang hatte sich die Notenbank strikt geweigert, sich an einem freiwilligen Schuldenschnitt für das pleitebedrohte Griechenland zu beteiligen.
(Redaktion w:o, dpa-AFX)
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Q-Cells Aktie: Solarunternehmen Q-Cells auf RekordtiefHarte Zeiten für das Solarunternehmen Q-Cells: Nach einem Gerichtsurteil zu der im Februar fälligen Wandelschuldverschreibung ist beim Solarkonzern Q-Cells das finanzielle Gerüst für die Sanierung zusammengebrochen.
Harte Zeiten für das Solarunternehmen Q-Cells: Nach einem Gerichtsurteil zu der im Februar fälligen Wandelschuldverschreibung ist beim Solarkonzern Q-Cells das finanzielle Gerüst für die Sanierung zusammengebrochen. Es ist offen, ob das Unternehmens die Anleihen in voller Höhe zurückzahlen kann.
Das Solarunternehmen Q-Cells rutschte 2011 tief in die roten Zahlen. Aufgrund der Krise in der Solarbranche hat sich die Lage weiter verschärft. Zu dem dreistelligen Millionenverlust nach neun Monaten kamen neue Abschreibungen auf Töchter und auf Sachanlagen hinzu, der mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufzehrten. Nach Bilanzvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sei kein Eigenkapital mehr übrig. Wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichter, betrug das Eigenkapital Ende September noch 425 Millionen Euro.
Die Hoffnung gibt das Solarunternehmen dennoch nicht auf. „Eine Insolvenz steht im Augenblick nicht zur Diskussion“, sagte Konzernchef Nedim Cen in einer Telefonkonferenz. In den seit Wochen laufenden Gesprächen mit den Gläubigern habe Konsens darüber geherrscht, dass eine Insolvenz keine Option sei. Sowohl die Liquiditätslage als auch der Geschäftsplan habe alle davon überzeugt zusammenzuarbeiten, so Cen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung sollen die nächsten Schritte besprochen werden.
Q-Cells selbst hat angekündigt, ab 2013 wieder mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zu rechnen. Dazu seien jedoch umfangreiche Sanierungen von Nöten. Das Sanierungskonzept sieht ein zweistufiges Verfahren vor: Als erstes plane das Unternehmen eine Einigung mit den Inhabern der Wandelschuldverschreibung über eine gestaffelte Teilrückzahlung des fälligen Anleihevolumens. Als zweiter Schritt soll ein Schulden- und Kapitalschnitt (Debt-to-Equity-Swap) die 2014 und 2015 fälligen Wandelschuldverschreibungen in Eigenkapital überführen.
Die
Q-Cells Aktie verliert zwischenzeitlich mehr als 19 Prozent, bei einem derzeitigen Tagestief von 0,382 Euro (9.24 Uhr). Der Technologieindex
TecDAX notiert mit minus 1,88 Prozent bei 734,91 Punkten. Der deutsche Leitindex
DAX notiert ebenfalls schwächer mit minus 1,08 Prozent bei 6.367,39 Zählern.
Commerzbank : CoBa - Kurssprung nach Vorlage des KapitalplansMorgen muss die Commerzbank ihren Plan zur Schließung der Eigenkapitallücke in Milliardenhöhe bei der europäischen Bankenaufsicht EBA vorlegen. Dabei will das teilverstaatlichte Institut gänzlich ohne staatliche Hilfe auskommen.
Am 20. Januar 2012 muss die Commerzbank ihren Plan zur Schließung der Eigenkapitallücke in Milliardenhöhe bei der europäischen Bankenaufsicht EBA vorlegen. Dabei will das teilverstaatlichte Institut die von der EBA ausgemachte Lücke in Höhe von 5,3 Milliarden Euro ohne erneute staatliche Hilfe stemmen, teilte Vorstandschef Martin Blessing am Donnerstag in Frankfurt mit.
Nach eigenen Planungen habe die Commerzbank sogar einen Kapitalbedarf von 6,3 Milliarden Euro. Rund drei Milliarden Euro an zusätzlichem Eigenkapital hätte die Bank bereits zusammen, so Blessing. Die restlichen 3,3 Milliarden Euro sollen durch verschiedene Maßnahmen, wie die Verringerung von Risikoposten und die Einbehaltung von Gewinnen, im ersten Halbjahr 2012 erreicht werden. Mit der angestrebten Kernkapitalquote von elf Prozent liege die Bank dann über den von der EBA geforderten neun Prozent.
Ein großer Problemposten ist die Eurohypo, die den größten Teil der Kapitallücke ausmacht. Presseberichten zufolge versuche die Commerzbank alles, um den Staats- und Immobilienfinanzierer nicht doch noch bis Ende 2014 verkaufen zu müssen. Aufgrund der Verluste und des schlechten Kreditportfolios gilt die Eurohypo allerdings auch als unverkäuflich.
Vor gut einer Woche wurden Spekulationen laut, die Allianz könnte als Großaktionärin der Commerzbank unter die Arme greifen. Der Münchener Konzern könnte seine Stille Einlage vom Verkauf der Dresdner Bank in hartes Eigenkapital umwandeln und somit das Geldinstitut direkt stützen.
Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland hege die EBA allerdings Zweifel an den Plänen der Commerzbank und erwarte weitere Staatshilfen. Derzeit ist der Bund noch mit 25 Prozent an dem Bankinstitut beteiligt.
Mit Vorlage des Kapitalplans legten die Papiere der Commerzbank einen Kurssprung bis auf ein derzeitiges Tageshoch von 1,623 Euro hin (10.40 Uhr). Derzeit notiert die Aktie mit einem Plus von 12,26 Prozent bei 1,584 Euro. Der deutsche Leitindex DAX notiert leicht im Plus mit 0,24 Prozent bei 6.370 Punkten.
(Redaktion w:o, dpa-AFX, FTD)
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